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Bedarf im Sinne der Volkswirtschaft

Güter für die Abdeckung der Bedürfnisse

In der Volkswirtschaftslehre oder VWL gibt es einige Spezialthemen wie die Inflation und ihre Unterarten oder den Verlauf der Konjunktur, es gibt aber auch Basisbegriffe und dazu zählt etwa die Nachfrage, das Duo Angebot und Nachfrage, der Markt als solches und natürlich auch der Bedarf.

Bedarf und volkswirtschaftliche Bedeutung

Der Bedarf ist im volkswirtschaftlichen Sinn die Summe aller wirtschaftlichen Güter, die man benötigt, um seine Bedürfnisse erfüllen zu können. Dabei ist es nicht immer möglich, alle Bedürfnisse zu erfüllen und es hängt auch sehr von der Subjektivität des Einzelnen ab, welche Bedürfnisse man empfindet.

Doch die Bedürfnisse sind es, die den Menschen dazu antreiben, arbeiten zu gehen, um das Geld zu verdienen, mit dem er sich die Güter kaufen kann, die die Bedürfnisse abdecken. Somit ist das Bedürfnis als einzelnes oder der Bedarf als Gesamtheit der Antriebsmotor jeglicher wirtschaftlicher Leistung.

Der Bedarf spielt in beiden Richtungen eine wesentliche Rolle. Das Interesse an Produkte und Dienstleistungen erfolgt durch die Menschen erst, wenn es auch einen Bedarf dazu gibt. Dieser kann durch Werbung geweckt werden, ist aber überhaupt kein Bedarf vorhanden, wird es kaum zu einer Kaufentscheidung kommen können. Umgekehrt hat es keinen Sinn, wenn ein Unternehmen ein Produkt herstellt, an dem es keinen Bedarf gibt - kurzum: das keinen interessiert. Obwohl auch dann noch die Option besteht, dass man den Bedarf schafft - das gelingt aber nicht immer.

Bei der Betrachtung des Bedarfes wird gerne auf die Maslowsche Bedürfnispyramide verwiesen, die nach dem Psychologen Abraham H. Maslow benannt wurde. Diese besagt, dass man zuerst seine Grundbedürfnisse wie Nahrung und Kleidung erfüllt, ehe man sich den Luxusgütern zuwendet. Damit sind auch die Prioritäten beim Bedarf festgelegt. Zwar hätte man gerne teure Mäntel, Autos oder den tollsten Fernseher, aber zuerst müssen Hunger und Durst gestillt werden und man braucht eine Wohnung. Außerdem wäre es nicht übel, wenn es Energie gibt, weil sonst sitzt man im Finsteren und kalt ist es auch.

Bedarf und Einkommen

Somit ist der Bedarf immer auch begrenzt auf die Möglichkeiten, die ein Mensch aufweisen kann. Wenn man sehr viel Geld verdient, kann der Bedarf viel höher sein als bei einem Mindestrentner oder einem jungen Menschen mit noch geringem Gehalt. Man kann aber auch Veränderungen vornehmen, indem man noch weniger Produkte kauft, weil man später eine große Investition plant wie zum Beispiel den Erwerb eines Autos.

Damit kann sich der Bedarf auch verschieben, weil das Interesse sich verlagert. Wer eine tolle Urlaubsreise plant und nicht über große Geldmittel verfügt, wird beim täglichen Einkauf sparen, um sich die Reise leisten zu können. Hunger und Durst werden trotzdem gedeckt, aber man wird vielleicht nicht so oft fortgehen oder sich manche Produkte nicht kaufen, die man sonst vielleicht doch erworben hätte.

Der Bedarf ist damit auch situationsbedingt zu sehen. Wenn man etwas unbedingt will, aber nicht einfach bekommen kann, kommt es zu Entscheidungen, die auch volkswirtschaftlich relevant sein können, wenn viele Menschen so denken und handeln.

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Die Maslowsche Pyramide erklärt mit einfachen Mitteln die verschiedenen Bedürfnisse und ihre Reihung vom Hunger bis zum Luxusartikel. Das Bedürfnis ist ein Wunsch nach einem Produkt, weil man einen Mangel empfindet. Alle Bedürfnisse, die abgedeckt werden können, werden als Bedarf zusammengefasst. Das Bedürfnis führt zur Nachfrage und damit zum Bekunden des Interesses. Wie viel man dann wirklich kauft, teilt die Nachfragemenge mit, wobei die Kaufkraft ins Spiel kommt - wie viel Geld ist überhaupt vorhanden und wie viel kann darum gekauft werden?

Die Bedürfnispyramide dokumentiert damit die Bedeutung der Wünsche, aber nicht bei jedem Menschen ist diese gleich. Es gibt daher auch den Begriff der Bedürfnisintensität also der Reihung, wie sehr man etwas vermisst und unbedingt haben will. Braucht man es nicht unbedingt, wird man den Kauf vielleicht verschieben oder überhaupt absagen. Auch die Haushaltsnachfrage ist ein wichtiger Begriff der Volkswirtschaft. Bleibt es beim Interesse und steht das Geld zur Verfügung, dann braucht es ein Angebot, um den Wunsch erfüllen zu können.

Am Point of Sale erfolgt der tatsächliche Tausch - meist Ware gegen Geld. Aber es kann auch zum Konsumverzicht kommen oder zu besonderen Situationen wie im Giffen-Fall oder im Verblen-Fall. Angebot und Nachfrage wurde längst zur Redewendung, zwei wichtige Definitionen gibt es mit dem Gleichgewichtspreis und mit dem Marktgleichgewicht zwischen den beiden Größen. Außerdem ändern die Kunden ihr Verhalten, wenn isch die Rahmenbedingungen ändern wie bei höherem Gehalt im Sinne der Einkommenselastizität oder bei verändertem Preis durch die Preiselastizität.

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VWL BedarfArtikel-Thema: Bedarf im Sinne der Volkswirtschaft

Beschreibung: Der 📊 Bedarf ist in der Volkswirtschaft die Gesamtheit der Bedürfnisse des Menschen und damit auch eine ✅ wichtige wirtschaftliche Größe.

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