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Blitz und Gewitter

Energiegeladene Wettererscheinung

Zu einem intensiven Gewitter gehört ein entsprechend Frontsystem, Blitz und Donner. Oft sind starker Wind und Regenschauer ebenfalls mit im Paket enthalten, wobei der Niederschlag auch als Hagel auf die Erde fallen kann. Ebenfalls häufig trifft man den Niederschlag als Starkregen an und eine Konsequenz ist auch eine deutliche Abkühlung, vor allem ist sie in den Sommermonaten zu spüren.

Entstehung vom Blitz

Wetterlexikon BlitzDoch wie entsteht eigentlich der Blitz? Der Blitz ist als Entladung zu sehen, die sich zwischen dem Wolkenband und der Erdoberfläche bildet, die aber auch zwischen Wolken entstehen kann, wenn diese unterschiedlich geladen sind.

Kommt es zu einem Blitz, dann gibt es eine Vorentladung und dann die Hauptentladung. In der Meteorologie spricht man vom Aufbau eines Blitzkanals, der geöffnet wird, ehe der Blitz gesichtet wird. Der Blitz selbst ist in einem Bruchteil einer Sekunde ausgeführt, wobei seine Energie je nach Intensität des Blitzes ausreichen würde, um eine ganze Stadt einen Tag lang mit Energie zu versorgen.

Und der Blitz ist auch der Grund für den Donner. Denn durch den Aufbau des Blitzes wird die Luft extrem schnell erhitzt. Man schätzt, dass sich die Luft binnen von Bruchteilen von Sekunden bis zu 30.000 Grad Celsius erhitzt. Als Folge entsteht der Donner, der so typisch für ein heftiges Gewitter ist. Blitz und Donner sind auch Werkzeuge, um die Entfernung abschätzen zu können. Wenn unmittelbar nach dem Blitz der Donner ertönt, ist das Gewitter sehr nah und man sollte Vorsicht walten lassen, besonders bei Wanderungen im freien Gelände. Dauert es hingegen noch eine Weile bis der Donner erklingt, dann hat man noch etwas Zeit, um Schutz aufzusuchen.

Gewitter im Hochsommer

Besonders im Hochsommer, wenn die Luft stark erhitzt ist, entstehen häufig heftige Gewitter, die auch mit Hagel einher gehen können. Blitz und Donner sind die klassischen Elemente des Gewitters, die bei einer starken Gewitterfront auch schon einmal ein bis zwei Stunden an einem Ort bleiben können und mitunter für Unwetter sorgen. Wobei das Unwetter durch den Niederschlag entsteht. Der Blitz selbst kann ein Unwetter nicht auslösen oder darstellen, er kann aber in Gebäude einschlagen und zum Beispiel am Land Gebäude in Brand setzen. In der Stadt ist dies auch möglich, aber eher seltener anzutreffen, weil es genug Blitzableiter gibt.

Allerdings ist sehr warme Temperatur nicht die Ursache für ein Gewitter und damit für heftige Blitzentladungen, sondern ein Wetterwechsel. Wenn eine Kaltfront hereinzieht, trifft die deutlich kältere Luft auf die aufgeheizte und der Ausgleich findet durch ein Gewitter statt. Hier gibt es aber auch viele Abstufungen und besondere Situationen. Es gab schon Sommer mit ständig labiler Luftschichtung, die so ausgesehen haben, dass bis zur Mittagszeit die Luft sich auf 30 Grad Celsius im Schatten erhitzt hatte und dann hatte es die ersten Gewittertürme gegeben und diese pflanzten sich von Salzburg bis zur Oststeiermark fort und fast täglich gab es neue Unwetter. Im Jahr 2009 war dies der Fall und durch die ständigen gewittrigen Regenschauer gab es Unterspülungen auf vielen Hängen in der Oststeiermark. In Güssing hatte man gleich mehrfach Hochwasseralarm - kaum hatte man aufgeräumt, war das nächste Hochwasser zur Stelle. In dem Fall war eine Kaltfront gar nicht vorhanden, die Gewitter entstanden aus der feucht-warmen Luftschichtung.

Ein anderes Beispiel für eine lange Gewitterphase war im Frühjahr 2018 gegeben. Ein Höhentief hatte es sich im Bereich von Ostösterreich und den Nachbarländern Tschechien und Slowakei gemütlich gemacht und deshalb konnte ein Tief von Italien aus nicht nach Norden weiterziehen. Die Folge war, dass durch das Höhentief sehr instabile Wettersituationen ausgelöst wurden und vor allem in Kärnten und in der Steiermark gab es aus dem Mix von Feuchtigkeit vom Süden (Tief über Italien) und der Wärme von West bis Norden stets Gewitter - nicht großflächig, sondern wie auf einem Karofeld mal da und mal dort mit jeder Menge Blitzentladungen. Und täglich gab es neue Gewitter, sodass die Böden auch bald gesättigt waren. Es dauerte Wochen, bis sich das Höhentief verabschiedet hatte.

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