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Vulkane und Lavadom

Lavadom: erstarrte Lava auf dem Vulkan

Der übliche Vorgang bei einem Ausbruch eines Vulkans ist jener, dass Magma an die Erdoberfläche dringt und als Lava zu Tale fließt - mal langsamer, mal schneller - je nach Beschaffenheit des Materials und natürlich gibt es auch die explosiven Ausbrüche samt Lavabomben und Aschewolke.

Beschreibung vom Lavadom

Es kann aber auch passieren, dass die Lava nicht den Vulkan verlässt und sich aufstaut. Hierbei ist der Anteil der Kieselsäure in der Lava sehr hoch, wodurch sie zähflüssigen Charakter zeigt und langsam fließt. So entsteht ein Lavadom, der wie eine Kuppel auf dem Vulkan gebildet wird und gleichzeitig die Zuleitung verstopft, sodass kein weiteres Magma mehr an die Erdoberfläche dringen kann.

Das Material im Inneren bleibt aber aktiv und die Magma drückt von unten nach oben, sodass sich der Druck stetig erhöht. Vorerst bleibt der Lavadom erhalten, doch wenn der Druck zu hoch wird, kann es zu einem Lavadomkollaps kommen, das bedeutet, dass durch den Lavadom hindurch ein Ausbruch erfolgt, der dann auch heftig ausfallen kann. Im extremsten Fall kann es auch zu einem pyroklastischen Strom kommen, der das Umfeld des Vulkans sehr stark gefährdet.

Formen des Lavadoms

Einen Lavadom darf man sich nicht wie ein kleines Kuppelzelt vorstellen, obwohl dies nicht ausgeschlossen ist. Oftmals werden die Lavadom-Konstruktionen Hunderte Meter hoch und dementsprechend viel Druck braucht es auch, um ein solches Gebilde zum Einsturz und Kolabieren zu bringen. So ist leichter vorstellbar, welche Energie freigesetzt wird, wenn es zum Kollaps kommt.

Ein Beispiel für einen Lavadomkollaps gab es schon mehrfach am Soufrière Hills auf der Karibikinsel Montserrat, der sich seit 1995 gleich einige Male ereignet hatte.

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