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Solarstrom boomt, doch Netzkosten steigen

Umweltfreundliche Energie, aber hohe Preise

Zum Jahreswechsel 2024 auf 2025 fiel in Österreich die staatliche Strompreisbremse weg, und die Netzentgelte zogen kräftig an. Die zwischenzeitlich gesenkte Elektrizitätsabgabe kehrte zum vollen Satz zurück, ausgesetzte Förderbeiträge wurden wieder eingehoben. Auf vielen Jahresabrechnungen, die im Lauf des Jahres 2025 eintrudelten, stand deshalb ein deutlich höherer Betrag als zwölf Monate zuvor.

Ein Plateau mit verschobenen Gewichten prägt das laufende Jahr. Der reine Energiepreis hat sich nach dem Krisenhoch beruhigt, und wer die Strompreise in Österreich 2026 betrachtet, findet keinen weiteren Sprung in der Größenordnung des Vorjahres. Teurer wird die Rechnung trotzdem, nur an anderer Stelle. Ausgerechnet der Solarboom spielt dabei eine Rolle, die zunächst widersprüchlich wirkt.

Der Sprung kam 2025, nicht erst jetzt

Die eigentliche Teuerung liegt schon ein Jahr zurück. Mit dem ersten Jänner 2025 endete die Strompreisbremse, die seit Ende 2022 einen Grundverbrauch jedes Haushalts gedeckelt hatte. Gleichzeitig stiegen die Netzentgelte, und mehrere zuvor ausgesetzte Abgaben kamen zurück.

Abhängig von Verbrauch und Netzgebiet rechnete die Arbeiterkammer damals mit Mehrkosten von mindestens 380 Euro pro Haushalt im Jahr 2025 gegenüber dem Vorjahr. Ein Teil davon verteilte sich auf zwei Abrechnungsperioden, weil die Monate des Jahres 2024 noch unter die Bremse fielen. Spürbar wurde der Aufschlag für viele erst mit der Abrechnung in der zweiten Jahreshälfte. Wer früh im Jahr abrechnete, sah zunächst nur einen Teil der neuen Kosten.

Solarpanel für umweltfreundlichen StromBildquelle: pexels.com / Tom Fisk

2026 bringt keinen vergleichbaren Schub. Die regulierten Bestandteile bleiben hoch. Der Sprung aber ist gemacht, und das verändert, worüber sich an einer Stromrechnung heute streiten lässt.

So verschiebt der Sonnenstrom die Netzkosten

Die Netzentgelte decken Bau, Betrieb und Wartung der Leitungen. Sie machen einen erheblichen Teil der Stromrechnung aus und richten sich nicht nach dem Anbieter, sondern nach dem Netzgebiet. Festgelegt werden sie von der Regulierungsbehörde E-Control.

Hier setzt der scheinbare Widerspruch an. Der Ausbau der Photovoltaik läuft seit Jahren auf hohem Niveau. Laut der Marktentwicklung des zuständigen Bundesministeriums wuchs die installierte PV-Leistung 2024 um 36 Prozent auf fast 9,4 Gigawattpeak. Immer mehr Dächer erzeugen eigenen Strom, immer weniger Kilowattstunden laufen über das Netz.

Die Kosten für dieses Netz verschwinden dadurch nicht. Sie verteilen sich nur auf weniger abgerechnete Kilowattstunden. Wer viel selbst erzeugt, zahlt anteilig weniger an einer Infrastruktur, die trotzdem für alle bereitstehen muss, auch nachts und im Winter, wenn die eigene Anlage wenig liefert. Die Differenz tragen jene ohne eigenes Dach. Ein Leitungsstrang kostet ähnlich viel, ob viel oder wenig Strom durch ihn fließt. Sinkt die abgerechnete Menge, steigt rechnerisch der Preis je Kilowattstunde, auch wenn die Gesamtkosten des Netzes gleich bleiben.

Wie sich diese Kosten künftig verteilen, ist Gegenstand der Debatte um das geplante Elektrizitätswirtschaftsgesetz. Die Arbeiterkammer fordert eine gerechtere Aufteilung zwischen Einspeisern, Händlern und Verbrauchern. PV Austria, der Branchenverband, verweist seinerseits darauf, dass die Nachfrage zuletzt abflache und der Zubau 2025 unter die beiden Rekordjahre davor gefallen sei.

Transparenz wird auch bei digitalen Angeboten wichtiger

Nicht nur am Energiemarkt vergleichen Verbraucher heute Preise und Leistungen genauer. Auch bei digitalen Freizeitangeboten achten viele Nutzer zunehmend auf Übersichtlichkeit und nachvollziehbare Informationen. Slots auf Casino Guru bündeln beispielsweise Informationen zu verschiedenen Spielautomaten, Funktionen und Bewertungen und erleichtern dadurch den Vergleich unterschiedlicher Angebote.

Die Entwicklung zeigt ein generelles Konsumverhalten: In Zeiten steigender Fixkosten und höherer finanzieller Sensibilität gewinnen transparente Informationsangebote an Bedeutung – unabhängig davon, ob es um Stromtarife oder digitale Unterhaltungsangebote geht.

Neun Bundesländer, neun Rechnungen

Wie stark die Netzkosten ausfallen, hängt vom Wohnort ab. Im österreichweiten Schnitt bleiben die Stromnetzentgelte nach dem Begutachtungsentwurf der E-Control für 2026 nahezu stabil, sie steigen nur um rund ein Prozent. In Salzburg sinken sie sogar um neun Prozent, während sie in anderen Gebieten leicht zulegen.

Beim Gas ist das Bild eindeutiger. Dort steigen die Netzentgelte in allen Bundesländern, getrieben von höheren Kosten der Fernleitungen und von zurückgehenden Transportmengen. Ein ähnlicher Mechanismus wie beim Strom, nur ohne die regionale Entlastung.

Die Spreizung erklärt sich aus den unterschiedlichen Investitionen der Netzbetreiber. Wo viel Geld in den Ausbau für erneuerbare Anlagen fließt, schlägt das auf die Entgelte durch.

Der Energiepreis entspannt sich, die Abgaben bleiben

Beim Energiepreis selbst sieht es freundlicher aus. An der Börse haben sich die Großhandelspreise nach den Ausschlägen der Energiekrise wieder eingependelt, und einzelne Versorger geben das weiter. Die Salzburg AG etwa kündigte im März 2026 einen Fixtarif mit Preisgarantie bis Mitte 2028 an. Solche Angebote wären während der Krise undenkbar gewesen. Die Entspannung an der Börse erreicht aber nur jene, die ihren Vertrag auch anpassen. Wer in einem alten, teuren Tarif bleibt, merkt davon wenig.

Eine Stromrechnung besteht grob aus drei Teilen, dem Energiepreis, dem Netzentgelt und den Steuern und Abgaben. Auf das Netzentgelt und die staatlichen Abgaben hat ein Haushalt keinen Einfluss. Der einzige Block, an dem sich drehen lässt, ist der Energiepreis, etwa über einen Wechsel des Stromanbieters. Der Strom, der zu Hause fürs Heizen und Kühlen draufgeht, lässt sich zwar senken, der Tarif dahinter aber oft schneller. Beim Verbrauch der Haushaltsgeräte lässt sich ebenfalls sparen, nur kostet das mehr Mühe als ein Anbieterwechsel.