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Gewitter und seine Entstehung

Spekaktulär, aber auch gefährlich

Die Bildung eines Gewitters ist im Sommer öfter zu beobachten als im Herbst oder im Winter, aber praktisch in jeder Jahreszeit sind Gewitter möglich. Im Sommer treten sie aufgrund der Temperaturunterschiede und der intensiven Sonneneinstrahlung sowie warmer Wassertemperaturen trotzdem häufiger auf als in den kalten Jahreszeiten.

Entstehung des Gewitters

Wetterlexikon GewitterDamit ein Gewitter entstehen kann, bedarf es einer hohen vertikalen Instabilität in der Atmosphäre, wodurch sich die Gewitterwolken, wissenschaftlich Cumulonimbus genannt, bilden können. Diese Gewitterwolken sind instabil in ihren Schichten, wobei je nach Höhe der Instabilität die Gewitterwahrscheinlichkeit steigt.

Die Instabilität der Gewitterwolke reicht aber noch nicht, um ein Gewitter entstehen zu lassen. Es bedarf Rahmenbedingungen, die die Entwicklung einer Gewitterzelle fördern. Diese Parameter können sehr unterschiedliche sein. Im Sommer ist die Sonneneinstrahlung die wesentlichste Kraft, um ein Gewitter entstehen zu lassen. In den kühleren Jahreszeiten sind warme Wassertemperaturen ein Auslöser für Gewitter. Große Temperaturunterschiede sind auch ein Faktor und eine hohe Luftfeuchtigkeit und damit sehr viel Energie in der Luft sind ebenfalls ein bekannter Motor.

Je nach Intensität kann ein Gewitter, das sich durch Blitzentladungen und lautstarkem Donner bemerkbar macht, mit Regen, Starkregen, Graupelregen oder sogar Hagelschlag das betroffene Gebiet erreichen. Vor allem die Blitzentladungen sind sehr gefährlich und deshalb sollte man sich Wanderungen an Tagen gut überlegen, an denen Gewitterwarnungen von den Wetterstationen ausgesprochen werden.

Gewitter und Niederschlag

Auch starker Hagelschlag kann sehr gefährlich werden, weil die Hagelkörner groß werden können - im Extremfall bis 10 cm Durchmesser - und mit großer Wucht aufschlagen, sodass Windschutzscheiben, Dächer und andere Einrichtungen stark beschädigt werden. Allerdings sind so große Hagelkörner Extremfälle, meist sind die Hagelkörner kleiner, können aber beim Auftreffen etwa am Kopf trotzdem schmerzen.

Dabei kommt es wieder auf die Rahmenbedingungen an, denn wenn die Wolkenstruktur sehr trocken ist, gibt es Graupelregen, der kaum Schaden anrichtet. Die Eiskörner, die dann vom Himmel fallen, sind maximal fünf Millimeter groß und richten keinen Schaden an Fahrzeugen oder Ernten an. Meist sind es aber feuchte Rahmenbedingungen und dann bilden sich die gefürchteten Hagelkörner, die innerhalb von Minuten ganze Ernten zerstören können.

Dazu gibt es auch die Ausgabe mit Starkregen, wobei so viel Wasser vom Himmel in kurzer Zeit fällt, dass die Kanalisation dieses nicht mehr aufnehmen kann und es lokales Hochwasser gibt - obwohl es den ganzen Tag staubtrocken war und auch danach wieder die Sonne scheinen könnte.

In der Zwischenzeit gibt es Systeme, die die Intensität der Blitzentladungen farblich anzeigen kann. Je nach Anzahl der Blitzentladungen wird von grün (wenige Entladungen) bis dunkelrot (sehr viele Entladungen) die Wetterkarte dargestellt, damit man weiß, wo gerade Gewitter entstehen und wie intensiv diese sich entwickelt haben.

Gewitter und Naturschauspiel

Abgesehen von der Gefahr, die von Gewitter ausgeht, ist das Naturschauspiel mit Blitz und Donner seit jeher ein Phänomen, das die Menschen sehr fasziniert. Vorsicht ist trotzdem geboten. Häufig werden Blitzfotos geschossen, bei denen mit Dauerfeuer und Stativ versucht wird, die Blitzentladungen festzuhalten. Dunkle Wolken als Hintergrund und der helle Blitz im Vordergrund geben ein beeindruckendes Motiv - auch wenn der Blitz für große Gefahr sorgt. Würde man die Energie nutzen können, dann könnte man eine Großstadt mit einer Blitzentladung bereits mit Strom versorgen können, doch so weit ist die Wissenschaft noch nicht.

Interessant ist das Gewitter auch in einem anderen Moment und zwar unmittelbar, bevor es richtig losgeht. Aus dem sonnigen Wetter wird ein wolkiges, es wird immer dunkler und man kann geradezu spüren, dass ein Gewitter aufzieht. Meist kommt dann starker Wind auf, der das Gewitter bringt, aber knapp, bevor mit Blitz und Donner für Aktivität gesorgt wird, gibt es diesen einen ruhigen Moment, in dem der Wind scheinbar einschläft und die Natur offenbar den Atem anhält. Und dann ist dieser Moment vorbei und es beginnt zu regnen, es blitzt und donnert, bis das Gewitter seine Ladung losgeworden ist oder weitergezogen ist.

Die meisten Gewitter sind bald erledigt, aber es kann auch passieren, dass es über einer großen Stadt oder auch einer ländlichen Region eine Stunde lang donnert und Regen fällt. Das hängt davon ab, wie lange es dauert, bis ein Ausgleich bei der Temperatur hergestellt werden konnte. Immer wieder kommt es auch vor, dass mehrere Gewitterzellen hintereinander die gleiche Region heimsuchen. Dann hat man den Eindruck, als ob es stundenlang blitzen und donnern und natürlich auch regnen würde, aber dabei sind das verschiedene Wellen von Gewittern, im Extremfall auch von Unwettern.

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