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Eisbruch und Baumschaden

Zu hohes Gewicht

Der Begriff Eisbruch wird in verschiedenen Formen verwendet, doch hier soll jener Effekt aus der Wetterbeobachtung genannt sein, der durch die Bildung von Eis im Winter entsteht und vor allem die Bäume betrifft. Dieser Effekt tritt nicht sehr häufig auf, aber wenn er auftritt, kann der Schaden für den Wald sehr groß sein.

Eisbruch und Grundlagen

Die Grundvoraussetzung für den Eisbruch ist der Schneefall und kaltes Wetter. Durch den Schneefall bildet sich eine Schneedecke auf den Straßen, auf den Häusern und vor allem auf den Bäumen und deren Ästen. Je nach Form kann der Schnee sehr leicht sein, wie beispielsweise der Pulverschnee, aber es kann auch ein sehr nasser, schwerer Schnee sein.

Wenn die Außentemperatur dementsprechend kalt ist, gefriert der auf den Ästen liegen gebliebene Schnee und bildet eine Eisschicht. Diese Eisschicht ist je nach Menge der Schneeauflage unterschiedlich schwer, manchmal auch einfach zu schwer und dann kann es vorkommen, dass die Äste sich Richtung Boden durchbiegen.

Daraus entsteht ein Druck und das Gewicht der Eisschicht erhöht den Druck zusätzlich, bis der Ast abbricht. Ist dies der Fall, spricht man vom Eisbruch, also einem Abbrechen von Baumteilen aufgrund des Gewichts der Eisschicht. In extremen Fällen kann es auch vorkommen, dass ganze Baumteile oder ein Baum selbst abbricht, allerdings braucht es dazu schon sehr tiefe Temperaturen und diese müssen über einen längeren Zeitraum auf den Baum wirken, um diesen Effekt erzielen zu können.

Eisbruch am Beispiel des Jänner 2015

In Österreich gab es im Jänner 2015 tiefe Temperaturen und vor allem tagelang einen Eisregen, sodass es sehr feuchte Luft in Kombination mit Kälte um oder unter dem Gefrierpunkt gab. Dieser Mix sorgte für eine beträchtliche Eisauflage auf den Bäumen, vor allem in Niederösterreich. Nachdem sich das Wetter kaum geändert hatte und die Luftfeuchtigkeit sehr hoch war, verschärfte sich mit jedem Tag die Situation, sowohl im Wechselgebiet im Süden von Niederösterreich als auch im Waldviertel. Ganze Ortschaften waren abgeschnitten, Straßen mussten aus Sicherheitsgründen gesperrt werden.

Und es dauerte auch nicht lange und die Bäume begannen scheinbar widerstandslos umzuknicken, auch dicke und alte Bäume, die schon viele Winter überstanden hatten. Die Gefahr war für die Menschen sehr groß. Sie waren in den Häusern eingesperrt und hörten ständig das Knacken von Holz, weil das Eis seine Wirkung nicht verfehlt hatte. Der Schaden für die Forstwirtschaft war erheblich, die Arbeit der Feuerwehr auch, denn es mussten zahlreiche Äste und ganze Bäume weggeschafft werden, um die Straßen wieder für den Straßenverkehr herzustellen.

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