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Initiativbewerbung oder unaufgeforderte Bewerbung

Sich für einen Arbeitsplatz empfehlen

Die Personalsuche als Teil der Personalwerbung lässt sich nicht auf ein paar grundsätzliche Verfahrensoptionen reduzieren. Je nach Größe des Unternehmens, Personalbedarf und Bekanntheit gibt es viele verschiedene Wege, wie man zu geeigneten Menschen kommen kann, die im Unternehmen mitarbeiten wollen und können. Es gibt aber auch Wege, bei denen das Unternehmen gar nicht tätig wird. Ein solcher ist die Initiativbewerbung.

Was ist eine Initiativbewerbung?

Als Initiativbewerbung bezeichnet man eine Bewerbung vor allem von jungen Menschen, die von sich aus sich an das Unternehmen wenden in der Hoffnung, dadurch einen Arbeitsplatz zu finden. Manchmal handelt es sich aber gar nicht um einen dauerhaften Arbeitsplatz, sondern um den Wunsch, ein Sommerpraktikum als Ferialjob erreichen zu können, um in die Arbeitswelt hineinzuschnuppern. Solche Bewerbungen werden heute schon großteils per E-Mail versandt, waren bis vor kurzen in der klassischen Briefform umgesetzt worden.

Das E-Mail bietet neue Möglichkeiten, denn man kann ohne großem Aufwand viele verschiedene Unternehmen kontaktieren, um die Mitarbeit anzubieten. Daher werden nicht nur die traditionell großen Unternehmen, die man mit ihrer Marke und ihren Aufgaben gut kennt, kontaktiert, sondern auch kleinere Unternehmen, teilweise sogar Einzelunternehmen. Mit abgefragten Firmenlisten, die im Internet auch von den Wirtschaftsverbänden angeboten werden, erreicht man sehr schnell sehr viele Personalentscheider - sei es eine Personalabteilung, eine Mitarbeiterin, die für die Einstellung verantwortlich ist oder der Firmenchef oder die Firmenchefin selbst.

Initiativbewerbung und Nutzen für Unternehmen

Für die Personalsuche aus Sicht des Unternehmens ist die Initiativbewerbung eine zu hinterfragende Form der Auswahl. Große Unternehmen bekommen im Laufe eines Jahres eine Unzahl solcher Bewerbungen und häufig ist die Auswahl gar nicht zu treffen, weil der Lebenslauf und die Zeugnisse wenig darüber aussagen, ob eine Mitarbeit überhaupt möglich ist oder ob dieser betreffende Mensch in das Unternehmen passt. Andererseits erhält man neue Kontaktadressen, um sich an Menschen zu wenden, die vielleicht doch in Frage kommen, sodass die Effizienz je nach eigener Situation unterschiedlich ist.

Es kann durchaus vorkommen, dass eine Bewerbung für einen Einzelunternehmer zur rechten Zeit kommt, weil man sich gerade überlegt hat, dass man jemanden einstellen möchte und wenn diese Bewerberin oder der Bewerber gut passt, dann hat man sich viel Zeit bei der Personalsuche erspart, zumal eine Ausschreibung bedeuten kann, dass man ein paar hundert Bewerbungen als Reaktion erhält.

Aus Sicht der Bewerberinnen und Bewerber ist die Initiativbewerbung ein oft frustrierendes Prozedere, weil viele Unternehmen aufgrund der Massen an Anfragen gar keine Antwort schreiben und man daher nicht weiß, ob man Chancen hat oder nicht. Dabei muss man beide Seiten sehen. Denn es ist natürlich verständlich, dass man eine Antwort auf die Bewerbung erwartet, aber es ist umgekehrt genauso verständlich, dass man nicht ständig ein paar hundert oder gar ein paar tausend Bewerbungen beantwortet. Von der Masse wissen die häufig jungen Leute aber gar nichts und sind verärgert. Durch das Internet ist die Bewerbung leichter geworden, die Jobbörsen steigern diesen Faktor zusätzlich und für die Personalabteilungen oder gar für eine Firmenchefin oder einen Firmenchef eines kleinen Unternehmens ist der Arbeitsaufwand enorm angestiegen und teilweise gar nicht mehr zu bewältigen.

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