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Verbindlichkeiten in der Bilanz

Schulden des Unternehmens

Die Verbindlichkeiten stellen wirtschaftliche Belastungen für das Unternehmen dar und finden sich auf der Passivseite der Bilanz. Sie unterscheiden sich durch ihre Charakteristik in kurzfristige und langfristige Verbindlichkeiten und sie sind genau zu beziffern, womit sie sich von den Rücklagen unterscheiden, bei denen man die spätere Auszahlung nicht weiß.

Lieferverbindlichkeiten: kurzfristige Schulden

Die bekanntesten Verbindlichkeiten sind natürlich die Lieferverbindlichkeiten. Bei diesen Positionen wurden Waren angeliefert, die aber noch nicht bezahlt sind. Die Lieferverbindlichkeiten zählen zu den kurzfristigen Verbindlichkeiten, die normalerweise binnen 30 Tage auszugleichen sind. In manchen Fällen gibt es aber auch eine Zahlungsfrist von 60 oder 90 Tagen, abhängig von den Vereinbarungen der beiden Vertragspartner.

Die Bedeutung der Lieferverbindlichkeiten ist sehr groß. Sie betrifft den Handel als Empfänger ebenso wie die Hersteller als Zusteller und Anbieter. Der Vorteil liegt beim Empfänger darin, dass Waren oder auch Rohstoffe sofort verwendet oder auch verkauft werden können und der Warenwert erst später zu bezahlen ist. Für den Lieferanten stellen die Geschäftsbeziehungen wichtige Grundlagen für den eigenen Erfolg dar und daher werden die Zahlungsbedingungen auch gerne mit 30 Tagen anberaumt.

Auch hier gilt, dass es vom Unternehmen abhängig ist, wie viele Lieferanten man hat. Ein Handelsbetrieb wird viele Lieferverbindlichkeiten aufweisen, ein Dienstleister wohl nur offene Rechnungen für erbrachte Leistungen oder auch Rechnungen für regelmäßige Dienstleistungen, die man noch ausgleichen muss - für die Internetverbindung zum Beispiel.

Langfristige Verbindlichkeiten

Langfristige Verbindlichkeiten sind beispielsweise Kredite und Darlehen, die über Jahre zurückgezahlt werden müssen. Auch sie finden sich auf der Passivseite der Bilanz. Deren Charakter ist ein ganz anderer, weil nicht mit einer Zahlung die Lieferung ausgeglichen wird, sondern mit Kreditraten über einen langen Zeitraum das Geld samt Zinsen zurückgezahlt wird.

Zu den Verbindlichkeiten zählen auch Gelder, für die man selbst noch keine Leistung erbracht hat, wie beispielsweise erhaltene Anzahlungen für eine Lieferung, die man noch nicht durchgeführt hat. Im Moment der Durchführung dieser Lieferung verändert sich die Anzahlung zu einem Teilausgleich der auszustellenden Rechnung.

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Die Bilanz ist das finale Ziel der doppelten Buchhaltung und stellt den Abschluss einer Zeitperiode dar. Meist ist das ein Jahr im Unternehmen, bei börsennotierten Aktiengesellschaften ist die Vorschrift durch die Börse im Sinne der Anlegerinnen und Anleger auf drei Monate begrenzt. Die Arbeiten an sich sind dann aber die gleichen.

Wesentlich ist daher die Funktion der Bilanz selbst sowie die Werte, die in der Bilanz dargestellt werden wie das Kapital sowie die Vermögenswerte.

Die Bilanz ist das Ergebnis, der Jahresabschluss kann aber auch als die Bilanzarbeiten angesehen werden oder als das Ergebnis selbst. Auf dem Weg von den Buchhaltungszahlen zur Bilanz gilt es etwa die Abschreibung (AfA) beim Vermögen zu berücksichtigen und zwar auf Basis der Nutzungsdauer. Eine andere Arbeit besteht darin, dass man die Rückstellungen berücksichtigt, um Vorsorge steuerreduzierend zu treffen. Bei den Waren ist die Inventur durchzuführen. Das Thema der Debitoren ist zu analysieren, also etwa die offenen Schulden der Kunden und ob sie noch ausgeglichen werden können.

Letztlich erfolgt die Gewinn-Verlust-Rechnung zur Ermittlung des Erfolgs und der Frage, ob man einen Jahresüberschuss ergo Gewinn oder einen Verlust erwirtschaftet hat.

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    Infos zum Artikel

    Buchhaltung VerbindlichkeitenArtikel-Thema: Verbindlichkeiten in der Bilanz

    Beschreibung: Die Verbindlichkeiten sind Buchhaltungswerte, die in der Bilanz in der Habenseite zu finden sind wie Lieferverbindlichkeiten und Kredite.

    letzte Bearbeitung war am: 25. 09. 2020