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Lawinenarten Lockerschneelawine

Lockerschneelawine: Lawine an steilen Hängen

Eine weitere Art der Lawinen ist jene von der Lockerschneelawine, die durch ihre Birnenform sehr charakteristisch ist. Damit es zu einer solchen Lawine kommen kann, braucht es zwei Voraussetzungen: zum einen auf jeden Fall einen sehr steilen Hang mit einem Gefälle von mindestens 39 Grad und zum anderen entweder einen tatsächlich sehr lockeren Neuschnee oder einen durchfeuchteten Altschnee.

Lockerschneelawine und seine Grundlagen

Sehr lockerer Neuschnee wird auch als ungebundener Schnee bezeichnet, also als oberste Schicht der Schneeauflage, die keine Bindung zu den schon ein paar Tagen existierenden Schneemassen hat. Die Alternative ist ein schon etwas älterer Schnee, der zum Beispiel durch sehr feuchten Schnee oder gar Regen durchnässt wird und seine Struktur verändert.

In beiden Fällen gibt es einen Punkt, an dem die Schneeoberfläche sozusagen angerissen wird und von diesem Punkt aus verlängert sich in direkter Richtung nach unten diese Linie und verbreitert sich zusehends. Von vorne betrachtet kommt es zu einer Birnenform, weil am Beginn der Lockerschneelawine nur der einzelne Punkt als Initialzündung zu sehen ist und wie die Birne oben schmal verläuft und unten immer mehr in die Runde Form gerät, weil sich die Lawine stetig verbreitert.

Diese Lawine ist daher im steilen Gelände zu beachten, wobei es hier vor allem um die Beobachtung der Schneeauflage geht und auch um das Wissen, wie die letzten Tage beschaffen waren. Die Hänge werden von den Wetterdiensten gut beobachtet und Warnungen müssen unbedingt berücksichtigt werden, bevor man einen Hang abseits der präparierten Pisten befahren kann.

Wie bei allen Lawinenarten gilt auch bei dieser Form, dass die Rahmenbedingungen wesentlich sind. Wenn viel Schnee gefallen ist, kann eine Lockerschneelawine leichter abgehen als wenn es nur ein wenig geschneit hat. Und die Bedingungen des alten Schnees sind auch zentral für die Auslösung einer Lawine. Wenn über Wochen die bisherige Oberfläche gefroren ist und es fällt weicher Schnee neu dazu, kann sich dieser nicht sofort mit den älteren Schichten vereinen und so kommt es zur Förderung dieser Lawinenart.

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Abhängig von der Art der Lawine, die die Hänge hinunterstürzt, ist das Gefahrenmoment größer oder überschaubarer. Wintersportler am Hang sind stets in Gefahr, aber Staublawinen können etwa ganze Ortschaften gefährden. Die Lawinenarten bestimmen daher das Ausmaß der Gefahr. Die Lawinenschutz Ausrüstung sollte man immer mit sich führen, wenn man im freien Gelände unterwegs ist, auch bei entspannter Lawinensituation.

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Lawinenkunde Lawinenarten LockerschneelawineArtikel-Thema: Lawinenarten Lockerschneelawine

Beschreibung: Lawinenkunde: die Lockerschneelawine ist eine Lawinenart, die sich an steilen Hängen über 39 Grad lösen kann.

letzte Bearbeitung war am: 26. 10. 2020

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