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Miniwarenkorb als Inflationsgrundlage

Miniwarenkorb: typischer Einkauf für eine Woche

Die Inflationsrate bietet den Preisvergleich innerhalb eines Jahres an und zeigt, ob sich die Preise im April zum April des Vorjahres verändert haben oder nicht. Dabei gibt es aber das übliche statistische Problem, dass die tatsächlichen Lebenskosten nicht wahrheitsgemäß abgebildet werden können.

Miniwarenkorb und Inflationsaussage

Ein Beispiel der letzten Zeit ist der September 2013, als die Inflationsrate gar nicht so hoch lag, aber nur deshalb, weil die Treibstoffe im Jahresvergleich sich durch einen geringeren Erdölpreis reduziert hatten. Gleiches galt auch für den Preis für Heizöl. Wenn man nun aber weder mit Öl heizt noch mit dem Auto fährt, spielt beides keine Rolle. Die Inflationsrate wäre ohne dieser Reduzierung höher, weil die Lebensmittel teurer wurden und davon sind alle Menschen betroffen.

Diesen Gedanken greift man mit dem Miniwarenkorb auf. Dabei werden zahlreiche Produkte ausgeschieden und jene Produkte eingebaut, die typischerweise von einem Haushalt innerhalb einer Woche eingekauft werden. Darunter befindet sich natürlich auch der Treibstoff, da das Autofahren für den Beruf und als Freizeitmöglichkeit am Wochenende weiterhin benötigt wird. Aber die Gewichtung verändert sich und es ist daher entscheidender, wie sich die Preise bei den Lebensmittel verändert haben. Damit wird realistischer, wie es um den Einkauf für das tägliche Leben bestellt ist und das war auch der Ansatz für diesen Miniwarenkorb.

Es kann daher passieren, dass die allgemeine Inflationsrate bei 2,5 % liegt und damit schon auf der höheren Seite zu finden ist, aber der Miniwarenkorb bei 4,3 % liegt. Das ist dann der Fall, wenn zum Beispiel die Lebensmittel sehr teuer geworden sind und der Preisunterschied sich entsprechend niederschlägt. Solche Informationen lassen erahnen, wie viel mehr Geld man für einen üblichen Einkauf ausgeben muss - egal, ob man Single ist oder eine vierköpfige Familie hat.

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