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Big Crunch oder Ende des Universums

Endknall des bisher bekannten Universums?

In der Kosmologie, der Erforschung des Universums, gibt es neben der aktuellen Entwicklung und der Entstehung auch die Fragestellung, ob es mit dem Universum einmal zu Ende gehen könnte. Nachdem sich der Urknall als favorisierte Theorie für die Entstehung herauskristallisiert hatte, gibt es auch die gegenteilige Theorie für das Ende, nämlich den Big Crunch.

Big Crunch oder Endknall

Als Big Crunch wird der Endknall bezeichnet, als das genaue Gegenteil des Urknalls, wobei die Theorie dahinter besagt, dass sich das Universum wieder zusammenzieht zu einem einzigen Punkt und alle Materie in die Singularität fällt, also an einem einzigen Punkt zusammengepresst wird. Dann könnte es zu einem neuen Urknall kommen, wodurch sich das Universum neu bilden könnte. Stimmt die Theorie, so könnte dies auch bedeuten, dass es schon mehrere Big Crunches gab und das uns heute bekannte Universum eine Teil einer Serie von Universen ist.

Dafür spräche die Blauverschiebung, die bei manchen Galaxien zu erkennen ist. Eine Blauverschiebung ist dann gegeben, wenn die Strahlung kürzere Wellen zur Erde schickt, als in früheren Beobachtungszeiträumen. Das Gegenteil ist die Rotverschiebung, wenn die Wellenlängen der Strahlungen länger werden, denn das bedeutet, dass sich die Entfernungen erhöhen.

Und so gibt es im Universum die Beobachtung, dass sich das Universum ausdehnt und gleichzeitig gibt es auch die Verkürzung von Distanzen. Am klarsten haben dies Wissenschaftler bei der Andromeda-Galaxie nachweisen können, die sich der Milchstraße rasch nähert. In drei Milliarden Jahren - eine kurze Zeit für astronomische Entwicklungen - könnte es zum Zusammenprall der beiden Galaxien kommen.

Voraussetzung für den Big Crunch ist es, dass Materie und Energie im Universum eine bestimmte Dichte erreichen, die man kritische Dichte nennt. Nur dann kann es zum Effekt kommen, dass das Universum kollabiert und sich zusammenzieht. Bisher ist dies trockene Theorie und es wird heftig gerechnet und geforscht, ob die kritische Dichte im Universum erreicht ist oder nicht. Gegen die Theorie spricht, dass viele Beobachtungen von einer weiteren Ausdehnung berichten können, wobei Distanzen ohnehin ständig Veränderungen unterliegen. So distanziert sich der Mond auch jedes Jahr von der Erde - um etwa zwei Zentimeter pro Jahr.

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Wenn man über das Universum nachdenkt, muss man sich mit den Dimensionen vertraut machen. Eine Größenordnung betrifft die Astronomische Einheit oder auch die Entfernung von Erde und Sonne. Wichtige Punkte sind auch bei einer Umlaufbahn eines Sterns oder Planeten der nächste und weitest entfernte Punkt, bezeichnet als Aphel und Perihel. Ebenfalls ein wichtiges Hilfsmittel ist das Koordinatensystem für die Bestimmung von Planeten, Sterne oder gar ganzen Galaxien.

Die Frage ist aber, wieso man überhaupt da ist. Dabei ist man sich keineswegs einig, weil Zeitzeugen gibt es zwangsläufig nicht. Durchgesetzt hat sich die Urknall-Theorie, wenngleich sie schon auch schräge Überlegungen zum Inhalt hat. Andere Varianten gibt es mit der Steady-State-Theorie oder auch der Überlegung zum Big Crunch.

Ein eigenes Thema ist der Begriff Nebel im Universum, aus dem heraus neue Sterne entstehen können. Ob das ein Nebel oder eine Galaxie ist, war bis in das 20. Jahrhundert gar nicht so gesichert. Heute kennt man verschiedene Arten von Nebel.

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Big Crunch Theorie zum UniversumArtikel-Thema: Big Crunch oder Ende des Universums

Beschreibung: Astronomie und Theorien: Big Crunch, eine Theorie, wonach sich das Universum wieder zusammenziehen und in einem Endknall enden könnte.

letzte Bearbeitung war am: 23. 10. 2020

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