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Monopol und die Bedeutung für den Markt

Macht für den Käufer oder Verkäufer

Sehr oft wird bei Wirtschaftsberichten von einem Monopol gesprochen und dabei geht man davon aus, dass ein Anbieter diese Position inne hat, aber es kann auch der Käufer ein Monopolist sein. Damit hat man eine ganz andere Situation vorliegen als bei vollkommenen Markt und somit auch viel mehr Macht - aber nicht immer.

Was ist ein Monopol?

In der Volkswirtschaftslehre geht man für den Idealfall von einem vollkommenen Markt aus. Dieser ist so beschaffen, dass es für ein bestimmtes Produkt oder auch eine Dienstleistung viele Anbieter und viele Nachfrager gibt. Auf beiden Seiten kann man also Konkurrenz erkennen und das erzeugt ein natürliches Kräfteverhältnis für das berühmte "Angebot und Nachfrage"-System, durch das sich die Preisgestaltung wie von selbst ergibt. Ein falsch gewählter Preis kann das eigene Unternehmen ruinieren, weil man viel zu billig verkauft hat oder auch ruinieren, weil man zu teuer verkauft und die Kundinnen sowie Kunden verliert.

Der vollkommene Markt ist aber oft ein Wunschdenken, denn es gibt wenige Kunden oder wenige Anbieter. Dann ist ein Oligopol auf einer der Seiten gegeben und das Verhältnis ändert sich. Die exstremste Variante ist das bereits angesprochene Monopol. Dabei gibt es nur einen Anbieter, aber auch nur ein Käufer ist möglich. Häufiger ist der Anbieter ein Monopolist, weil er zum Beispiel ein Produkt verkauft, das kein anderer anbieten kann. Die Käuferinnen und Käufer können sich nun überlegen, ob sie das Produkt erwerben wollen oder nicht, wobei der Monopolist den Preis nach Lust und Laune gestalten kann - Konkurrenz hat er ja eigentlich keine.

Das ändert sich aber, wenn ein Mitbewerber das Produkt nachbaut und günstiger verkauft. Daher ist selbst bei einer Situation des Monopols eine dauerhafte gemütliche Situation nicht garantiert. Man spricht hier auch von einem Verkäufermonopol oder Angebotsmonopol, wobei es ein Käufermonopol auch gibt. Es ist seltener, aber kommt vor, zum Beispiel wenn nur ein Käufer vorrätig ist, aber mehrere Verkäufer ihre Angebote präsentieren. Das kann im Bauwesen so sein, wenn man ein Hochhaus errichten will - es gibt keine fünf Errichter, sondern nur eine Entscheidung (kann auch eine Gesellschaft sein), aber viele Bauunternehmen, die an dem Auftrag sehr interessiert wären.

Beispiele für Monopole

Wenn man ein neues Produkt auf den Markt bringt, hat man ein Monopol, vorausgesetzt, dass es ähnliche Produkte nicht schon gibt. Eine neue Schokolade ist nicht wirklich eine Monopolstellung, weil die Kundinnen und Kunden auf bestehende Artikel ausweichen können.

Hat man ein Luxushotel auf einer Insel und ist das einzige Hotel, dann hat man eine Monopolstellung. Das gilt aber nur für die Insel. Wenn sich nämlich herausstellt, dass man viel zu teuer Zimmer und Dienstleistungen anbietet, weichen die möglichen Gäste auf eine andere Insel aus und man hat seine Monopolstellung theoretisch noch auf der Insel, praktisch aber verloren.

Klassische Monopole sind bei der Energie zu sehen. Zwar gibt es hier auch Oligopole, weil es doch ein paar Anbieter gibt, es kann aber regional auch so sein, dass wirklich nur eine Bezugsquelle für Gas und Strom vorrätig ist. Und hier kann man nicht auf eine andere Insel oder zu einer anderen Schokolade ausweichen, weil auf die Energie ist man angewiesen. Daher gibt es auch häufig Diskussionen über den hohen Preis für die Energieformen, aber zu wenig Konkurrenz, um diese günstiger zu machen. Doch selbst bei diesem Beispiel entschärft sich das Monopol und die scheinbare Macht, weil so viele Menschen auf die Energie angewiesen sind, dass der Staat in die Preispolitik eingreifen kann, um soziale Härten zu entschärfen. Man könnte also theoretisch verlangen, was man will, bis es neue Rahmenbedingungen gibt, die der Staat einführt.

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