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Hochwasser: Sandsack als Schutzmittel

Sandsack: das Hilfsmittel zum Absichern bei Hochwasser

Wenn im Fernsehen gezeigt wird, dass Sandsäcke gefüllt werden oder eine Menschenkette Sandsäcke von Person zu Person weiterreichen, dann weiß man sofort, was der Hintergrund ist: Hochwasser. Denn der Sandsack ist das Hilfsmittel schlechthin, um schlimme Schäden zu verhindern, wobei er auch nicht Wunder wirken kann.

Sandsack als Werkzeug gegen zuviel Wasser

Ein Sandsack kann als Behälter aus Kunststoff oder aus Naturfasern bestehen. Wenn man Sand in einem Lager für längere Zeit aufbewahrt, ist Kunststoff die bessere Wahl. Beim Hochwasser wird aber die Naturfaser verwendet. Der Sack aus Naturfasern wird zu etwas zwei Drittel gefüllt und aufgeschichtet. Jede Schicht wird anders gelegt, wie man es vom Bau einer Hausmauer mit den Ziegeln kennt.

Trifft das Wasser ein, dann saugen sich die Sandsäcke voll und es kommt zu einem Effekt, bei dem die Barriere noch dichter zusammengeführt wird. Genau diese Reaktion ist der Grund, warum Sandsäcke verwendet werden und warum der Sand in Naturfasersäcke eingefüllt wird.

Die Anwendung ist vielfältig. Häufig werden Deiche mit Sandsäcke bestückt, weil diese schon durchweicht sind und deren Absicherungsaufgabe bedroht ist. Wohnhäuser und Geschäftslokale können mit Sandsäcke an der Außenfront bestückt werden, um das Eindringen von Wasser zu verhindern und in vielen Hochwassersituationen haben die Sandsäcke tatsächlich schon das Eindringen verhindern können.

Kampf dem Hochwasser mit Sandsackberge

Es gibt und gab aber auch viele Situationen, in denen all die Mühe nichts genutzt hat. Besonders dramatisch war die Rettungsaktion in Deutschland, als das Wasser der Elbe aus Tschechien kam und der Wasserstand in Dresden und dem näheren Umland immer höher stieg. Eine Unzahl an betroffenen Menschen, Feuerwehrleute, Bundeswehrsoldaten und Freiwilliger hatte Schicht um Schicht an Sandsäcke hochgestapelt, um das Schlimmste zu verhindern.

Aber mit jeder weiteren Stunden wurden Meldungen genannt, wonach das Wasser noch höher steigen würde. Tagelange tobte ein Kampf um jeden Zentimeter und der Pegelstand stieg auf über 11 Meter. Viele Schäden konnten vermieden werden, aber insgesamt war die Katastrophe trotzdem gegeben, weil die Wassermassen ihren Weg suchten.

Ein solcher Kampf wenn auch in kleinerem Ausmaß findet mit Hilfe der Sandsäcke bei vielen Hochwassersituationen statt. Sofort finden sich viele Menschen ein, die mithelfen, die Sandsäcke zu füllen und an Ort und Stelle zu stapeln. Häufig ist dies von Erfolg gekrönt, manchmal ist die Natur aber stärker und der Schaden nicht zu verhindern.

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