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Stammwähler und sein Wahlverhalten

Treue Wählerschaft einer Partei

Im Rahmen einer Wahl gibt es zwei große Wählergruppen, die bei den Umfragen herausgearbeitet werden. Die einen sind die Wechselwähler, die anderen die Stammwähler. Erstere sind Menschen, die je nach Lust und Laune und Überzeugung eine Partei wählen, dabei aber pro Wahlgang durchaus unterschiedliche Parteien für sich entdecken.

Was sind Stammwähler?

Die Stammwähler sind treue Wählerinnen und Wähler. Es gibt für diese Gruppe von Wählern zwei Definitionen. Die üblichere Definition eines Stammwählers ist jene, dass es sich um eine Person handelt, die bei einigen Wahlgängen auf Landes- und Bundesebene stets der gleichen Partei ihre Stimme geben, auch dann, wenn man nicht wirklich glücklich mit der Arbeit der Partei ist. Oft sind traditionelle Gründe ausschlaggebend, beispielsweise auch Gewohnheit, weil man die Partei immer gewählt hatte.

Die zweite Definition geht noch einen Schritt weiter und besagt, dass Stammwähler nicht nur stets die gleiche Partei wählen, sondern auch das Parteibuch dieser Partei ihr eigen nennen. Dabei muss dies nicht aus berechnenden Gründen der Fall sein, weil man sich dadurch Vorteile in Beruf und/oder Privatleben erwartet - auch die politische Überzeugung kann ein Grund sein, warum man sich der Partei zugehörig fühlt.

In beiden Fällen stellen die Stammwähler jene Gruppe von Personen dar, mit denen vor allem traditionelle Großparteien fix rechnen können. Doch sind so manche Wahlniederlagen wegen der Stammwähler entstanden. Nicht, weil diese eine andere Partei gewählt hätten, sondern vielmehr, weil sie daheim blieben - sei es aus Enttäuschung oder weil sie davon überzeugt waren, dass der Wahlsieg ohnehin gegeben ist und man sich den Weg zum Wahllokal ersparen wollte.

Stammwähler und ihr verändertes Wahlverhalten

Typisch für viele Stammwählerinnen und Stammwähler ist die Tatsache, dass man selten zum Wechselwähler wird. Der Stammwähler geht nicht wählen, um seinem Protest Ausdruck zu verleihen und so fehlt der Partei am Ende eine Menge an Stimmen, die man für den Wahlerfolg gebraucht hätte. Es gibt aber auch solche, die immer eine Partei gewählt haben, aber dann zu einer anderen gewechselt sind, weil sie stets enttäuscht wurden.

So ergibt es sich, dass in nahezu allen Ländern die Großparteien immer mehr an Stammwählerinnen und Stammwählern verlieren und die Parteien nicht wollen oder nicht können, um ihre Arbeit auf diese Wählerschicht abzustimmen. Man fühlt sich alleine gelassen und wendet sich von der Partei ab. Je mehr dies tun, desto schwieriger wird die Lage für die entsprechende Partei.

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Bei den Wahlen muss man die verschiedenen Möglichkeiten der Wahl berücksichtigen. Denn die meisten Wahlen sind Teil der indirekten Demokratie und man wählt Parteien, die die Regierungen oder auch den Gemeinderat zusammensetzen. Die Wahl zum Bundespräsidenten in Österreich ist hingegen Teil der Direkte Demokratie mit der Möglichkeit, als Wählerin oder Wähler direkt die gewünschte Person zu wählen. Dort gibt es auch keine langen Verhandlungen zwischen Parteien für eine Regierungsbildung, sondern eine Mehrheit für eine Person oder eine notwendige Stichwahl.

In der indirekten Demokratie muss man das Wahlsystem noch bedenken. Meist gibt es ein Mehrheitswahlrecht wie etwa in Europa, aber in den USA wird mit dem sehr umstrittenen Verhältniswahlrecht die Präsidentenwahl durchgeführt.

Rund um die Wahlen gibt es viele Begriffe. Man braucht einen Stimmzettel für die Abgabe der Stimme, auch wenn man per Briefwahl seine Stimme kundtun möchte. Dabei kann auch die Möglichkeit der Vorzugsstimme genutzt werden. Als stimmberechtigter Mensch, der eine gültige Stimme abgibt, wird man automatisch zur Wählerin oder zum Wähler. Dabei unterscheidet man gerne den Stammwähler vom Wechselwähler und es gibt auch den Nichtwähler.

Früher gab es stabile Anteile bestimmter Parteien in bestimmten Bezirken oder gar Städten und Regionen, man spricht auch von der Wahlhochburg. Doch das Wählerverhalten hat sich stark verändert, das zeigt auch die Wählerstromanalyse. Interessant am Wahlabend sind auch die Ergebnisse der Hochrechnung sowie der Exit Polls.

Bevor es aber zur Wahl kommt, gibt es den Wahlkampf mit dem Ziel, möglichst viele Stimmen zu gewinnen, ergo die Menschen zu überzeugen. Man nutzt dabei Wahlzuckerl (Wahlversprechen) und präsentiert etwa bei der Nationalratswahl (Deutschland Bundestagswahl) den Spitzenkandidten oder Kanzlerkandidat. Der Wahlkampf wird immer öfter online über die sozialen Medien veranstaltet und die Medien spielen auch sonst eine große Rolle wie bei der Elefantenrunde im Fernsehen oder auch beim TV-Duell. Der Wahlkampf kann sehr sachorientiert ablaufen, aber immer öfter wird er sehr emotional und manchmal auch untergriffig persönlich umgesetzt, Angegriffe sprechen gerne von einer Schmutzkübelkampagne.

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Stammwähler bei WahlgängenArtikel-Thema: Stammwähler und sein Wahlverhalten

Beschreibung: Der 🌍 Stammwähler ist ein solcher, der bei den Wahlgängen ✅ stets die gleiche politische Partei wählt und das oft seit vielen Jahren.

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