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Markt im Marketing

Basis für alle Überlegungen

Ich kann die besten Ideen haben, aber wenn es keine Kundschaft dafür am Markt gibt, wird die Idee scheitern. Diese einfache Überlegung ist in Wirklichkeit die Grundbasis des Marketings, denn es gilt zu erheben, welche Optionen der vorliegende Markt bereithält. Das gilt sowohl für die Struktur des Marktes (Anbieter, Themen) als auch für die vorrätigen Zielgruppen und deren Verhalten.

Wettbewerb und Themenvielfalt

Der Markt an sich definiert bereits, welche Option man antreffen kann. Wenn es einen kleinen Markt mit nur bestimmten Themen gibt, wird man vielleicht mit seinem geplanten Angebot gar nicht landen können. Es kann auch sein, dass im näheren Umfeld nur große Unternehmen angesprochen werden sollen oder etwa auch nur Unternehmen, die an Hightech-Lösungen interessiert sind. Will man mit seinen Modeartikeln punkten, wird das eine eher schwierige Angelegenheit.

Es kann aber auch gut sein, dass es eine bunte Mischung gibt, bei der so ziemlich alle Branchen ihre Basis finden können. Hier wäre ein neues Modegeschäft durchaus interessant. Auch der Plan eines Kaufhauses mit unterschiedlichsten Einkaufsangeboten ist dann eine Überlegung, die sehr gut funktionieren kann.

Mit diesen Überlegungen kann man leicht erkennen, dass die eigene Idee mit dem Umfeld zusammenpassen muss. Nur dann kann man auch von einem Erfolg ausgehen. Deshalb ist es so wichtig, den Markt zu kennen, ergo auch den vorrätigen Wettbewerb.

Erwartbare Kundenreaktion

Neben der Konkurrenz und den Branchen, die gute Möglichkeiten haben - oder auch gar keine - gibt es noch einen nicht ganz unwichtigen Faktor am Markt: die Kundschaft. Die Kundinnen und Kunden können selbst Unternehmen sein, aber meistens geht man von Privathaushalten aus. Wie sieht deren finanzielle Lage aus, mit welchen Preisen kann man punkten? Oder, ganz übel: haben diese Leute gar keinen Bedarf?

Will man mit Produkten an den Start gehen, die schon sehr oft verkauft wurden, wird es vielleicht gar keine Leute mehr geben, die Interesse zeigen. Auch das muss man unbedingt wissen, bevor man loslegen kann.

Marketingbegriffe zum Markt

Horizontaler Markt
Ein horizontaler Markt liegt vor, wenn man Produkte anbietet, die für viele Branchen relevant sind. Hier ist nicht das Kriterium der private Käufer, sondern die Unternehmen. Wenn man zum Beispiel Computerkabel, Büromaterial oder ähnliche Waren anbietet, dann werden diese von den Unternehmen in großer Zahl gebraucht. Das reicht vom Buchhalter über den Industriebetrieb bis zu Dienstleister. Bei der Kalkulation und Produktion kann man also von großer Zahl ausgehen, ganz im Gegensatz zum vertikalen Markt.

Negative Nachfrage
Ein richtiges Problem bekommt man, wenn der Markt zur negativen Nachfrage schwenkt. Generell spricht man dann davon, dass kein Interesse am Angebot besteht, was aber nichts Negatives sein muss. Bei der Entscheidung zwischen dem Gasthaus und dem Operationstisch wird man lieber zum Gasthaus essen gehen, statt sich einer Operation zu unterziehen. Die Operation kann aber trotzdem nötig sein.

Wirtschaftlich ist die negative Nachfrage dann gegeben, wenn ungesunde Inhaltsstoffe in Lebensmittel gefunden werden und niemand mehr diese Produkte kaufen will. Es kann auch sein, dass es neue technische Geräte gibt, weshalb die ältere Generation nicht mehr gefragt ist.

Preis
Die Beobachtung des Marktes hat natürlich für den Preis des Angebots eine wesentliche Bedeutung. Wird mit einem zu hohen Preis gearbeitet, dann wird der Umsatz kein guter sein können, aber das hängt stark vom Markt selbst ab. Wie groß ist die Nachfrage und wie groß ist die Konkurrenz? Der Preis ist die letzte Konsequenz, wenn man mit Umfragen, Partnerinformationen oder Marktforschung sowie eigenen Erfahrungen erkannt hat, wie man den Preis ansetzen kann. Das gilt für Milch und Butter im Supermarkt ebenso wie für eine Dienstleistung oder andere Angebote.

Vertikaler Markt
Mit dem vertikalen Markt liegt eine Situation vor, in der Waren angeboten werden, die nur für wenige Branchen interessant sind. Bauteile für die Autoindustrie sind in der Werkstatt gefragt, nicht aber bei Dienstleister oder Ärzte. Daher gibt es weniger Abnehmer als beim horizontalen Markt.

Wettbewerb am Markt
Der Wettbewerb in der Wirtschaft hat verschiedene Zugänge. Aufgabe des Marketings ist es, die Situation zu erfassen, was die Nachfrage ebenso betrifft wie das Angebot. Gibt es schon einige Bankfilialen in der Nähe, dann macht eine weitere Bankfiliale durchaus Sinn, weil man von interessierten Bankkunden bereits ausgehen kann, also erreicht man so einen direkten Wettbewerb.

Wichtig ist es zu wissen, welche Art von Marktsituation vorliegt. Schon im Handel unterscheidet man zwischen dem Käufermarkt mit der stärkeren Position des Käufers (viele Anbieter) und dem Verkäufermarkt (wenige Anbieter). Kennt man seine Position, kann man im Marketing präziserer Entscheidungen treffen.

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Das Marketing ist ein zentraler Bereich im Unternehmen, aber auch in Organisationen. Damit wird untersucht, welche Angebote am Markt erwartet werden oder wie die Kundschaft auf ein Angebot reagiert. Entsprechend gibt es viele Strategien und Begriffe.

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Beschreibung: Der 📈 Markt ist eine wesentliche Basis für jede Überlegung im Marketing, denn er definiert, welche ✅ Möglichkeiten überhaupt für die eigene Idee bestehen.