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Bilanz und Bilanzarbeiten

Abschluss der doppelten Buchhaltung

Unter der Bilanz versteht man den Abschluss einer bestimmten Zeitperiode in der doppelten Buchhaltung, meist ein Jahr, weshalb auch vom Jahresabschluss die Rede ist. Im Gegensatz zu der Einnahmen-Ausgaben-Rechnung, bei der es natürlich auch einen Jahresabschluss gibt, ist die Aufgabe in der doppelten Buchhaltung deutlich anspruchsvoller und die Bilanz damit ein komplexeres Ergebnis.

Bilanz im Vergleich zur Einnahmen-Ausgaben-Rechnung

Buchhaltung BilanzBei der Einnahmen-Ausgaben-Rechnung werden die Summen von Aufwände und Erträge gebildet und damit ist der Gewinn auch schon ermittelt. Es gibt keine Überträge in das neue Jahr, es gibt keine Beträge aus den vorherigen Jahren. Damit gibt es auch keine Abgrenzungen oder andere Bewertungen. Einzig Privatanteile werden berücksichtigt. Damit hat man eine einfachere Version der Buchführung durchgezogen, hat aber trotzdem die Möglichkeit, das Jahresergebnis mit dem Jahresergebnis der Vorjahre zu vergleichen.

Bei der Bilanz sieht die Geschichte schon weit komplexer aus, weil berücksichtigt werden muss, was in die aktuelle Periode gehört und was nicht. Börsennotierte Unternehmen liefern im Auftrag der Börse alle drei Monate die Quartalszahlen ab, Unternehmen erstellen normalerweise jedes Jahr eine Bilanz. Die Grundlage sind die Daten aus der doppelten Buchhaltung und dazu kommen die Bilanzarbeiten.

Die Bilanz selbst hat die Aufgabe und Funktion, die Unternehmensdaten darzustellen, den Gewinn zu ermitteln und periodenrein die Summen zu erfassen. Wenn man etwa eine Anzahlung geleistet hat, die Leistung aber erst später erfolgt, ist das eine Ausgabe, die entsprechend berücksichtigt werden muss. Bei der Einnahmen-Ausgaben-Rechnung wird eingetragen, wann gezahlt wurde, warum und wie hoch auch immer. Bei der doppelten Buchhaltung kann es hingegen für ein Jahr eine Bezahlung geben, bei der ein halbes Jahr in das aktuelle fällt, das andere halbe Jahr aber bereits ins nächste Jahr.

Bilanzarbeiten

Zu den Bilanzarbeiten zählen die Aufwände für Abschreibungen ebenso wie die Abgrenzungen. Wenn man eine Anzahlung getätigt hat, dann ist diese in das nächste Jahr zu übertragen, wenn sie dann bei Fertigstellung des Projekts gegengerechnet wird. Wird für drei Monate Miete im voraus bezahlt und es betrifft auch einen Monat im nächsten Jahr, dann muss dieser Monat abgegrenzt werden. Die Bewertungen sind ebenfalls Teil dieser Bilanzarbeiten.

Schließlich wird der Gewinn ermittelt und alle Konten geschlossen. Dies erfolgt durch Übertragung der Werte in das Bilanzkonto, eigentlich Schlussbilanzkonto. Am Beginn des neuen Jahres wird über das Eröffnungsbilanzkonto wird der alte Wert hergestellt, sodass mit den Zahlen von Anlagen, Kassa und Bank weitergearbeitet werden kann.

Bilanzarten

Es gibt nicht nur die eine Bilanz, es können verschiedene Zahlen erarbeitet werden. Die laufende Bilanz ist eigentlich jene, die man mit Bilanz meint, zum Beispiel eine jedes Jahr durchgeführte Bilanz. Zwischenbilanzen sind Werte, wie man sie als Quartalszahlen an der Börse vorstellt - sie werden mehrfach pro Jahr, eben alle drei Monate, erstellt. Man könnte aber auch jede Woche eine Bilanz erstellen - allerdings wäre das sehr arbeitsintensiv und recht viel Sinn macht die Aktion auch nicht. Eine Halbjahresbilanz wäre schon effektiver und zeigt die Entwicklung der letzten sechs Monate.

Vorteile der Bilanz

Die Bilanz verursacht viel Arbeit und Kosten, bringt aber auch Vorteile, weil die Spielregeln bei Bewertung, Abschreibung und Gewinnermittlung mit Ausnahme neuer gesetzlicher Regelungen stets gleich sind. Damit können die Finanzbehörden die Werte von Unternehmen vergleichen und die Wirtschaft die Entwicklung der Unternehmen ablesen. Im Unternehmen selbst kann man Trends erkennen, in welche Richtung sich die Geschäfte entwickeln und man kann einen Trend über Jahre erkennen, wenn man die Bilanzwerte vergleicht.

So kann man aus der Bilanz ablesen, wie viele Schulden man hat und ob diese Schulden im Vergleich zum Vorjahr höher wurden oder sogar gesenkt werden konnten. Man kann auch den Kontostand bei den Bankkonten ablesen, den Wert der Anlagen überprüfen - so es welche gibt - und alle anderen Werte auf einem Blick ablesen und leicht mit den anderen Jahren vergleichen.

Ebenfalls interessant:

Begriffe zur Bilanzerstellung

Abschreibung (AfA)

Die Abschreibung oder Absetzung für Abnutzung (AfA) ist ein vorbeugendes Verfahren in der Buchführung für spätere Kosten wie etwa Computer, Maschinen und Autos.

Anlagevermögen

Das Anlagevermögen ist in der Buchhaltung jener Bereich des Vermögens, der die Werte von Anlagen und ähnlichen Vermögenswerten aufzeigt.

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Bilanz

Die Bilanz stellt den Abschluss einer Zeitspanne in der doppelten Buchhaltung dar wie den Jahresabschluss oder auch den Abschluss eines Quartals für börsennotierte Unternehmen.

Debitoren

Debitoren sind Kunden, die Geld für bereits erbrachte Leistungen und/oder Waren schulden, mit dem man als Unternehmen zu einem späteren Zeitpunkt rechnen kann.

Eigenkapital

Das Eigenkapital ist ein wesentlicher Baustein der Finanzierung eines Unternehmens und findet sich in der Bilanz im Passiva und wird mit Privatkonto und GuV verändert.

Erfolg

Erfolg ist die Bezeichnung für den Unternehmensgewinn im Rahmen der Buchführung durch die Gewinnermittlung und die Bilanzarbeiten.

Fremdkapital

Das Fremdkapital auf der Haben-Seite der Bilanz ist mit dem Eigenkapital zusammen die Grundlage der Finanzierung des Unternehmens zur Finanzierung der Aktiva.

Gewinn-Verlust-Rechnung

Mit dem GuV-Konto und der Gewinn-Verlust-Rechnung wird die Gewinnermittlung des Unternehmens in der Buchhaltung durchgeführt und gegen das Kapitalkonto verbucht.

Inventur

Die Aufgabe der Inventur im Rahmen eines Unternehmens ist wesentlich für die Wertberichtigung und die weiterfolgenden Bilanzarbeiten rund um das Warenlager.

Jahresüberschuss

Der Jahresüberschuss ist der Gewinn eines Unternehmens, der durch die Buchhaltung und mit Hilfe der Bilanz ermittelt und dokumentiert wird.

Jahresabschluss

Der Jahresabschluss der Buchhaltung eines Unternehmens ist das Ergebnis des Wirtschaftsjahres mit den Detaildaten und wird als Bilanz final präsentiert.

Kapital

Das Kapital mit seinen Untergliederungen sichert die Finanzierung des Unternehmens und findet sich in der Bilanz auf der Haben-Seite (Passiva).

Nutzungsdauer

Die Nutzungsdauer ist das Kriterium beim Anlagevermögen in der doppelten Buchhaltung als Wertekorrektur für die Bilanz und zur Refinanzierung zwecks Erneuerung.

Rückstellungen

Als Rückstellung bezeichnet man in Buchhaltung und Bilanz Beträge, die als Vorsorge ohne aktuellen Aufwand berücksichtigt werden.

Sachvermögen

Das Sachvermögen im Rahmen der Buchführung bezieht sich auf Vermögenswerte wie Waren und Rohstoffe und damit auf das Umlaufvermögen der Aktiva in der Bilanz.

Umlaufvermögen

Das Umlaufvermögen in der Bilanz eines Unternehmens setzt sich aus den aktiven Zahlungsmitteln und den Vorräten zusammen.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind Buchhaltungswerte, die in der Bilanz in der Habenseite zu finden sind wie Lieferverbindlichkeiten und Kredite.

Vermögen

Vermögen ist die Aktiva in der Bilanz eines Unternehmens und stellt Werte wie Anlagevermögen und Umlaufvermögen dar.

Working Capital

Der Begriff Working Capital umschreibt mit Hilfe der doppelten Buchführung, wie hoch das Umlaufvermögen wirklich ist, da die Lieferverbindlichkeiten auch Thema sind.

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