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Umfragen und ihre Funktionen im US-Wahlkampf

Gradmesser, aber auch Mittel im Wahlkampf

Interessant ist die Frage, wem Umfragen eigentlich mehr nützen: den Medien oder den Politikern? Diese Frage wird man wohl nie restlos beantworten können denn die Medien haben mit Umfrageergebnisse - ob sie nun stimmen oder nicht - auf jeden Fall neue Storys und können auf Quotenjagd gehen, die Politiker haben je nach Ergebnis der Umfragen Mittel und Wege, um die Schwächen der Gegner aufzuzeigen.

Umfragen im US-Wahlkampf

Besonders deutlich wird dies im US-Präsidentschaftswahlkampf, wenn ständig neue Umfragen herausgebracht werden und dieser Wahlkampf ist insofern besonders interessant, als er nicht in einem Zug erfolgt. Wenn in Österreich Nationalratswahl anstehen, dann gilt bei der ersten Umfrage genauso wie bei der Letzten vor dem Wahltag, welche Partei wie sehr beliebt ist und gewählt wird und welche Stimmanteile verlieren könnte. Die Umfragen können stimmen oder auch nicht, aber es ist stets die gleiche Fragestellung und so kann man auch Entwicklungen feststellen.

Im US-Präsidentschaftswahlkampf läuft die Geschichte aber auf zwei Ebenen ab. Denn die ersten Umfragen beziehen sich darauf, welche Kandidaten den Vorwahlkampf in der eigenen Partei überleben werden und welche nicht. Erst nach der Nominierung beziehen sich die Umfragen auf den Ausgang der Wahl ergo auf die Frage, wer der nächste US-Präsident sein könnte.

Viele Umfragen im Vorwahlkampf

Damit gibt es zwei völlig unterschiedliche Situationen, gleich bleibt freilich, dass die Umfragen oft daneben liegen. Es gibt viele Beispiele dafür, das Jahr 2008 kann aber durchaus als gutes Beispiel herangezogen werden. Bei den Demokraten galt Hillary Clinton als absolute Favoritin für die Kandidatur der Demokraten. Man jubelte bereits darüber, dass die erste Frau das hohe Amt bekleiden wird dürfen und können. Die Umfragen waren ebenso gestaltet - aber es kam ganz anders, weil Barack Obama immer besser in Fahrt kam und die Umfragen ad absurdum führte. Schließlich konnte er seine Parteifreunde überzeugen und gewann auch im Duell um das Amt gegen den republikanischen Kandidaten.

Laut Umfragen hätte das gar nicht passieren können. Die Umfragen sind aber nicht nur Zahlenmaterial, wer wie stark vorne oder hinten liegt, sie sind ein wunderbares Werkzeug, um es der Konkurrenz zu zeigen und kann verschieden eingesetzt werden. Wer vorne liegt, weist darauf hin, wie wenig Interesse die Leute an den anderen Kandidaten hat und wer hinten liegt, verspricht, dass es am Ende ganz anders aussehen wird. Sämtliche Strategien bauen unter anderem auch auf den Umfragen auf, was den Eindruck erwecken lässt, dass die Umfragewerte die Politik bestimmen. Damit sind die Umfragen auf einer ähnlichen Ebene wie die Medien, die im US-Präsidentschaftswahlkampf eine ebenso große Rolle spielen.

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Die Wahl zum US-Präsidenten ist in vielen Punkten eine ganz andere, als man es in Europa gewohnt ist. Das beginnt beim Mehrheitswahlrecht und mit der Regierungsform, bei der der Präsident auch die Regierung vorgibt, daher ist die Persönlichkeit gewählt und nicht etwa eine Partei, wenngleich die Kandidaten von Parteien unterstützt werden.

Der ganze Wahlkampf läuft auch anders ab. Es geht viel um Spenden zur Finanzierung einer umfassenden Wahlkampagne, die Medien spielen eine viel größere Rolle als in Europa und sowohl die Republikaner als auch die Demokraten haben verschiedene Kandidatinnen und Kandidaten, die gerne für ihre Partei in das Weiße Haus einziehen wollen.

Es braucht also Vorwahlen innerhalb der Partei in jedem Bundesstaat, um herauszufinden, welcher Kandidat am besten ankommt. Dabei spielt der Super Tuesday eine zentrale Rolle, weil traditionell an diesem Tag in mehreren Bundesstaaten gleichzeitig die Vorwahlen stattfinden. Oft weiß man nach diesem Tag schon, wer die Kandidaten sein könnten.

In der Regel weiß man bald, wer vorne liegt, auch wenn es immer wieder Überraschungen geben kann. Letztlich wird bei der Party Convention der Kandidat von jeder Partei bestimmt und dann geht der Wahlkampf erst so richtig los. Obwohl man dann schon viele Auftritte absolviert hatte, gilt es nun für die hoffentlich geeinte Partei den Gegenkandidaten zu besiegen. Es gibt TV-Duelle und jede Menge Umfragen sowie viele Auftritte. Interessant ist, dass die Kandidaten meist nur in den Swing State auftreten, die umkämpft sind.

Letztlich geht es um die Wahlmänner für die Wahl zum Präsidenten. Anders als in Europa steht der Wahltermin stets fest und auch die Angelobung per Amtseid sowie damit auch die gesamte Amtszeit ist bekannt. Vorgezogene Neuwahlen gibt es nicht. Stirbt der Präsident, übernimmt sein Vize.

Der nachstehende Link zeigt die gesamte Aufstellung aller bisherigen Präsidenten der USA.

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Umfragen bei den US-WahlenArtikel-Thema: Umfragen und ihre Funktionen im US-Wahlkampf

Beschreibung: Die 🇺🇸 Umfragen im US-Präsidentschaftswahlkampf sind ein wichtiger ✅ Gradmesser für die Erfolgschancen.

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