Sie sind hier: Startseite -> Wirtschaft -> Buchhaltung / Buchführung -> Belegarten -> Kassabon (Beleg)

Kassabon in der Buchführung

Nachweis für den Bareinkauf

Wenn man im Supermarkt oder in einem anderen Handelsunternehmen einen Einkauf tätigt, erhält man den Kassabon, der im Volksmund auch als Kassazettel bezeichnet wird. Dabei handelt es sich um den Nachweis für den Einkauf mit den gekauften Produkten und den Einzelpreisen. Somit lassen sich die Preise kontrollieren, aber dieser Kassabon ist für viele Privatpersonen einfach nur lästig, obwohl die Kontrolle kein so schlechter Fehler wäre. Maschinenfehler können ja schnell auftreten - doch für Unternehmen ist der Kassabon viel wichtiger, weil es sich dabei auch um einen Buchungsbeleg für wahre Ausgaben handelt.

Kassabon in der Buchführung

Buchhaltung Belege: KassabonDer Kassabon ist ein Beleg und damit Beweis dafür, dass man einen Einkauf bestimmter Waren getätigt hat. Kauft man Papier für den Drucker, diverses andere Büromaterial oder andere Waren, die man für den Betrieb des Unternehmens benötigt, dann ist dieser Beweis relevant, um die Kosten in der Buchführung anführen zu können und zu dürfen. Die Erinnerung an irgendeinen Einkauf um den Betrag X reicht nicht aus, man muss den Kassabon vorlegen können, damit die Kosten anerkannt werden können.

Da es sich damit um eine Reduktion der Steuerbelastung handelt, weil die Ausgaben steigen, ist eine entsprechende Sorgfalt beim Sammeln der Kassabons anzustreben. Es spielt dabei keine wirkliche Rolle, wie man bezahlt, denn den Bon gibt es sowohl bei der Barzahlung als auch dann, wenn man mit Kreditkarte oder mit Bankomatkarte bezahlt hat. Allerdings werden die Ausgaben dann bei den Bankbelegen ohnehin angeführt, aber mit dem Kassabon hat man zusätzliche Informationen, was eingekauft wurde und kann leichter in der Buchführungsarbeit nachvollziehen, worum es überhaupt gegangen ist.

Lange Zeit war der Kassabon auch mit der Kassa in Verbindung gebracht worden, also mit der Kassa des eigenen Unternehmens, weil man bar bezahlt hat. Das ist auch heute noch zum Teil so, aber es wird immer öfter mit Karte bargeldlos bezahlt, persönlich eingekauft hat man trotzdem und der Beweis ist mit dem Beleg erbracht.

Produkte am Kassabon

Allerdings kann der Kassabon auch zur Falle werden, wenn nur irgendeine Produktnummer angeführt wird. Der Bon verrät dann nicht, was man eigentlich eingekauft hat und wenn die Belege einen Monat später erst gebucht werden, kann das zur Herausforderung werden. Vor allem bei technischen Produkten ist dies häufig der Fall, beispielsweise bei Druckerpatronen oder Computerteilen. Denn die kryptischen Produktbezeichnungen sind längst berüchtigt und daher ist die manuelle Ergänzung, was man da eigentlich gekauft hat, sehr wichtig geworden. Das gilt umso mehr, wenn die Buchführung nicht selbst durchgeführt wird, sondern zum Beispiel von einem externen Steuerberater abgearbeitet wird.

Was steht am Kassabon?

Ein Grundproblem sind die Informationen an sich, denn neben den Produkten und dem Preis muss die Umsatzsteuer richtig ausgeführt werden. Außerdem braucht es wie bei einer Rechnung ab einem bestimmten Betrag das verkaufende Unternehmen samt Umsatzidentifikationsnummer, das aktuelle Datum und an wen verkauft wird. Bei kleinen Beträgen kann der Empfänger entfallen, weil das sonst auch gar nicht im Handel praktikabel wäre, aber bei teureren Einkäufen muss der Empfänger auch mit Adresse und UID-Nummer angeführt sein.

Ebenfalls interessant:

Welche Belege kennt die Buchführung?

Aufbewahrungspflicht bei Belege

Die Aufbewahrungspflicht der Belege ist eine der Vorschriften und besagt, dass Belege über Jahre aufgehoben werden müssen.

Ausgangsrechnung (Beleg)

Die Ausgangsrechnung wird oft als AR abgekürzt und ist ein Beleg in der Buchführung für selbst durchgeführte Verkäufe oder Dienstleistungen, die noch nicht bezahlt sind.

Bankbelege

Die Bankbelege sind die wichtigsten Buchungsbelege in der Buchführung, weil die meisten Zahlungen über die Bankkonten erfolgen.

Belege / Belegarten

Die Belege sind die Beweise für Einnahmen und Ausgaben im Sinne der Buchhaltung, wobei es die unterschiedlichsten Arten gibt.

Eingangsrechnung (Beleg)

Die Eingangsrechnung, oft auch ER abgekürzt, ist eine der wichtigsten Belegarten in der Buchführung (Buchhaltung) für Einkäufe durch das Unternehmen auf Ziel.

Fahrtenbuch

Das Fahrtenbuch ist ein Beleg für die Buchhaltung und Lohnverrechnung für die tatsächlich zurückgelegten Kilometer und die unternehmensnotwendigen Fahrten.

Gutschrift an Kunden

Die Gutschrift an Kunden ist in der Buchführung ein Buchungsbeleg, wenn dem Kunden ein Betrag aus welchem Grund immer gutgeschrieben wird.

Gutschrift vom Lieferanten

Die Gutschrift vom Lieferanten ist in der Buchführung das Gegenteil der Eingangsrechnung und reduziert die Schulden beim Lieferanten und ist ein Buchungsbeleg.

[aktuelle Seite]

Kassabon (Beleg)

Der Kassabon ist in der Buchführung ein Buchungsbeleg als Nachweis für einen tatsächlich durchgeführten Einkauf per Bargeld in einem Handelsunternehmen.

Kassabuch (Beleg)

Das Kassabuch ist eine Sammlung der Kassabelege wie Postgebühren und Einkäufe oder Verkäufe als Grundlage für die Buchführung zum Aufzeichnen der Geschäftsfälle.

Rechnungen

Die Rechnungen wie Ausgangsrechnung und Eingangsrechnung sind wesentliche Belege in der Buchhaltung als Nachweis für Erträge und Kosten.

Versandbeleg

Der Versandbeleg ist ein Beweisstück für die Versandkosten, wobei der Postbeleg als Klassiker gilt, es gibt aber längst auch viele andere Paketdienste mit entsprechenden Kosten.

Soziale Medien

Wir freuen uns, wenn dieser Artikel geteilt wird:

Themenliste:

Zurück zum Hauptthema

Übersicht Belegarten

Startseite Wirtschaft