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Massenmedien und die Politik

Die Rolle von Radio, Zeitung und Fernsehen

Die Massenmedien spielen in der Demokratie eine große Rolle und sind in der Politik daher ein fixer Begriff, der nicht unproblematisch ist. Unter Massenmedien versteht man alle Medien, die ein breites Publikum aufweisen. Man erreicht viele Menschen durch Magazin und Zeitungen (Printmedien), durch das Fernsehen und durch das Radio. Theoretisch könnte man auch Bücher oder neue Medien wie CD und DVD sowie Blu-ray dazuzählen, die aber für den politischen Alltag keine so wesentliche Rolle spielen. Und man kann auch das Internet nennen, das kein Medium an sich ist, aber zum Beispiel über Livestream und über Videokanäle viele Leute erreichen kann.

Massenmedien und Politik

Warum sind die Massenmedien für die Politik so wichtig? Sie erreichen viele Menschen und können die Meinung dieser stark beeinflussen. Wenn man sich beispielsweise vorstellt, dass alle Zeitungen nur positiv von einer Partei und nur negativ von der anderen berichten, beeinflusst dies nachhaltig die nächsten Wahlergebnisse.

Obwohl die Massenmedien stets neutral agieren sollen und obwohl der Einfluss der Politik völlig abgeschaltet sein sollte, gibt es immer wieder Versuche seitens der politischen Parteien, in die Berichterstattung einzuwirken, um selbst positiv dargestellt zu werden und um unangenehme Berichte zu vermeiden. Umgekehrt haben die Medien auch einen Vorteil, wenn sie gute Inseratquoten und damit Einnahmen bestimmter Parteien haben.

Einfluss der Politik auf Medien

In manchen Ländern haben hohe Politiker direkten Einfluss auf die Medien, beispielsweise in Italien Silvio Berlusconi, was von der politischen Konkurrenz scharf kritisiert wird. Er ist damit in der Lage, seine Partei medienwirksam positiv darzustellen und hat gegenüber den Mitbewerbern wesentliche Vorteile, weil er Millionen an Wählerinnen und Wähler mit seinen Botschaften erreichen kann. Und auf diese Weise konnte er sich mehrfach auch die höchsten Ämter in Italien holen.

Auch in Österreich gibt es immer wieder Diskussionen, wenn Gerüchte entstehen, dass die Regierungsparteien versuchen, im Österreichischen Rundfunk auf die Berichterstattung einzuwirken. Die Medien selbst stehen oft in der Kritik, weil sie ihre berufliche Neutralität verlassen und einem bestimmten politischen Lager zugeschrieben werden, oft zu unrecht.

Entwicklung bei den Massenmedien

Die Politik bekommt immer mehr ein Problem, weil es nicht mehr so leicht zu kontrollieren ist, wer was berichtet. In Österreich gab es mit der Kronenzeitung ein Printmedium mit über drei Millionen Lesern. Steht man dort gut da, hatte man eine starke Position. Zwar hat die Zeitung immer noch viele Leser, aber es gibt Internet, Onlineportale, private Blogs, Livestream, das öffentlich-rechtliche Fernsehen und drei Privatfernsehangebote sowie diverse Radioprogramme. Es ist nicht mehr möglich, überall die Kontrolle zu behalten und das ist gut so, weil dann die Objektivität wieder ein Stück weit zurückkehren kann, wobei eine echte Objektivität gibt es nie - kann es nicht geben.

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