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Lawinenwarnzeichen: Wumm-Geräusch

Wumm-Geräusch: Luft wird ausgepresst

Eine der gefährlichsten Situationen erlebt man beim Bewegen von unberührten Hängen, wenn es zu einem Geräusch beim Betreten des Hanges kommt, man spricht oft vom "Wumm-Geräusch". Dieses Geräusch entsteht dadurch, dass Luft innerhalb der Schneedecke ausgepresst wird und sich wie ein Wumm anhört.

Wumm-Geräusch als deutliches Warnzeichen

Alternativ ist es manchmal nicht ein tiefes Wumm, sondern eher ein Geräusch, das an Zischen erinnert. In zweiterem Fall ist ein kleinerer Bereich der Schneedecke betroffen, im ersteren Fall ist die gesamte Schneedecke knapp davor, zu brechen und die Wintersportlerinnen und Wintersportler auf ihr mitzureißen. Das Wumm-Geräusch ist daher ein Warnzeichen, dass eine Lawine gleich abgehen könnte und gilt als letzte Warnung der Natur, bevor das Spektakel losbricht. Wer diese Warnung ignoriert, riskiert bewusst sein Leben!

Das dumpfe Geräusch wird aber nicht immer gehört. Es ist vor allem am Beginn einer Wintersportsaison zu hören, weil zu jenem Zeitpunkt die Hänge noch nicht stark befahren sind. Der Schnee ist tatsächlich noch frisch und der Hang wird vielleicht sogar wirklich zum ersten Mal befahren. Die Wetterbedingungen sind daher zu prüfen, der Lawinenwarndienst zu beachten und dennoch muss individuell zusätzlich der Hang beobachtet werden. Hört man das "Wumm", dann ist Gefahr in Verzug.

Mitten in der Saison wird es immer unwahrscheinlicher, dass man die Geräusche vernehmen kann, weil durch die zahlreichen Fahrten von vielen Freeridern oder auch durch die Teilnehmerinnen und Teilnehmer an Skitouren ist die Schneedecke zusammengepresst und das auspressen der Luft eher unwahrscheinlich. Außerdem werden von den Lawinendiensten die Hänge beobachtet und teilweise sicherheitsgesprengt, damit die Lawinengefahr reduziert werden kann.

Sprengung nicht immer möglich - Beispiel Jänner 2019

Allerdings ist das nicht immer möglich. Wenn so viel Schnee in so kurzer Zeit fällt wie etwa im Jänner 2019 in Österreich, sodass sogar in vier Bundesländern die höchste Lawinenwarnstufe ausgesprochen werden musste, dann hat man kaum Möglichkeiten, für mehr Sicherheit zu sorgen. Man würde sich selbst in Gefahr bringen und es gibt so viele Hänge, die man beobachten muss, dass man nicht für den notwendigen Schutz sorgen kann. Im Jänner 2019 kam durch ein Wetter aus Nordwest und der Wettersperre Alpenhauptkamm die Situation zustande, dass Rekordmengen an Schnee von Bayern bis zur Steiermark gefallen war und daher gab es extrem hohes Gefahrenpotential für massive Lawinen. Viele Strecken mussten gesperrt werden, zum Teil auch präparierte Pisten, weil selbst diese bedroht waren.

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Mit Hilfe der Lawinenwarnstufe kann man bekunden, wie gefährlich die aktuelle Lage auf den Bergen ist, erst recht, wenn man sich im freien Gelände (Skitour, Freeriding) bewegen möchte. Die entsprechende Ausrüstung braucht es ohnehin und es ist unverantwortlich ohne sich auf den Weg zu machen, wobei bei gefährlicher Situation sollte man sich nur auf den gesicherten Pisten bewegen. Selbst das kann gefährlich werden wie im extremen Jänner 2019, als Lawinen sogar dort niedergegangen waren.

Im Normalfall muss man aber auf jeden Fall vor dem Befahren eines frisch verschneiten Hanges das Sicherheitsrisiko abwägen können und dazu gehört auch die Kenntnis der Warnzeichen bei Lawinen oder auch die Warnzeichen, dass eine Lawine entstehen könnte.

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Lawinenkunde Warnzeichen Wumm-Geräusch im HangArtikel-Thema: Lawinenwarnzeichen: Wumm-Geräusch

Beschreibung: Warnzeichen vor Lawinen: das "Wumm"-Geräusch beim Befahren eines Hanges, das ein akutes Warnsignal vor dem Losbrechen einer Lawine darstellt.

letzte Bearbeitung war am: 26. 10. 2020

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