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Konsumverzicht und Kaufentscheidungen

Weniger Einkauf aufgrund von Investition

Theoretisch könnte man das Geld, das zur Verfügung steht, direkt in angeschaffte Güter und Dienstleistungen umwandeln, aber das geht nur in der Theorie, weil die Summe des Geldes mit der Summe des Wertes dieser Güter und Dienstleistungen kaum übereinstimmen. Dazu gibt es auch die größeren Investitionen, die über das monatliche Einkommen eines Haushaltes hinausgehen und solche Überlegungen führen zum Begriff des Konsumverzichts.

Was ist der Konsumverzicht?

Unter einem Konsumverzicht versteht man den Nichtverbrauch des gesamten Einkommens, wobei es zwei verschiedene Möglichkeiten gibt, wie dieser Konsumverzicht im Zusammenhang mit einer Investition stattfinden kann.

Eine Möglichkeit besteht darin, dass man Geld anspart, um sich Möbel, Auto, Wohnung, Kleidung oder andere Produkte leisten zu können. Hat man genug Geld zur Seite geschafft, kann die Anschaffung ergo Investition erfolgen, wobei beispielsweise bei einer Eigentumswohnung es auch so sein kann, dass man "nur" die Anzahlung leisten kann, der Rest muss über einen Kredit zurückgezahlt werden. Man trifft also im Sinne der Volkswirtschaftslehre die Entscheidung, nicht 100 % des verdienten Einkommens mittels Einkäufe, Konsumation im Gasthaus oder Besuch des Kinos auszugeben, sondern einen Teil zurückzuhalten, um ein Ziel zu finanzieren.

Womit die zweite Form des Konsumverzichts genannt ist, die man auch oft als abstottern umschreibt. Dabei wird eine Investition getätigt, obwohl kein Geld dafür zur Verfügung steht. Von der Bank wird ein Kredit in Anspruch genommen und mit den Rückzahlungen in Form von Kreditraten trägt man den Schuldenberg, den man auf sich genommen hat, ab. Der Konsumverzicht bedeutet also im Falle des Kredites, dass man statt Kleidung, Essen und andere Dinge zu kaufen den Kredit zurückzahlt. Wäre der Kredit nicht fällig, könnte man sich mehr Waren kaufen.

Andere Entscheidung beim Konsumverzicht

Der Konsumverzicht im Sinne der Volkswirtschaftslehre wird mit einer Investition in Verbindung gebracht. Dabei möchte man sich etwas kaufen, das teurer ist und das man nicht sofort erwerben kann. Es gibt natürlich auch den Konsumverzicht in einer anderen Form, nämlich dann, wenn man einfach ein wenig Geld sparen möchte, um es als Reserve nutzen zu können. Niemand weiß, wie sich die Wirtschaft entwickeln wird und so spart man lieber ein wenig Geld. Auch das ist ein Konsumverzicht und wird von der Wirtschaft nicht gerne gesehen, weil damit ein großer Teil des möglichen Umsatzes verloren geht.

Und man darf die Dimension nicht unterschätzen, denn die Milliardenbeträge, die aus der Summe der kleinen Sparbeträge zusammengetragen werden, sind sehr hohe und volkswirtschaftlich bedeutende.

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Die Maslowsche Pyramide erklärt mit einfachen Mitteln die verschiedenen Bedürfnisse und ihre Reihung vom Hunger bis zum Luxusartikel. Das Bedürfnis ist ein Wunsch nach einem Produkt, weil man einen Mangel empfindet. Alle Bedürfnisse, die abgedeckt werden können, werden als Bedarf zusammengefasst. Das Bedürfnis führt zur Nachfrage und damit zum Bekunden des Interesses. Wie viel man dann wirklich kauft, teilt die Nachfragemenge mit, wobei die Kaufkraft ins Spiel kommt - wie viel Geld ist überhaupt vorhanden und wie viel kann darum gekauft werden?

Die Bedürfnispyramide dokumentiert damit die Bedeutung der Wünsche, aber nicht bei jedem Menschen ist diese gleich. Es gibt daher auch den Begriff der Bedürfnisintensität also der Reihung, wie sehr man etwas vermisst und unbedingt haben will. Braucht man es nicht unbedingt, wird man den Kauf vielleicht verschieben oder überhaupt absagen. Auch die Haushaltsnachfrage ist ein wichtiger Begriff der Volkswirtschaft. Bleibt es beim Interesse und steht das Geld zur Verfügung, dann braucht es ein Angebot, um den Wunsch erfüllen zu können.

Am Point of Sale erfolgt der tatsächliche Tausch - meist Ware gegen Geld. Aber es kann auch zum Konsumverzicht kommen oder zu besonderen Situationen wie im Giffen-Fall oder im Verblen-Fall. Angebot und Nachfrage wurde längst zur Redewendung, zwei wichtige Definitionen gibt es mit dem Gleichgewichtspreis und mit dem Marktgleichgewicht zwischen den beiden Größen. Außerdem ändern die Kunden ihr Verhalten, wenn isch die Rahmenbedingungen ändern wie bei höherem Gehalt im Sinne der Einkommenselastizität oder bei verändertem Preis durch die Preiselastizität.

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Konsumverzicht und seine UrsachenArtikel-Thema: Konsumverzicht und Kaufentscheidungen

Beschreibung: Der 📊 Konsumverzicht ist eine mögilche Entscheidung am Markt, um das ✅ gesparte Geld für eine größere und/oder spätere Ausgabe einsetzen zu können.

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