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Überholweg im Straßenverkehr

Die tatsächiche Strecke für den Überholvorgang

Schwerste Unfälle passieren immer wieder dann, wenn man den Überholweg unterschätzt hat. Als Überholweg versteht man jene Strecke, die man im Straßenverkehr zurücklegen muss, um einen anderen Verkehrsteilnehmer zu überholen. Dabei ist die Geschwindigkeit des Überholenden, die eigene Geschwindigkeit und die mögliche Geschwindigkeit des Gegenverkehrs zu berücksichtigen.

Überholweg im Straßenverkehr

Überholweg im StraßenverkehrUnverantwortlich ist es, ohne Sicht auf den Gegenverkehr zu überholen. Die Folge kann ein Frontalzusammenstoß sein, weil es doch einen Gegenverkehr gab, der nach der nächsten Kurve erst zu sehen war und zum Verhängnis wird. Aber auch bei freier Sicht muss man die Sicherheit überprüfen, ehe man zum Überholen ansetzen kann. Optimal ist natürlich, wenn das zu überholende Fahrzeug mithilft.

Als Faustregel für den Überholweg gilt die Berechnung der eigenen Geschwindigkeit, die man mit drei multipliziert. Man spricht auch von der 10 Sekundendistanz.

Überholweg = eigene Geschwindigkeit x 3 in Meter

Fährt man also 70 km/h, dann braucht man 210 Meter Überholweg, um ein anderes Fahrzeug überholen zu können. 210 Meter sind eine recht lange Strecke und braucht ein paar Augenblicke, um überwunden zu werden und diese Zeit muss man vorausschauend berücksichtigen und prüfen, ob man die Zeit angesichts der aktuellen Verkehrssituation überhaupt hat und ob man die Strecke sehen kann, also keine Kurven kommen, die die Sicht auf den Gegenverkehr behindern.

Hilfreich kann es sein, wenn man die Strecke gut kennt und weiß, wann man überholen kann und wann nicht. Aber auch die Streckenkenntnis entschuldigt nicht, die Sicherheit auf die leichte Schulter zu nehmen. Man weiß nie, ob nach einer eher harmlosen Kurve doch ein Fahrzeug entgegenkommt oder nicht.

Überholen und Überholsichtweite

Hier kommt ein weiterer Begriff zur Anwendung, nämlich die Überholsichtweite. Spricht man beim Überholweg von der 10 Sekundendistanz, so ist bei der Überholsichtweite von der 20 Sekundendistanz die Rede. Die Faustregel lautet: Überholweg + 300 Meter. Diese 300 Meter, die aufgeschlagen werden, ist jene Streckenlänge, die ein entgegenkommendes Fahrzeug bei 100 km/h zurücklegt, also näher kommt.

Überholsichtweite = Überholweg + 300 Meter

Ein Überholmanöver ohne Sicht auf den Gegenverkehr und Überprüfung der Verkehrssituation ist schlichtweg unverantwortlich. Deshalb passieren auf Landesstraßen und Bundesstraßen oft schlimmere Unfälle als auf Autobahnen, bei denen der Gegenverkehr beim Überholen keine Rolle spielt und räumlich getrennt ist.

Es gibt dabei verschiedene Szenarien, die die Situation zusätzlich problematisch gestalten. Es ist nämlich auch unverantwortlich, wenn der Lenker, der überholt werden soll, plötzlich die Geschwindigkeit erhöht. Dieser Effekt ist immer wieder zu beobachten und dann wird es richtig gefährlich, weil der Weg für das Überholen sich verlängert. Daher ist die Mithilfe langsamerer Teilnehmer von großer Bedeutung.

Dass es anders auch geht, zeigen die Bäuerinnen und Bauern mit ihren Traktoren, die den rechten Blinker betätigen, um dem nachfolgenden Fahrzeug zu signalisieren, dass der Weg frei ist. Auf dem Traktor hat man freie Sicht nach vorne und weiß, dass man langsamer fährt. So kann man mit dem Blinker Hilfestellung leisten, wann das Überholen möglich ist und wann nicht.

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