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Umsatzsteuer und Buchhaltung

Versteuerung der Umsätze durch Unternehmen

Die Umsatzsteuer ist eine der wichtigsten Steuern und besteuert den Verkauf von Waren und auch die Dienstleistungen eines Unternehmens. Sie gilt als typische Verkehrssteuer, weil sie nicht einmal berücksichtigt wird, sondern bei jeder weiteren Handlung wieder in Rechnung gestellt wird.

Beispiel der Umsatzsteuer

Wenn man von einem Computer ausgeht, der vom Unternehmen A erzeugt wird, so wird dieser Computer an den Großhändler verkauft. Bei diesem Verkauf wird der Warenwert zuzüglich der Umsatzsteuer verrechnet. Der Großhändler verkauft den Computer weiter an den Einzelhändler oder an Handelsketten. Auch hier wird der neu ermittelte Warenwert zuzüglich der Umsatzsteuer in Rechnung gestellt.

Und auch der Einzelhändler, der an den eigentlichen Konsumenten verkauft - wobei das auch ein Unternehmen sein kann - schlägt die Umsatzsteuer auf den Verkaufspreis auf. Somit wird in jeder Phase des Handels die Umsatzsteuer hinzugefügt, um den Gesamtrechnungsbetrag zu ermitteln.

Angabe der Umsatzsteuer

Die Umsatzsteuer muss seperat als Betrag auf jeder Rechnung ausgewiesen werden. Ausnahme von dieser Regel sind nur kleine Rechnungsbeträge bis zu einer bestimmten Grenze, die vom Finanzministerium bestimmt wird. In diesem Fall steht auf der Rechnung "inklusive 20% Mehrwertsteuer", ohne dass der Betrag ausgewiesen ist. Doch selbst bei kleinen Rechnungen ist es für Unternehmen ratsam, eine Steuerrechnung zu verlangen, zum Beispiel im Supermarkt oder auch beim Einkauf von Büromaterial. Auf dieser ist abseits der üblichen Kassabons die genaue Steuerberechnung auch enthalten.

Denn wenn ein Unternehmer auch Kunde und vorsteuerabzugsberechtigt ist, muss er einen Nachweis für die unternehmerischen Ausgaben vorlegen können und dazu gehört auch die entsprechende Angabe der Steuer in Prozenthöhe und als Betrag.

Umsatzsteuer und Vorsteuerabzug

Für Unternehmen gibt es die Möglichkeit der Vorsteuerabzugsberechtigung. Das bedeutet, dass man die Steuerschuld durch den Verkauf (Umsatzsteuer) durch die Vorsteuer beim Einkauf reduzieren kann. Wenn ein Unternehmen eine Ware um 6.000,-- + 20% = 1.200,-- ergo 7.200,-- verkauft, müsste es 1.200,-- Euro an Steuern abführen. Davor gab es aber einen Einkauf um 4.000,-- + 20% = 800,-- ergo 4.800,--. Diese 800,-- Euro sind die Vorsteuer, die man von der Steuerschuld abziehen darf, wenn man eine Vorsteuerabzugsberechtigung besitzt. Somit sind nicht EUR 1.200,-- zu bezahlen, sondern EUR 400,--.

Des weiteren ist zu beachten, dass die Umsatzsteuer verschiedene Steuersätze kennt. Diese Steuersätze sind auch von Land zu Land unterschiedlich. In Österreich gibt es den normalen Steuersatz von 20% für alle Lieferungen und sonstige Leistungen. Dazu gibt es den ermäßigten Steuersatz von 10% für Lebensmittel, landwirtschaftliche Produkte oder beispielsweise auch Bücher.

EU-weit gab es mehrfach den Wunsch nach einheitlichen Regeln bei der Umsatzsteuer, aber dieser wurde bisher nicht erfüllt, sodass es völlig unterschiedliche Höhen bei der Umsatzsteuer gibt. Diese Steuer ist eine wichtige Einnahmequelle für jeden Staat.

Umsatzsteuer und Buchhaltung

Letztlich spielt nicht nur die Zahlung an das Finanzamt und die Einnahme des Staates eine Rolle, das Unternehmen muss die Buchhaltung auch entsprechend gestalten. Jede steuerwirksame Zahlung und Einnahme ist entsprechend zu verbuchen, sodass man auch gut nachvollziehen kann, wie es zum Gesamtbetrag der Steuerforderung (Zahllast) kommt. Die Vorsteuer reduziert die Steuerbelastung, die Umsatzsteuer erhöht sie. Der Saldo dieser beiden Größen ist jener Betrag, der für eine bestimmte Zeitspanne zu zahlen ist, meist für einen Monat.

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Die Arten der Buchhaltung untergliedern eigentlich zwei wesentliche Systeme, nämlich die doppelte Buchhaltung und die Einnahmen-Ausgaben-Rechnung abhängig von der Art des Unternehmens und vor allem Größe und Umsatz. Einzelunternehmer werden eher zweiteres System einsetzen, der Normalfall ist die doppelte Buchhaltung und so wird das auch in den Wirtschaftsschulen gelehrt.

Die Buchhaltung unterliegt strengen Vorschriften, um ein nachvollziehbares und korrektes Ergebnis erzielen zu können. Das betrifft die Belegverwaltung genauso wie auch die Genauigkeit beim Buchen. Ein wichtiges Detail und natürlich auch ein Ziel der Buchhaltung ist die Ermittlung der Steuerbeträge, die abzuführen sind. Damit finanziert sich der Staat mit seinen Ländern und Gemeinden. Indirekte Steuern sind dabei ein Thema wie die Vorsteuer und die Umsatzsteuer abhängig von der Situation. Die Vorsteuer ist bei der Eingangsrechnung wichtig, die Umsatzsteuer hat ihre Gültigkeit bei Ausgangsrechnungen.

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Umsatzsteuer in der BuchhaltungArtikel-Thema: Umsatzsteuer und Buchhaltung

Beschreibung: Grundlagen zur Umsatzsteuer und zur Ausweisung des Steuerbetrags auf Rechnungen und die Bedeutung in der Buchhaltung.

letzte Bearbeitung war am: 09. 12. 2020

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