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Lay-over Gast

Ungeplanter Aufenthalt

In der Regel werden die Flüge mit Anschussflüge so geplant, dass man von A nach B zügig reisen kann. Gerade bei langen Reisen oder bei solchen, bei denen ein Umstieg an einem Flugkreuz durchaus Sinn machen, kann es aber auch vorkommen, dass die weitere Reise gar nicht möglich ist. Und so kommt es, dass ein Reisegast zu einem ungeplanten Gast etwa als Hotelgast wird, weil man an einem Ort übernachten wird müssen, den man nur als Zwischenstation angesehen hatte. Und so kommt es zu einem Begriff, der diese Situation umschreibt, nämlich Lay-over Gast, im englischen Sprachgebrauch Lay-over Guest oder Stop-over Guest.

Lay-over Gast oder die Reiseunterbrechung

Im Gegensatz zu einem Hotelgast, der bewusst ein Zimmer gebucht hat und hier seinen Urlaub verbringen wird oder auch als Gast einer Veranstaltung eine Woche stationiert ist, ist der Gast im Hotel oder jeder anderen Art von Zimmer ungeplant, wenn ein Flug verschoben oder abgesagt werden muss.

Die beiden häufigsten Gründe, warum es dazu überhaupt kommt sind das Wetter und die Technik. Speziell im Winter kann es durch Schneestürme, hohe Schneeaufage und Glatteis zu gefährlich oder schlichtweg unmöglich sein, den geplanten Flug als Fortsetzung der Reise durchzuführen und man sitzt einmal fest. Manchmal gibt es zwar einen Plan B mit einer anderen Flugroute, aber meist wird man sich ein Dach über dem Kopf suchen müssen, die Übernachtung im Flughafenareal wird ab und zu auch veranlasst, wenn tausende Menschen festsitzen und nicht so viele Zimmer im Umfeld zur Verfügung stehen.

Aus Sicht eines Hotels sind Lay-over Gäste natürlich eine willkommene Einnahme, aus Sicht des betroffenen Reisegastes ist es nervig, dass man sein Ziel nicht plangemäß erreichen kann, aber Mehrkosten hat man in der Regel auch nicht. Denn die Kosten, die durch diese Verzögerung und damit die außerplanmäßige Übernachtung entstehen, werden von der Fluggesellschaft getragen. Deshalb ist die Fluggesellschaft auch daran interessiert, dass solche Situationen möglich selbst vorkommen, weil die Konkurrenz ohnehin groß und der Kostenfaktor wichtig ist. Er sollte niedriger werden statt höher.

Andererseits ist die Sicherheit das große Ziel und eine waghalsige Landung bei Schnee und Sturm mag niemand wirklich erleben müssen, auch wenn das nicht immer so gut vorhersehbar ist. Gerade bei einem schnell entstehenden Sturm kann es in winterlichen Verhältnissen eine mühsame Flugbewegung werden und speziell Start und Landung sind dann sensible Aktionen, bei denen oft auch der ganze Flughafen gesperrt wird, um jegliche Probleme zu vermeiden.

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