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Nichtsättigungsgüter und ihre Nachfrage am Markt

Steigende Nachfrage losgelöst vom Einkommen

Der Mensch verändert sein Konsumverhalten mit der Veränderung des Einkommens. Menschen mit geringem Einkommen müssen auf billige Lebensmittel zurückgreifen, um sich ernähren zu können und mit dem Geld über die Runden zu kommen. Diese Lebensmittel - klassisches Beispiel: Kartoffeln - werden weniger nachgefragt, wenn das Einkommen ansteigt.

Es gibt aber Güter, die bei jedem Einkommen gefragt sind wie die Sättigungsgüter. Milch trinkt zum Beispiel der reiche Mensch genauso wie der arme und das Einkommen spielt keine Rolle, allerdings nur bis zu einem bestimmten Punkt, den man Sättigungspunkt nennt. Ganz anders läuft es bei den Nichtsättigungsgütern.

Was sind Nichtsättigungsgüter?

Die Nichtsättigungsgüter sind jene Güter, die bei immer höherem Einkommen immer öfter verlangt werden und die keinen Sättigungspunkt kennen. Teurer Schmuck und Luxusartikel sind dann besonders gerne genannt. Man braucht diese Dinge nicht, aber man kann sie sich leisten und sie gefallen.

Grundlage für diese Überlegungen ist die Einkommenselastizität, bei der untersucht wird, wie sich die Nachfrage verändert, wenn sich das Einkommen verändert. Dabei wird auf ein einzelnes Produkt Bezug genommen, zum Beispiel ein Liter Milch und die Frage, ob dieser mehr oder weniger eingekauft wird, wenn man mehr oder weniger Geld zur Verfügung hat. Nichtsättigungsgüter sind vor allem ein Thema bei einer finanziellen Verbesserung.

Nichtsättigungsgüter in der Praxis

Beispiele für Nichtsättigungsgüter sind Luxuswaren, Luxusautos, Jachten, Immobilien, Gold, Schmuck und dergleichen mehr. Je höher das Einkommen ist, umso mehr wird nach solchen Produkten verlangt, während man in einem reichen Haushalt kaum die billigen Lebensmittel erblicken wird, die bei niedrigsten Einkommen notwendig sind, um mit den geringen Mitteln das Auslangen zu finden.

Nichtsättigungsgüter sind aber den inferioren Gütern durchaus ähnlich, denn das eine wird durch das andere ersetzt. Trinkt man bei geringem Einkommen irgendeinen billigen Fruchtsaft, so trinkt man bei hohem Einkommen noch immer einen Fruchtsaft, aber von weit höherer Qualität. Man spricht dann auch vom superioren Gut, das das inferiore ersetzt. Gibt es kein superiores Gut, dann wird das inferiore auch nicht ersetzbar. Deshalb bleibt die Milch als Sättigungsgut zwar nur bis zu einem bestimmten Punkt gefragt, aber die Nachfrage nimmt nicht ab, egal wie reich man geworden ist.

Mode, schicke und teure Uhren und andere Lifestyle-Artikel sind hingegen Nichtsättigungsgüter. Man hat einen ganzen Schrank voll Kleidung, aber dennoch wird weiter eingekauft, weil man es sich leisten kann. Eine finanziell eingeschränkte Familie kauft Kleidung, die nötig ist, in einem finanziell gut bestückten Haushalt hingegen Kleidung, die man einfach kaufen möchte.

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Die Güter gibt es in den unterschiedlichsten Formen und Bereichen und so braucht es auch verschiedene Begriffe, zumal Güter auch verschiedene Ziele beinhalten können oder verschiedene Reaktionen auslösen. Es gibt dabei die Unterscheidung der Konsumgüter und der Produktionsgüter sowie auch der Sachgüter. Eine spezielle Form sind die Rechte.

Die Güter können aber verschiedene Charakterzüge aufweisen - weniger die Güter selbst, sondern die Konsumenten. Sie können bei höheren Einkommen andere Güter wählen oder zusätzlich zum ausgesuchten Angebot Zubehör aussuchen. Solche Reaktionen führten zu Begriffen wie Komplementärgüter und inferiore Güter sowie Substitutionsgüter. Man unterscheidet auch Nichtsättigungsgüter und Sättigungsgüter.

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Nichtsättigungsgüter am MarktArtikel-Thema: Nichtsättigungsgüter und ihre Nachfrage am Markt

Beschreibung: Die 📊 Nichtsättigungsgüter sind solche, die auch bei hohem Einkommen ✅ immer gefragt sind und bei denen es keine Sättigung gibt.

letzte Bearbeitung war am: 17. 10. 2021

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