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Lager und Lagerhaltung

Organisation ist gefragt

Dass das Lager ein Ort in einem Unternehmen ist, in dem Material und Verbrauchsgegenstände aufbewahrt werden, darf als bekannt vorausgesetzt werden. Doch immer öfter stellt man fest, dass das Lager stets kleiner wird. Viele Menschen ärgern sich über die lange Zustelldauer von Möbelhäuser, weil es kaum mehr ein Produkt lagern gibt. Warum eigentlich?

Lager und seine Aufgaben

Das Lager ist ja an sich eine wichtige Funktion im anbietenden Unternehmen. Man braucht ein Material, fordert es im Lager an und bekommt es geliefert und somit kann weitergearbeitet werden. Der Haken ist: das Lager kostet Geld. Viel Geld sogar, weshalb es eine gute Lagerverwaltung braucht, die man mit dem Begriff Materialwirtschaft verbindet.

Im Zusammenhang mit dem Lager gibt es zwei negative Szenarien: schlecht ist es, wenn man unzählige Kugelschreiber im Lager herumstauben hat, die nicht benötigt werden. Um das Geld hätte man schon wieder tatsächlich benötigte Waren und Materialien anschaffen können. Ebenso negativ ist aber auch die Situation, dass man einen Kugelschreiber braucht, um weiterarbeiten zu können, doch die Anfrage im Lager ergibt, dass es derzeit keine gibt. Zwar ist dies ein sehr überzeichnetes Beispiel, aber damit wird die Problematik der Lagerverwaltung klar.

Einerseits muss dafür gesorgt werden, dass das Material und alle Verbrauchsgüter für die einzelnen Unternehmensteile jederzeit zur Verfügung stehen. Andererseits darf nicht zuviel zu früh angeschafft werden, um Kosten zu sparen. Das gilt für einen Dienstleistungsbetrieb und das Material zum Arbeiten genauso wie auch für den Herstellungsbetrieb, der Rohstoffe braucht.

Lager und Entscheidungen

Es hängt natürlich auch vom Unternehmen und vom Geschäftsfeld ab, wie groß das Lager optimalerweise sein sollte und ob man ein Lager überhaupt braucht. Dass Handelsunternehmen wie die im obigen Beispiel genannten Möbelhäuser ihre Lager stark reduzieren ist eine Konsequenz aus den Kosten für die Lagerhaltung. Andere Unternehmen punkten aber gerade deshalb, weil sie praktisch alles und jederzeit zur Verfügung haben.

Beide Situationen werden täglich oft erlebt und müssen durch die Kostenrechnung, gute Verhandlungen mit Lieferanten und einer gründlichen Analyse des Bedarfs hinterfragt und gegebenenfalls angepasst werden. Ein wesentlicher Baustein in all den Überlegungen sind auch die Statistiken, die Teil der Lagerverwaltung sein müssen. Sie bieten einen Überblick, wie oft Produkte benötigt werden und für die Herstellung eingesetzt werden oder im Falle eines Handelsbetriebes verkauft werden. Ladenhüter kommen raus, oft benötigte Waren werden häufiger bestellt und bekommen mehr Platz.

Steigert man die Effizienz, kann ein Lager auch ein Argument für mehr Geschäftserfolg sein.

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