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Rezession im Konjunkturzyklus

Die Wirtschaft baut ab

So schön Erholung und Boom im Konjunkturzyklus auch sind, irgendwann kommt der Punkt, an dem die Wirtschaft nicht mehr weiterwachsen kann. Man spricht dann vom oberen Wendepunkt. Ist dieser erreicht, wechselt die Wirtschaft in die negative Entwicklung und beginnt mit der Rezessionsphase.

Was ist die Rezession?

Die Rezession, die auch Abschwung genannt wird, bringt eine negative Entwicklung für die gesamte Volkswirtschaft mit sich. Sie ist insofern eine schwierige Phase, weil es davor einen Boom gab und der Wechsel von Aufträgen ohne Ende zu fallenden Auftragszahlen fällt jedem Unternehmen schwer und es lässt sich gerade zu Beginn einer Rezession schwer ablesen, ob dies eine momentane Phase ist oder ob die negative Entwicklung lang anhaltend ist.

Folgen der Rezession sind stark fallende Auftragszahlen, größere Schwierigkeiten, Bankkredite zu erhalten und eine deutlich steigende Arbeitslosigkeit. Das Volkseinkommen geht ebenfalls zurück und die Preise beginnen als Folge zu sinken. Denn wenn die Menschen weniger Geld haben, können sie nicht die gleichen Preise zahlen und die Nachfrage sinkt, also muss die Preispolitik überdacht und angepasst werden. Damit ist der Einfluss des Wirtschaftsabschwungs in allen Bereichen zu spüren - von den Steuereinnahmen des Staates über die Umsatzmöglichkeiten der Unternehmen bis zum Haushaltseinkommen.

Vom Boom zur Rezession

Die Phase der Rezession schmerzt sehr stark, weil davor durch den Boom alles Eitel Wonne war und man sich daran gewöhnt hatte. Gerade noch jubelte ein Staat über die Vollbeschäftigung und im nächsten Moment werden immer mehr Menschen gekündigt, weil die Aufträge ausbleiben. Sozialleistungen müssen öfter bezahlt werden, Förderprogramme entwickelt werden.

Das Problem bei der Rezession besteht auch darin, dass man sie nicht wirklich abschätzen kann und dass sie oft erst in einer späteren Phase die Unternehmen unter Druck bringt. Wenn die Wirtschaft nicht mehr weiterwächst und die Werte nach unten gehen, ist das noch nicht weiter schlimm. Unternehmen haben oft noch Aufträge abzuarbeiten und manchmal ist es sogar positiv, wenn man aufholen kann, weil man davor mehr Aufträge erhielt, als man bewältigen konnte. Man versucht die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu halten und zögert deren Kündigung so lange hinaus wie es nur irgendwie geht. Die Folge kann sein, dass man den Zeitpunkt verschläft und die Weltwirtschaftskrise ab 2007/2008 hat gezeigt, dass nicht am Höhepunkt der Krise Unternehmen in die Knie gezwungen wurden, sondern oft erst am Ende der Krise in den Jahren 2012/2013, als eigentlich die Wirtschaftsdaten schon wieder besser wurden. Doch die lange Zeit der mäßigen Aufträge hat die Substanz der Unternehmen so angegriffen, dass es keinen Plan B mehr gab. Wäre die Krise früher beendet worden, hätten viele Unternehmen sie mehr oder weniger unbeschadet überstehen können.

Abgelöst wird die Rezession durch die Depression, in der weitere Arbeitsplätze verloren gehen, die Aufträge noch stärker zurückgehen und man dem Tiefpunkt der Konjunkturkurve zusteuert. Diese negative Phase wird erst gestoppt. wenn der untere Wendepunkt erreicht wird.

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Der Konjunkturzyklus unterliegt den vier Phasen vom Boom als beste Phase bis zur Depression als das genaue Gegenteil. Geht es nach unten, spricht man von der oft zitierten Rezession, steigen die Aufträge wieder, dann ist eine Erholung oder Expansion gegeben. Es gibt also nach jedem Fall und Aufstieg einen Punkt, an dem sich die Richtung wieder dreht und daher gibt es im Konjunkturzyklus auch zwei solcher Punkte, genannt Oberer Wendepunkt und Unterer Wendepunkt.

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Rezession im KonjunkturzyklusArtikel-Thema: Rezession im Konjunkturzyklus

Beschreibung: Die 📊 Rezession führt im Konjunkturzyklus vom oberen Wendepunkt nach unten und ist der ✅ Wirtschaftsabschwung der Volkswirtschaft.

letzte Bearbeitung war am: 19. 10. 2021

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