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Binnennachfrageinflation durch starke Nachfrage

Höhere Preise durch stärkere Nachfrage

Bei den Wirtschaftsdaten eines Landes, die meist quartalsmäßig veröffentlicht werden, spielt die Nachfrage innerhalb des eigenen Landes eine große Rolle, also zum Beispiel die Nachfrage innerhalb von Österreich. Je mehr die Menschen sparen, umso geringer ist die Nachfrage und das ist meist dann der Fall, wenn es eine Krise gibt und die Unsicherheit groß ist. Gerade dann bräuchte man aber eine stärkere Nachfrage.

Definition Binnennachfrageinflation

Die Nachfrage spielt aber nicht nur in der Krise eine Rolle, sondern auch in der Inflationsberechnung. Es gibt verschiedene Gründe für Preissteigerungen und die Binnennachfrageinflation ist eine solche Möglichkeit. Es handelt sich dabei um höhere Preise, die deshalb entstanden sind, weil sich die Menschen vom Sparen verabschiedet haben und mehr einkaufen und zwar innerhalb des Landes. Das heißt, die Nachfrage steigt und zwar spürbar und das lässt die Preise ebenfalls steigen.

Denn diese Situation ist ein gutes Beispiel für Angebot und Nachfrage und die Beeinflussung des Marktes durch veränderte Rahmenbedingungen. Die stärkere Nachfrage innerhalb eines Landes steht dem gleichen Angebot gegenüber. Da nun mehr nachgefragt wird, als eigentlich angeboten werden kann, werden die Preise erhöht, um die Nachfrage zu regulieren. Nicht jeder wird jeden Preis zahlen und so kommt es zu einer Marktsteuerung, die aber einher geht mit der Erhöhung der Preise für die nachgefragten Güter und auch Dienstleistungen. Die Preissituation reagiert also auf die Marktsituation und nicht auf veränderte Einkaufspreise oder sonstige Parameter, die üblicherweise die Preise steigen lassen.

Ursache der Binnennachfrageinflation oder Binneninflation

Die Binnennachfrageinflation kann verschiedene Ursachen haben. Ein Wirtschaftsboom und höhere Gehälter sind eine Möglichkeit, auch saisonale Gründe bei der Mode oder die Einkaufslust für Weihnachten spielen eine Rolle. Häufig ist die Binnennachfrageinflation aber auch ein Thema bei politischen Veränderungen in Ländern, in denen sich ein Wandel abspielt und die Menschen nun mehr nachfragen und auch mehr angeboten bekommen als früher. Dabei kommt das Angebot kaum mit der Nachfrage mit.

Auch politisch kann eine Steuerung erfolgen, indem zum Beispiel eine Steuerreduktion vorgenommen wird. Die Menschen haben plötzlich mehr Geld und gehen aktiver einkaufen. Es ist dann immer zu hinterfragen, welchen Nutzen eine Maßnahme hat. Wenn die Menschen ein wenig Geld mehr haben und sich sicherer fühlen, hilft das Mehr an Einkauf ergo Umsatz, damit die Unternehmen ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter halten können und vielleicht auch wieder mehr investieren. Umgekehrt ist es aber auch so, dass der Staat weniger Steuereinnahmen erhält, weil er selbst den Steuerbetrag reduziert hat - etwa bei den kleinen Einkommen oder den Mindestpensionen. Wird aber mehr eingekauft, dann spült dies auch mehr Mehrwertsteuer in die Kassa und so kann sich die Rechnung ausgehen, weil man auch weniger Arbeitslose finanzieren muss.

Die Binneninflation ist meist ein Zeichen dafür, dass sich die Menschen wohl fühlen und Vertrauen haben. Wenn sie Sorgen hätten, dass es schwieriger werden wird, würden sie das Geld eher sparen und auf bessere Zeiten warten, ehe sie eine Ausgabe tätigen. Eine starke Binnennachfrage ist also ein gutes Zeichen, muss aber bei der Steuerung der Inflation berücksichtigt werden. Denn wenn die Inflation zu hoch steigt, ist das auch nicht gut.

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      Binnennachfrage durch höhere NachfrageArtikel-Thema: Binnennachfrageinflation durch starke Nachfrage

      Beschreibung: Die Binnennachfrageinflation ist eine Preissteigerung innerhalb eines Landes aufgrund der gestiegenen Nachfrage innerhalb des eigenen Landes.

      letzte Bearbeitung war am: 09. 05. 2020