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Arbeitsverdichtung

Mehr Arbeit in der gleichen Zeit

Mit dem Computer geht alles viel schneller und einfacher. Sollte man meinen. Es gibt doch: man muss den Brief nicht mit der Hand oder der Schreibmaschine verfassen, sondern kann ihn direkt im Computer erstellen, braucht keine Briefmarke, muss nicht zum Postkasten laufen und kann per E-Mail vom Arbeitsplatz aus oder auch von Zuhause aus den Versand durchführen - in der gleichen Sekunde. Setzt man einen Vergleich im Zeitaufwand, dann ist die E-Mail-Variante viel schneller. Und trotzdem hat man viel weniger Zeit - wegen dem Computer und dem Internet. Im Personalmanagement spricht man von der Arbeitsverdichtung.

Definition Arbeitsverdichtung

Es gibt verschiedene Ansätze zu diesem Ausdruck, wobei grundsätzlich mehr Arbeit in der gleichen Zeit ansteht, zum Beispiel zu den bisherigen Aufgaben auch Besprechungen oder die Betreuung zusätzlicher E-Mail-Adressen ergo Kontakte zu Kundinnen und Kunden oder auch Kolleginnen und Kollegen. Das heißt, in der gleichen Zeit wie bisher soll mehr erledigt, mehr geschafft werden. Das kann eine Konsequenz aus einer flacheren Hierarchie sein, weil man mehr Verantwortung übernimmt, es kann sich auch daraus ergeben, dass Leute gekündigt haben oder Abteilungen gestrichen wurden und die bisherige Tätigkeit dieser Leute auf die verbliebenen Personen aufgeteilt werden muss.

Arbeitsverdichtung durch schnellere Technik

Die Arbeitsverdichtung erfolgt aber auch speziell durch die neuen Kommunikationsmöglichkeiten. So viel schneller man mit einem E-Mail wie eingangs dargestellt man auch wäre, wenn man E-Mail, Social Media und vielleicht Newsletter betreuen muss, dazu neue Artikel schreibt oder Konzepte erstellt, dann wird es irgendwann zuviel. Jeder Punkt für sich wäre machbar, aber die Arbeitsverdichtung erfolgt insofern, dass alles praktisch gleichzeitig stattfindet.

Und es gibt noch einen dritten Ansatz, der mit dem Personal wenig zu tun hat, aber in der gleichen Schiene erfolgt. Das ist der Effekt, dass man auch im Privatleben mit dem Computer viel schneller agieren kann und immer weniger Zeit für seine Freunde hat. Man muss nachschauen, ob es auf Twitter etwas neues gibt und dann auf Facebook, bei den beliebtesten Nachrichtenseiten und natürlich muss auch geschaut werden, ob man neue E-Mails erhalten hat. Und schon hat man viel weniger Zeit als früher, obwohl man viel schneller agieren könnte. Hier führt man auch direkt zum Begriff des Info-Overkill - des Zuviel an Informationen und Nachrichten, privat wie dienstlich.

Abhilfe bei Arbeitsverdichtung

Viele Probleme sind hausgemacht. Der große Vorteil der E-Mail gegenüber dem Telefonieren ist zum Beispiel, dass man sich diese elektronische Post dann durchlesen und abarbeiten kann, wenn man die Zeit dafür hat. Aber genau das befolgen die Leute nicht, weil vor allem in vielen Unternehmen die Regel gilt, dass man jederzeit erreichbar sein muss. Unterbricht man seinen Denkprozess, weil man sofort auf das eben eingelangte E-Mail reagieren muss, dann ist das auch nicht förderlich für die Produktivität.

Ein Umdenken ist daher notwendig, um sich mehr Zeit zu gönnen und vor allem sich auf bestimmte Aufgaben zu konzentrieren. Wenn man an einem Konzept arbeitet, gibt es keine E-Mails und gibt es auch keine anderen sozialen Dienste, die man kontrolliert. Die kann man in einem Block nach Abschluss des Vorhabens kontrollieren. Damit wird die Konzentration für eine Sache gebündelt, die man dann gut und meist auch schneller erledigen kann. Danach kann man immer noch kommunizieren. Optional kann man eine E-Mail-Adresse für Notfälle einrichten, die einen bestimmten Klang erzeugt, sodass man auf diese reagiert, die anderen aber ohne Sound ignoriert, bis man sich die Zeit nehmen kann.

Diese Überlegungen gelten auch für daheim oder für Leute, die von Zuhause aus arbeiten, sei es für ein Unternehmen oder als Selbständige für die eigene Geschäftsidee.

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Der Arbeitsplatz ist das Ziel für die Menschen, um genug Geld verdienen zu können, das das Leben finanzieren kann. Aber die Geschichte mit dem Arbeitsplatz ist viel komplexer und auch komplizierter geworden. Auch sprachlich gibt es verschiedene Ansätze und viele sagen nicht mehr Arbeitsplatz, sondern englisch Job. Der Job ist dabei auch die Grundlage für weitere Konzepte wie der Job Rotation.

Ein Spezialfall ist der Nebenjob als zusätzliche Möglichkeit, Geld verdienen zu können - etwa auch neben einer universitären Ausbildung. In Sachen Arbeit und Arbeitsplatz gibt es aber auch schon alte Konzepte wie etwa die Schichtarbeit und schon lange ist auch die Teilzeitarbeit bekannt, etwa für die Halbtagsstelle, die viele Mütter angestrebt haben, um auch mehr Zeit für die Kinder zu haben.

Die Freistellung vom Arbeitsplatz für eine geraume Zeit ist erst im Laufe der Zeit ermöglicht worden. Ein Problem der Gegenwart ist die Hektik, oft auch als Arbeitsverdichtung bezeichnet. Die Arbeitsteilung ist hingegen längst üblich.

Rund um den Arbeitsplatz gibt es verschiedene weitere Begriffe und Überlegungen. Arbeitsplatz vs. Digitalisierung ist eine der oft diskutierten Fragen mit der Sorge, dass durch die Digitalisierung noch mehr Arbeitsplätze verloren gehen können. Die Arbeitskleidung ist ein wichtiger Schutzfaktor am Arbeitsplatz. Die Zusatzleistungen am Arbeitsplatz sorgen für mehr Wohlbefinden und eine engere Bindung an das Unternehmen oder die Organisation.

Arbeitsteilung, politische Probleme und finanzielle Nöte sorgen auch für richtig kritische Situationen wie dem Brain-Drain. Und manchmal gibt es ganz neue Ansätze wie beim Crowdworking.

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Arbeitsverdichtung in der GesellschaftArtikel-Thema: Arbeitsverdichtung

Beschreibung: Der Begriff Arbeitsverdichtung wird im Sinne des Personals immer öfter genannt, aber durch den Info-Overkill gibt es den Effekt auch im Privatleben.

letzte Bearbeitung war am: 15. 10. 2020

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