Sie sind hier: Startseite -> Wirtschaft -> Buchhaltung / Buchführung -> Belegarten -> Gutschrift an Kunden

Gutschrift an Kunden

Buchungsbeleg für den gutgeschriebenen Betrag

Üblicherweise ist der Kunde als Privatperson oder auch als Unternehmen in der Buchführung der Empfänger einer Ausgangsrechnung, nachdem Waren verkauft oder Dienstleistungen erbracht wurden. Mit dem Ausgleich der Ausgangsrechnung fließt wieder Geld in die Kassa und damit kann man weiterarbeiten. Es gibt aber auch den umgekehrten Fall in Form einer Gutschrift und auch dann liegt ein Buchungsbeleg für die Buchführung vor.

Gutschrift an Kunden als Buchungsbeleg

Buchhaltung Belege: Gutschrift an KundenDie Gutschrift dreht den eigentlichen Vorgang um, den man sonst von den Kunden und den Ausgangsrechnungen her kennt. Üblicherweise wird in der Buchführung die Ausgangsrechnung so verbucht, dass die Forderungen an den Kunden steigen (= Schulden der Kunden an unserem Unternehmen) und gleichzeitig auch die Erlöse und der Betrag der Umsatzsteuer. Kommt es aber zu einer Gutschrift, dann dreht sich die Sache um und die Schulden werden geringer, auch die Erlöse und die Umsatzsteuer werden reduziert.

Wann aber ist eine solche Gutschrift überhaupt ein Thema?
Wenn man dem Kunden auf der Rechnung die Möglichkeit eines Skontoabzugs einräumt, braucht es keine Gutschrift. Nur beim Verbuchen ist zu beachten, dass der Skonto verbucht wird, sodass die ursprüngliche Ausgangsrechnung auch vollständig ausgeglichen wird. Auch ein sofort eingeräumter Rabatt ist kein Thema. Anders sieht es aus, wenn zum Beispiel Mängel aufgetreten sind und eine eigene Gutschrift erstellt wird, wodurch sich der ursprüngliche Rechnungsbetrag nachträglich reduziert.

Eine andere Möglichkeit besteht darin, dass man zum Beispiel treuen Kunden eine Gutschrift einräumt, weil sie besonders viel eingekauft haben. Man könnte das auch als Treuebonus oder Mengenrabatt bezeichnet, wobei häufig die letzte Rechnung als Referenz herangezogen wird. Das heißt, dass sich die letzte Ausgangsrechnung um den Betrag der Gutschrift reduziert und der Kunde weniger zahlen muss.

Gutschrift in der Buchführung

Für die Gutschrift gelten die gleichen Spielregeln wie für die Rechnung selbst. Es müssen Anbieter und Empfänger mit vollständiger Adresse angeführt sein, dazu braucht es das aktuelle Datum, die Umsatzsteueridentifikationsnummer sowie natürlich den Grund für die Gutschrift, meist eine Referenz zu einer bereits erstellten Ausgangsrechnung.

Jedenfalls muss die Gutschrift auch für Außenstehende nachvollziehbar sein und mit dem unternehmerischen Bereich in Zusammenhang stehen. In der Buchführung werden die Gutschriften häufig mit BA und einer fortlaufenden Nummer beschriftet. BA steht dabei für Buchungsanweisung.

Ebenfalls interessant:

Welche Belege kennt die Buchführung?

Aufbewahrungspflicht bei Belege

Die Aufbewahrungspflicht der Belege ist eine der Vorschriften und besagt, dass Belege über Jahre aufgehoben werden müssen.

Ausgangsrechnung (Beleg)

Die Ausgangsrechnung wird oft als AR abgekürzt und ist ein Beleg in der Buchführung für selbst durchgeführte Verkäufe oder Dienstleistungen, die noch nicht bezahlt sind.

Bankbelege

Die Bankbelege sind die wichtigsten Buchungsbelege in der Buchführung, weil die meisten Zahlungen über die Bankkonten erfolgen.

Belege / Belegarten

Die Belege sind die Beweise für Einnahmen und Ausgaben im Sinne der Buchhaltung, wobei es die unterschiedlichsten Arten gibt.

Eingangsrechnung (Beleg)

Die Eingangsrechnung, oft auch ER abgekürzt, ist eine der wichtigsten Belegarten in der Buchführung (Buchhaltung) für Einkäufe durch das Unternehmen auf Ziel.

Fahrtenbuch

Das Fahrtenbuch ist ein Beleg für die Buchhaltung und Lohnverrechnung für die tatsächlich zurückgelegten Kilometer und die unternehmensnotwendigen Fahrten.

[aktuelle Seite]

Gutschrift an Kunden

Die Gutschrift an Kunden ist in der Buchführung ein Buchungsbeleg, wenn dem Kunden ein Betrag aus welchem Grund immer gutgeschrieben wird.

Gutschrift vom Lieferanten

Die Gutschrift vom Lieferanten ist in der Buchführung das Gegenteil der Eingangsrechnung und reduziert die Schulden beim Lieferanten und ist ein Buchungsbeleg.

Kassabon (Beleg)

Der Kassabon ist in der Buchführung ein Buchungsbeleg als Nachweis für einen tatsächlich durchgeführten Einkauf per Bargeld in einem Handelsunternehmen.

Kassabuch (Beleg)

Das Kassabuch ist eine Sammlung der Kassabelege wie Postgebühren und Einkäufe oder Verkäufe als Grundlage für die Buchführung zum Aufzeichnen der Geschäftsfälle.

Rechnungen

Die Rechnungen wie Ausgangsrechnung und Eingangsrechnung sind wesentliche Belege in der Buchhaltung als Nachweis für Erträge und Kosten.

Versandbeleg

Der Versandbeleg ist ein Beweisstück für die Versandkosten, wobei der Postbeleg als Klassiker gilt, es gibt aber längst auch viele andere Paketdienste mit entsprechenden Kosten.

Soziale Medien

Wir freuen uns, wenn dieser Artikel geteilt wird:

Themenliste:

Zurück zum Hauptthema

Übersicht Belegarten

Startseite Wirtschaft