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Eingangsrechnung oder ER

Häufiger Beleg in der Buchführung

Die Belege sind die Grundlage für die Arbeit in der Buchführung (oder auch Buchhaltung), denn sie sind die Beweismittel für Ausgaben und Einnahmen eines Unternehmens. Dass man um den Betrag X beim Händler Y eingekauft hat, kann man glauben oder auch nicht, erst ein Beleg bestätigt die Handlung. Zu den wichtigsten Belegen zählt dabei die Eingangsrechnung, denn Einkäufe müssen praktisch alle Unternehmen durchführen und häufig wird nicht gleich gezahlt, sondern auf Ziel eingekauft.

Was ist eine Eingangsrechnung?

Die Eingangsrechnung definiert sich so, dass man eine Rechnung für gelieferte Waren oder durchgeführte Dienstleistungen erhält, deren Gegenwert noch nicht beglichen ist. Würde man sofort zahlen, dann wäre es eine Barrechnung und keine Eingangsrechnung. Die Eingangsrechnung ist eine Einkaufsmethode auf Ziel, also für eine kurzfristige Verbindlichkeit beim Lieferanten. Er hat eine Vorleistung erbracht und wartet nun auf sein Geld. Ob dieses nach drei Tagen bezahlt wird, ob man den Skonto geltend macht oder erst nach den üblichen 30 Tagen zahlt ist für die Eigenheit der Eingangsrechnung nicht wichtig. Die große Unterscheidung ist zur Barrechnung zu sehen, bei der sofort bezahlt wird.

Was gilt es zu beachten?

Buchhaltung Belege: EingangsrechnungFrüher waren die Regeln bei den Rechnungen generell nicht so streng, um für die Buchführung anerkannt zu werden. Gleich blieb, dass es sich um einen Kauf oder eine erbrachte Dienstleistung handeln muss, die mit dem Unternehmen im Zusammenhang steht. Wenn man sich für daheim eine Kaffeemaschine gekauft hat, ist das keine relevante Aktion im Sinne des Unternehmens. Hat man aber Handelswaren bezogen, ist die unternehmerische Relevant gegeben.

Geändert haben sich die Richtlinien in Bezug auf die Rechnung. Die Eingangsrechnung wird nur dann anerkannt, wenn die Steuer-Identifikationsnummer (Österreich: ATU, Deutschland: DE) zu finden ist und zwar sowohl beim Lieferanten als auch beim Empfänger. Es gibt zwar eine Richtlinie, dass erst ab einem bestimmten Betrag diese Vorgabe gilt, aber mittlerweile ist es üblich, die Steuernummer anzuführen. Auf Geschäftspapier ist diese daher stets als Teil des Vordrucks zu finden.

Dass die Angaben vollständig sein müssen, versteht sich von selbst. Dazu gehört die vollständige Adresse beider Handelsteilnehmer und auch das Datum sowie die Angaben, was überhaupt geleistet oder verkauft wurde sowie wann die Leistung erfolgt ist - etwa bei längeren Aufgaben. Also bei Handelswaren die Bezeichnung der Ware, Produktnummern, Anzahl und Preis. Etwaige Rabatte und optionale Skontovereinbarungen sind anzuführen.

Weniger wichtig ist, wie die Rechnung zum Empfänger gelangt. Diese wird mittlerweile häufig per E-Mail zugestellt, oft ist sie auch mit der Ware mitgeschickt und manchmal kommt sie per Post nachträglich. Häufig wird sie in der Buchhaltung mit dem Kürzel ER beschriftet, wobei zusätzlich eine fortlaufende Nummer angeführt wird. Die erste ER des Jahres ist daher ER 1 und dann geht es in der Reihenfolge weiter.

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Welche Belege kennt die Buchführung?

Aufbewahrungspflicht bei Belege

Die Aufbewahrungspflicht der Belege ist eine der Vorschriften und besagt, dass Belege über Jahre aufgehoben werden müssen.

Ausgangsrechnung (Beleg)

Die Ausgangsrechnung wird oft als AR abgekürzt und ist ein Beleg in der Buchführung für selbst durchgeführte Verkäufe oder Dienstleistungen, die noch nicht bezahlt sind.

Bankbelege

Die Bankbelege sind die wichtigsten Buchungsbelege in der Buchführung, weil die meisten Zahlungen über die Bankkonten erfolgen.

Belege / Belegarten

Die Belege sind die Beweise für Einnahmen und Ausgaben im Sinne der Buchhaltung, wobei es die unterschiedlichsten Arten gibt.

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Eingangsrechnung (Beleg)

Die Eingangsrechnung, oft auch ER abgekürzt, ist eine der wichtigsten Belegarten in der Buchführung (Buchhaltung) für Einkäufe durch das Unternehmen auf Ziel.

Fahrtenbuch

Das Fahrtenbuch ist ein Beleg für die Buchhaltung und Lohnverrechnung für die tatsächlich zurückgelegten Kilometer und die unternehmensnotwendigen Fahrten.

Gutschrift an Kunden

Die Gutschrift an Kunden ist in der Buchführung ein Buchungsbeleg, wenn dem Kunden ein Betrag aus welchem Grund immer gutgeschrieben wird.

Gutschrift vom Lieferanten

Die Gutschrift vom Lieferanten ist in der Buchführung das Gegenteil der Eingangsrechnung und reduziert die Schulden beim Lieferanten und ist ein Buchungsbeleg.

Kassabon (Beleg)

Der Kassabon ist in der Buchführung ein Buchungsbeleg als Nachweis für einen tatsächlich durchgeführten Einkauf per Bargeld in einem Handelsunternehmen.

Kassabuch (Beleg)

Das Kassabuch ist eine Sammlung der Kassabelege wie Postgebühren und Einkäufe oder Verkäufe als Grundlage für die Buchführung zum Aufzeichnen der Geschäftsfälle.

Rechnungen

Die Rechnungen wie Ausgangsrechnung und Eingangsrechnung sind wesentliche Belege in der Buchhaltung als Nachweis für Erträge und Kosten.

Versandbeleg

Der Versandbeleg ist ein Beweisstück für die Versandkosten, wobei der Postbeleg als Klassiker gilt, es gibt aber längst auch viele andere Paketdienste mit entsprechenden Kosten.

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