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Hochwasser und Flutkatastrophen

Zu viel Wasser auf zu kleiner Fläche

Als Hochwasser werden Wassermengen bezeichnet, die in Flüssen, Strömen und Seen weit über dem langjährigen Durchschnitt liegen. In den meisten Fällen bedrohen sie umliegende Gebäude oder gleich ganze Ortschaften. Nicht verwechselt werden darf das Hochwasser mit den Wasserbewegungen der Gezeiten, die man von den Ozeanen kennt.

Hochwasser und Überflutungen

HochwasserDas Hochwasser hat es schon immer gegeben, wenngleich die mediale Vernetzung der Gegenwart den Eindruck erweckt, als wären früher die Flüsse nicht oder nicht so oft über die Ufer getreten. Doch das taten sie schon immer in unregelmäßigen Abständen und viele Häuser wurden mehrfach überschwemmt. Im Extremfall gab es richtige Flutkatastrophen, weil das transportierte Wasser mit großer Geschwindigkeit in gefährdete Gebiete kam und einfach nicht gestoppt werden konnte.

Generell entsteht ein Hochwasser durch zwei Szenarien (bezogen auf den deutschsprachigen Raum): entweder gab es im Winter extrem viel Schnee und durch die im Frühjahr erfolgte Schneeschmelze steigt der Wasserspiegel stark an. Dann reicht eine mittelgroße Regenphase ohne weiteres aus, um manche Flüsse zum Übertreten zu bringen. Das andere Szenario ist Dauerregen, der so intensiv ist, dass der Boden das Wasser gar nicht mehr aufnehmen kann.

Starkregen führt zu Hochwasser

Gerade das zweite Szenario tritt immer öfter auf. Wenn es einen starken Regen gibt, ist das solange kein Problem, solange sich die Front weiterbewegt. Beim Jahrhunderthochwasser in Österreich, aber auch in Bayern im Jahr 2002 war die Situation aber so, dass ein Tiefdruckwirbel in Form eines Vb-Tiefs immer neue Regenwolken herangeführt hatte, aber diese bewegten sich kaum weiter. Zusätzlich entluden sie sich mit enormer Intensität auf sehr kleinen Flächen, womit deutlich mehr Regenwasser vom Himmel fiel als bei einem normalen Regen. Damit war der Starkregen als Definition erfüllt und da sich das Tief nicht weiterbewegen konnte, entluden sich diese Wassermassen an immer gleicher Stelle. Diese Regenmengen konnten natürlich nicht bewältigt werden, da die Kanäle schnell vollgelaufen waren und so kam es zu erheblichen Problemen mit dem Rückstau des Wassers ergo entstand ein Hochwasser.

Viele Wissenschaftler diskutieren den möglichen Anstieg der Hochwassergefahren im Zusammenhang mit der globalen Erwärmung. Durch die globale Erwärmung schmelzen die Gletscher, das ewige Eis der Berge, sowie auch das Eis an den Erdpolen. Durch das Abschmelzen des Eises aufgrund der Klimaerwärmung gelangt mehr Wasser in die Atmosphäre und als Folge werden die Regenfälle immer intensiver und diese sind die Hauptursache für Hochwasser.

Nach 2002 gab es 2004 und 2005 weitere große Schäden durch Hochwasser in Österreich und auch in Bayern und in Teilen der Schweiz ist man schon mehrfach von Hochwasser heimgesucht worden. Aber: solche Hochwasser gab es früher auch und damals war der Klimawandel kein Thema. Als aber 2013 ein sehr feuchter Mai in eine Wettersituation gegen Ende Mai und Anfang Juni führte, die enorme Regenmengen von Bayern bis Österreich brachte, war ein nächstes Jahrhunderthochwasser gegeben - nur elf Jahre nach 2002.

Zwar war der Donauraum in Niederösterreich knapp Überflutungen entgangen, aber von Tirol über Salzburg bis Oberösterreich gab es massive Schäden.

Hochwasser durch tropische Wirbelstürme

Hochwasser gibt es aber auch in verschiedenen Formen. Was der Starkregen in Mitteleuropa, ist im großen Stil der Monsunregen etwa in Südostasien von Indien bis China, wodurch regelmäßig ganze Landstriche unter Wasser gesetzt werden können. Viele große Regenmengen fallen in einem längeren Zeitraum auf die gleichen Landstriche und überfluten ganze Regionen.

Zusätzlich gibt es die tropischen Wirbelstürme. Der Tropensturm und ab 118 km/h Hurrikan kann eine ganze Küstenregion fluten, wenn er an Land trifft, was in der Karibik und von Mittelamerika bis zur US-Ostküste passieren kann. Als Zyklon kennt man den Wirbelsturm auch oder man nennt ihn Taifun im westlichen Pazifik. Trifft ein solcher Wirbelsturm dann auch noch auf ein Gebiet in Südostasien, in dem der Monsun besonders stark war, dann gibt es meterhohes Hochwasser.

Der Wirbelsturm ist insofern ein Problem, weil er auch als schwächerer Tropensturm mit 63 bis 118 km/h Windgeschwindigkeit durch seine drehende Charakteristik viele Wolken ansammelt und diese sorgen für intensiven Regen - eine Mischung aus Dauerregen und Starkregen mit zum Teil 400 Liter auf den Quadratmeter. Diese Wassermenge kann der Boden gar nicht aufnehmen und so kommt es unweigerlich zum Hochwasser.

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