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Gehalt/Lohn: Zusatzleistungen oder Lohnerhöhung

Gehalt: Zusatzleistungen oder Lohnerhöhung?

Es muss nicht immer Bargeld sein. Das Marktforschungsinstitut Corporate Research Foundation (CRF) hat eine Studie veröffentlicht, aus der hervor geht, dass ein Erbringen von Zusatzleistungen in deutschen Unternehmen weit verbreitet ist. Demnach stellt ein großer Teil der mittleren und großen Unternehmen ihren Mitarbeitern Laptops oder Netbooks zur Verfügung, andere Firmen zahlen Provisionen im Rahmen einer Erfolgsbeteiligung und auch eine Firmenwagenregelung wird in etlichen Unternehmen praktiziert. Es gibt aber noch viele weitere attraktive Zusatzleistungen, die Ihnen und auch Ihrem Arbeitgeber Vorteile verschaffen können.

Bei Gehaltserhöhungen an Steuern und Sozialleistungen denken

Zusatzleistungen machen sich zwar nicht direkt auf dem Konto bemerkbar, können sich aber doch als weitaus lohnenswerter gegenüber einer "normalen" Gehaltserhöhung erweisen. Wenn Sie nämlich die Steuern und entsprechende Sozialleistungen von dem durch die Lohnerhöhung erhaltenem Geld abziehen, bleibt von der ursprünglich ordentlichen Erhöhung ein geringerer Betrag als erhofft über. Daher sollten Sie vor Gehaltsverhandlungen mit Ihrem Chef genau Ihre Lohnabrechnungen studieren. So können Sie zeitnah feststellen, wie hoch die Gehaltserhöhung ausfallen sollte, damit ein für Sie akzeptabler Betrag übrig bleibt. Auf der Webseite http://www.die-gehaltsabrechnung.de/finden Sie zusätzliche Informationen rund um Lohn- und Gehaltsabrechnungen.

Alternative Vergütungsformen können geldwerte Vorteile darstellen

Wenn Sie allerdings alternative Vergütungsformen in Anspruch nehmen, sollten Sie sich zwingend im Vorfeld einen entsprechenden Expertenrat einholen. Alternative Vergütungsformen werden vom Finanzamt nämlich als geldwerte Vorteile behandelt und unterliegen somit der Besteuerung. Das Finanzamt argumentiert, dass Sie zwar in erster Instanz nicht über ein zusätzliches Einkommen verfügen, Ihnen die erhaltene Zusatzleistung aber einen wirtschaftlichen Vorteil bringt. Informieren Sie sich daher rechtzeitig bei den maßgeblichen Stellen, worauf Sie bei einer Zusatzleistung achten müssen, damit sie sich auch als wirklich rentabel gegenüber der klassischen Gehaltserhöhung erweist.

Möglich bei großen Unternehmen: Aktienpakete statt Lohnerhöhung

Falls Sie in einem größeren Unternehmen tätig sind, können Sie sich eine Gehaltserhöhung beispielsweise in Form von Aktienpaketen auszahlen lassen. Diese Vorgehensweise ist allerdings nur dann realisierbar, wenn es sich bei Ihrem Arbeitgeber um eine Aktiengesellschaft handelt. Der Großteil der Dax-30-Konzerne bieten Ihren Mitarbeitern beispielsweise Belegschaftsaktien mit fest gelegtem definiertem Abschlag oder andere Aktienoptionen an. Sie sollten dabei aber Ihr Augenmerk auf das jeweils angebotene Optionsprogramm legen. Ein entsprechendes Optionsprogramm sollte beispielsweise immer auf einer nachhaltigen Wertsteigerung basieren; in der Regel greifen gute Optionsprogramme nach rund drei bis fünf Jahren. Zudem ist es ratsam, wenn sich die Optionen nur teilweise am eigenen Aktienkurs orientieren und alternative Erfolgsmessgrößen wie Gesamtrendite oder Cashflow integriert werden.

Von günstigen Baudarlehen über Jobtickets bis zu Essenszuschüssen

Beliebte Zusatzleistungen gerade bei größeren Unternehmen sind beispielsweise die Vergabe von günstigen Baudarlehen, eine fest fixierte Erfolgsbeteiligung, leistungsabhängige Prämien oder Bonuszahlungen, die an eine im Vorfeld vereinbarte Zielvereinbarung geknüpft ist. Jobtickets, Unfallversicherung, Altersvorsorge, Weiterbildungsmöglichkeiten sowie Familien- und Gesundheitsprogramme vervollständigen die Zusatzleistungen bzw. das Vergütungspaket. Während bei den größeren Unternehmen vermögenswirksame Leistungen oder beispielsweise Essenszuschüsse an der Tagesordnung sind, finden Sie demgegenüber derartige Vorteile nicht immer in den mittelständischen Betrieben. Auf Nachfrage sind diese Zusatzleistungen aber in der Regel verhandelbar. Oftmals übernimmt der Arbeitgeber auch Kindergartenkosten oder trägt die Gebühren für den Fitnessclub. Allerdings sollten Sie dabei darauf achten, dass Ihr Arbeitgeber das Geld direkt an den Kindergarten überweist. Dann kann die volle Summe abgesetzt werden; ansonsten sind nur zwei Drittel der Zahlung absetzbar.

Firmenwagen statt Gehaltserhöhung

Laut einer Umfrage ist der eigene Firmenwagen, der auch privat genutzt werden kann, das beliebteste Benefit in Deutschland. Aber: Während der Arbeitgeber einen vergebenen Dienstwagen als Betriebskosten bei der Steuererklärung geltend machen kann, werden Sie als Arbeitnehmer vom Fiskus zur Kasse gebeten. Durch einen Dienstwagen entsteht Ihnen schließlich ein geldwerter Vorteil. Dabei hat der Arbeitnehmer einen Vorteil, der einen spritsparenden Wagen zugeteilt bekommen hat und zudem den kürzeren Arbeitsweg nachweisen kann. In diesen Fällen fällt eine Besteuerung des so genannten geldwerten Vorteils geringer aus. Falls Sie vom Arbeitgeber dazu oder separat Tankgutscheine statt einer Gehaltserhöhung erhalten haben, sollte nicht der Wert in Euro definiert sein. Steht nämlich auf dem Gutschein nur die genaue Literangabe eines bestimmten Treibstoffs, bleibt der Tankgutschein befreit von Abgaben. Allerdings sind bis 44 Euro im Monat eh komplett steuerfrei.

Zusatzleistungen oder Lohnerhöhung? Wenn Sie auf die steuerlichen Aspekte bei den Zusatzleistungen achten, können Sie sich mit Dienstwagen, Kindergartengeld, Tankgutschein oder beispielsweise dem privaten Nutzen eines iPads durchaus besser stellen als mit einer klassischen Gehaltserhöhung. Zudem kann es dabei zu einer Win-Win-Situation kommen. Denn nicht nur Sie profitieren von den Zusatzleistungen, sondern auch der jeweilige Arbeitgeber generiert steuerliche Vorteile. Außerdem kann ein Chef mit den Benefits den Mitarbeiter hervorragend motivieren und ihm Anerkennung für seine Leistung geben. Unternehmensberater sind der Meinung, dass dies ein besserer Weg sei als auf eine traditionelle Gehaltserhöhung zu setzen.

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