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Betriebskennzahlen für die Analyse

Beurteilung der Wirtschaftlichkeit

Betriebskennzahlen helfen den Führungskräften in einem Unternehmen, um den aktuellen Status in Sachen Wirtschaftlichkeit feststellen zu können. Unter Betriebskennzahlen fasst man alle Zahlen zusammen, die auf direkte Weise eine Aussage über die Effektivität treffen können.

Betriebskennzahlen: Arten von Analysen

Dabei unterscheidet man drei Arten von Zahlenmaterial. Die Gliederungszahlen beziffern einen Teilbereich, beispielsweise die Angabe, dass die Maschinen 20% des gesamten Anlagevermögens betragen ist eine Gliederungszahl. Die Gliederungszahl hebt daher das Verhältnis des beurteilten Bereiches in Relation zur Gesamtgröße hervor.

Beziehungszahlen stellen zwei Zahlen in direkte Beziehung. Beispielsweise die Aussage, dass 1999 um 5% mehr Umsatz erzielt wurde als 1998 ist eine solche Darstellung.

Der dritte Bereich der Betriebskennzahlen betrifft die Indexzahlen. Indexzahlen stellen ein Verhältnis zu einer Basis dar, um einen Vergleich herstellen zu können. So könnte beispielsweise der Absatz des Produktes X im Jahr 1998 als Basis von 100 gesetzt werden. Im Jahr 1999 würde dann der Index höher oder niedriger sein, beispielsweise 103, wenn sich der Absatz um 3 Prozent gesteigert hat. Diese Methode wird auch bei der Angabe der Inflationsrate genutzt.

Die Betriebskennzahlen können nicht nur nach ihrer Art, sondern auch nach ihrer Funktion unterteilt werden.

Wirtschaftlichkeit

Die Wertschöpfung lässt sich durch die Betriebskennzahl der Wirtschaftlichkeit errechnen, indem die Leistung durch die Kosten dividiert werden. Alternativ kann man die Erträge durch die Aufwände rechnen.

Produktivität

Bei der Produktivität wird die mengenmäßige Ertrag dem Einsatz gegenübergestellt.

Rentabilität

Bei der Finanzierung ist die Betriebskennzahl der Kapitalrentabilität sehr entscheidend. Die Rentabilität kann sowohl für das Eigenkapital, für das Gesamtkapital, aber auch für den Umsatz berechnet und damit analysiert werden.

Liquität

Die Kennzahl der Liquidität ist sehr wichtig. Hier wird das verfügbare Zahlungsmittel mit 100 multipliziert und durch die Verbindlichkeiten dividiert. In allen Fragen der Unternehmensfinanzierung spielt diese Kennzahl eine große Rolle.

Working Capital

Bei der Beurteilung der finanziellen Möglichkeiten ist zudem das Working Capital zu berücksichtigen. Bei dieser Betriebskennzahl werden vom Umlaufvermögen die kurzfristigen Verbindlichkeiten und Rückstellungen abgezogen. Je höher der so ermittelte Wert des Working capital ist, umso höher ist auch der Kreditspielraum, die Bonität und natürlich auch die Liquidität.

Cash flow

Der Cash flow, zu deutsch Geldfluss oder Kassenfluss, zeigt den Überschuss der Einnahmen über die Ausgaben für eine bestimmte Zeitspanne. Bei seiner Berechnung werden Abschreibungen, Buchwert und Rücklagen berücksichtigt, um ein genaueres Ergebnis zu erhalten.

Return on investment

Return on investment, ROI abgekürzt, ist eine Zusammenfassung der Umsatzrentabilität und der Vermögensumschlagshäufigkeit. Berechnet wird der ROI, indem man die Umsatzrentabilität mit der Vermögensumschlagshäufigkeit multipliziert.

Der ROI lässt sich steigern, indem der Gewinn erhöht wird, während der Umsatz gleich bleibt oder indem der Umsatz erhöht wird, aber das Gesamtvermögen auf gleichem Niveau verbleibt.

Unternehmenslexikon: Betriebskennzahlen

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      Betriebskennzahlen für die AnalyseArtikel-Thema: Betriebskennzahlen für die Analyse

      Beschreibung: Die Betriebskennzahlen sind errechnete Werte im Unternehmen, um die Wirtschaftlichkeit auf verschiedenen Ebenen hinterfragen zu können.

      letzte Bearbeitung war am: 26. 06. 2020