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Rechtsfahrgebot im Straßenverkehr

Rechts einordnen

In den meisten Ländern gilt das Rechtsfahrgebot. Damit ist gemeint, dass man sich beim Autofahren auf dem rechten Fahrstreifen bewegt und nur zum Überholen, soweit zulässig, auf den linken oder einen der linken (bei mindestens drei Fahrstreifen) Fahrstreifen wechselt, um den Überholvorgang vorzunehmen.

Was bedeutet das Rechtsfahrgebot im Straßenverkehr?

Mit dem Rechtsfahrgebot soll der flüssige Verkehr sichergestellt werden. Es macht wenig Sinn, wenn man auf der Autobahn eine dreispurige Fahrbahn zur Verfügung hat und in der linken Spur fährt jemand mit 80 Kilometer pro Stunde, während rechts davon viel schneller gefahren wird. Daher orientiert sich der Verkehr durch die Geschwindigkeit von rechts nach links. Langsame Fahrzeuge wie beispielsweise Lastkraftwagen fahren daher bei zweispurigen Fahrbahnen immer rechts, bei dreispurigen Fahrbahnen nutzen sie den Mittelstreifen, um Kollegen zu überholen.

Die Ausnahme ist im Stadtverkehr zu sehen, denn dort gilt das Rechtsfahrgebot nicht. Wenn man zum Beispiel auf einer Durchzugsstraße mit zwei Fahrspuren in Fahrtrichtung unterwegs ist, spielt es keine Rolle, ob man links oder rechts fährt. Da man sich auch entsprechend einordnen muss, um wie geplant später abbiegen zu können, würde das Rechtsfahrgebot auch keinen Sinn machen. Zudem würde das tägliche Verkehrsaufkommen, das ohnehin auf den Hauptverbindungen Staus produziert, noch ein viel größeres Verkehrschaos verursachen.

Ein ganz großes Thema ist das Rechtsfahrgebot aber auf der Autobahn und sorgt dort für reichlich Ärger und auch für ironische Beiträge in den sozialen Netzwerken des Internets ("eben gefunden: die rechte Fahrspur!").

Problemfall Rechtsfahrgebot auf Autobahnen

Ein großes Problem stellen Autofahrerinnen und Autofahrer dar, die mit geringerer Geschwindigkeit unterwegs sind und sich nicht an das Rechtsfahrgebot halten. Diese fahren beispielsweise in der linken Spur einer Autobahn mit 90 km/h und von hinten kommen mit weit höherer Geschwindigkeit weitere Fahrzeuge. Statt in die rechte Fahrspur zu wechseln, bleiben sie aber im linken Fahrstreifen und die nachkommenden Fahrzeuglenkerinnen und Fahrzeuglenker wissen aber, dass sie rechts nicht überholen dürfen und müssen stark bremsen. Solche Situationen können zu gefährliche Unfälle führen, weshalb immer im Sinne des Rechtsfahrgebotes agiert werden muss.

Das gilt auch für dreispurige Autobahnen, bei denen das Phänomen zu entdecken ist, dass die Mittelspur gut gefüllt ist, links wird überholt und rechts fährt außer den LKWs fast niemand. Dabei würden viele sich auf der rechten Fahrspur ohne weiteres einordnen können, zumal diese meist nicht viel schneller fahren als die Lastkraftwagen.

Wer sich in dieser Situation richtig verhält und zügig fährt, muss von der rechten Fahrspur zwei Spuren nach links kreuzen, um überholen zu können. Dann verlässt man die links Fahrspur wieder und kreuzt wieder zwei Fahrspuren, um rechts - wie es sein sollte - weiterfahren zu können. Grund: ein langsameres Fahrzeug ist auf der Mittelspur statt auf der rechten unterwegs.

Artikel-Infos

Rechtsfahrgebot im StraßenverkehrArtikel-Thema:
Rechtsfahrgebot im Straßenverkehr
Beschreibung: Das 🚘 Rechtsfahrgebot bedeutet, dass man außerhalb der Ortsgebiete den ✅ rechten Fahrstreifen wählen muss - was aber nicht jeder so durchführt.