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Quartalsbericht und Bilanz

Vor allem aus den USA bekannt

Berichte über Umsätze und Gewinne gibt es in den verschiedensten Formen. Manche Unternehmer sind besonders statistikbegeistert und erstellen viel mehr Berichte als nötig wäre, andere halten sich an die gesetzlich vorgeschriebenen Berichtsformen. Es gibt auch regionale Unterschiede und ein solcher Unterschied ist auf Basis des Quartalsbericht aufzuzeigen.

Quartalsbericht = Bilanz nach drei Monaten

Denn in den Vereinigten Staaten von Amerika ist es durchaus üblich, dass ein Quartalsbericht veröffentlicht wird. Dabei handelt es sich um die Umsatzzahlen und Gewinnzahlen von jeweils drei Monaten, sodass es zu vier solcher Quartalsberichte im Laufe eines Geschäftsjahres kommt. Diese Form von Unternehmensbericht wird auch in anderen Ländern durchgeführt, ist dort aber nicht fix vorgesehen, sondern funktioniert auf freiwilliger Basis.

Die Idee hinter dem Quartalsbericht ist jene, dass man innerhalb von drei Monaten sehr gut ablesen kann, welche Entwicklung das Unternehmen zeigt. Zwar sind drei Monate für ein Unternehmen eine recht kurze Zeitspanne, aber sie ist umgekehrt lang genug, um gewisse Trends ablesen zu können.

Quartalszahlen und Reaktion an der Börse

Rund um die Quartalsberichte der US-Unternehmen hat sich aber auch ein spekulativer Leistungssport an den Börsen entwickelt. Die Börsen-Profis wissen ganz genau, wann welches Unternehmen einen Quartalsbericht vorlegen wird und sowohl in Zeiten eines Wirtschaftsbooms als auch in Zeiten einer Wirtschaftskrise wird schon vorher spekuliert, mit welchen Zahlen die Unternehmen ihre Aufwartung machen könnten.

Dazu muss man wissen, dass für börsennotierte Unternehmen es Pflicht sein kann und meistens auch ist, alle drei Monate eine Bilanz und die Quartalszahlen ergo den Quartalsbericht vorzulegen. Das ist im Interesse der Anlegerinnen und Anleger und von den Börsen international so eingeführt. Das bedeutet aber auch, dass man alle drei Monate Rechenschaft ablegen muss, wie das Geschäft läuft und das ist nicht so ganz einfach.

Dabei kann es zu Überraschungen - positive wie negative - kommen. Rechnet der Markt mit negativen Zahlen und lässt den Kurs des Unternehmens schon vor Bekanntgabe sinken und ist dann das Zahlenmaterial noch schlechter als befürchtet, dann gibt es nicht nur eine eindringliche Gewinnwarnung des Unternehmens, sondern auch einen Kursturz. Umgekehrt schießt der Kurs in die Höhe, wenn überraschend gute Zahlen genannt werden.

Quartalszahlen und Grillen der Manager

Daher entsteht der Eindruck bei vielen Menschen, dass der Quartalsbericht vor allem zur Dynamisierung der Börse dient. Das ist natürlich falsch, aber der Eindruck kann schon leicht entstehen. Man spricht auch spöttisch vom "Grillen der Manager", denn die wissen, dass immer positive Werte gefragt sind. Die sind aber nicht immer machbar, vor allem nicht in Zeiten einer schwierigen Wirtschaftsphase oder wenn man Investitionen getätigt hat. Man kann versuchen, die Zahlen ein wenig zu verschönern, aber das fällt in den nächsten Quartalen dann als Eigentor auf den Kopf.

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