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Wiener Prater im 2. Bezirk

Großes Erholungsgebiet mitten in der Stadt

Die Stadt Wien hat es zur 2-Millionen-Menschen-Metropole geschafft, ist aber trotzdem eine Stadt mit viel Grün. In eng verbauten Straßenzügen gibt es leider nur die kleinen Beserlparks, aber es gibt auch großflächige Grünanlagen und zu diesen gehört auf jeden Fall auch der Wiener Prater, der sich im 2. Wiener Gemeindebezirk befindet.

Wiener Prater

Wiener Prater: Beschreibung des Parks

Der Prater kann auf zweierlei Art und Weise gesehen werden, denn es gibt den Wurstelprater unmittelbar nach dem Praterstern mit vielen Fahrgeschäften, gastronomischen Betrieben und Veranstaltungsorten und es gibt den grünen Prater als Waldgebiet mit Auenstruktur, Seitenwegen durch den Wald und die Hauptallee als zentraler Straßenzug. Die Allee bietet sich an, um eine Runde laufen zu gehen, man kann sich im Nordic Walking versuchen, mit dem Rad fahren oder auch Spazierengehen und es gibt reichlich Bänke, um die Natur in Ruhe genießen zu können.

Wer mag, kann den Sport im Prater mit jenem von der Donauinsel kombinieren, denn es gibt von der Hauptallee abzweigend eine direkte Route hinüber über die Donau zu der noch größeren Erholungszone in Wien. Aber auch der Prater hat viel zu bieten, denn insgesamt stehen sechs Millioen Quadratmeter an Fläche zur Verfügung. Ob man sich auf die Wiesen legt und die Sonne genießt oder 15 Kilometer joggt ist jedem selbst überlassen. Die Möglichkeiten sind umfangreich.

Dazu gibt es noch Attraktionen wie die Liliputbahn oder auch das Radstadion und das Ernst Happel-Stadion, in dem die österreichische Fußballnationalmannschaft häufig ihre Heimspiele austrägt.

Hauptallee für Läufer und Radfahrer

Ausnahme war der letzte Kilometer bis zum Lusthaus, denn dieser durfte befahren werden, um eine weitere Verbindung zwischen dem 2. und 3. Wiener Gemeindebezirk anbieten zu können. Allerdings wurde dies vor nun einigen Jahren eingestellt, sodass die gesamte Hauptallee für den privaten Verkehr oder Berufsverkehr gesperrt ist. Nur die Querverbindungen, die die Hauptallee passieren, sind noch frei wie die Stadionallee, um das Messegelände erreichen zu können.

Somit kann man einen Familienausflug in den Wiener Prater machen, denn die Kinder können hier Radfahren lernen und sich frei bewegen, ohne dass man Sorgen wegen herannahender Autos haben muss. Die Hauptallee ist aber nicht nur eine asphaltierte Straße, sondern sie hat auch Nebenspuren. Links und rechts gibt es asphaltierte Wege, auf denen man spazierengehen kann und zwischen diesen Wegen und der eigentlichen Hauptallee gibt es in Richtung Lusthaus auf der rechten Seite eine Bahn für die Reiter, und auf der linken Seite eine weitere asphaltierte Bahn.

Dadurch hat man auch an belebten Frühlings-Sonntagen genug Platz, um sich entfalten zu können. Die Hauptallee ist komplett flach und bietet sich daher als optimales Lauftraining an. Neben den unzähligen Läuferinnen und Läufern gibt es auch viele, die sich mittels Nordic Walking fortbewegen und natürlich auch viele Radfahrerinnen und Radfahrer. Inlineskater gibt es auch, aber der Asphalt ist nicht optimal dafür, weshalb diese lieber auf die Donauinsel ausweichen.

Wiener Prater Hauptallee

Ein Highlight der Hauptallee ist der Herbst. Denn dann sind ganze Kinderscharen unterwegs, um die Unzahl von Kastanien aufzusammeln, mit denen spannende Figuren gebastelt werden können.

Insgesamt ist die Hauptallee im Wiener Prater eine wichtige Verbindung und der Ausgangspunkt von erholsamen Spaziergängen oder sportlichen Aktivitäten.

Liliputbahn lädt zu einer Runde durch den Prater ein

Die Liliputbahn wurde im Jahr 1928 eröffnet und hatte damals eine Wegstrecke von knapp unter zwei Kilometer. Heute hat sie ein Wegenetz von 4,7 Kilometer, wobei die eigentliche Fahrstrecke 3,9 Kilometer lang ist. Die Liliputbahn verbindet den Praterstern mit dem Ernst Happel-Stadion, wo sich der Wendepunkt befindet.

Somit kann man sich mit der Schmalspurbahn entlang der Hauptallee die Baumreihen der Allee anschauen und eine erholsame und vor allem für die Kinder spannende Fahrt genießen. Die Fahrt mit der Liliputbahn gehört für die Kinder genauso zum Prater-Pflichtprogramm, wie für viele Erwachsene der Besuch des Schweizerhauses. Auch so mancher Erwachsener ohne Kind mag die Fahrt, gibt es doch nach wie vor sehr viele Eisenbahnfreunde und die kleine Bahn weicht doch deutlich von den üblichen Zügen ab, mit denen man kreuz und quer durch das normale Schienennetz fahren kann.

Wiener Prater Liliputbahn

Die Liliputbahn wurde früher durch Dampflokomotiven angetrieben, heute sind Diesellokomotiven im Einsatz. Es gibt drei Stationen auf der Fahrt durch den Wiener Prater, nämlich die Station Prater-Hauptbahnhof, Rotunde (bei der Kaiserallee) und die Endstation beim Ernst-Happel-Stadion, wo sich der Wendepunkt befindet.

Findet ein Länderspiel statt, dann ist die Fahrt zum Stadion eine Idee, aber die Idee haben dann viele andere auch. Die Fahrt ist an einem Wochenende schon eine gute Idee und es ist interessant zu beobachten, wie die anderen joggen oder mit dem Rad fahren, während man selbst gemütlich von der kleinen Eisenbahn weitergebracht wird. So mancher Besuch im Schweizerhaus wird mit der abschließenden Fahrt ergänzt, um einen schönen Ausflug verbracht zu haben.

Die Bahn ist für die Gäste der Stadt Wien natürlich auch ein Höhepunkt, ist sie doch ganz anders aufgebaut als die Eisenbahn, die man sonst kennt. Man meint, dass die Fahrgeschäfte im Wurstelprater spannender sind, aber die Fahrt mit der Liliputbahn ist schon etwas ganz Besonderes.

Riesenrad mit der Option des Blicks über Wien

Ursprünglich hat das Riesenrad 30 Waggons besessen, nach schweren Schäden durch den Zweiten Weltkrieg wurde die Zahl auf 15 Waggons reduziert. Die Sorge, dass das Riesenrad nicht mehr genug Stabilität aufweisen würde, bestätigte sich nicht. Jeder Waggon kann eine Gruppe von Menschen aufnehmen, die dann eine Runde per Riesenrad drehen kann. Damit hat man auf der einen Seiten die Fahrt nach oben und am höchsten Punkt einen schönen Ausblick über Wien, auf der anderen Seite fährt man wieder hinunter.

Das Riesenrad ist eine der größten und beliebtesten Attraktionen des Wiener Prater und für Touristen ist eine Fahrt im Riesenrad fast schon Pflicht. Neben der vielen Millionen Gäste, die das Riesenrad schon erlebt hat, war es auch schon öfter Hintergrundmotiv von Spielfilmen. Filmfreunde erinnern sich wohl noch gut an die Szenen im James Bond-Film "Der Hauch des Todes", als der berühmte James Bond eine Runde im Riesenrad drehte.

Wiener Prater Riesenrad

Das Riesenrad im Wiener Prater hat einen Durchmesser von 60,96 Meter und der höchste Punkt ist 64,75 Meter über dem Boden. Das Riesenrad bewegt sich maximal mit 2,7 Stundenkilometer.

Mit dem Jahr 2002 bekam das Riesenrad eine attraktive Ergänzung, denn es wurde in unmittelbarer Nähe ein Museum errichtet, das hauptsächlich von alten Waggons des Riesenrades abgedeckt wird. In diesen nachgebauten Waggons kann man viel Wissenswertes über die Geschichte des Wiener Praters erfahren.

Fahrgeschäfte, Süßigkeiten und viel Spaß

Der Wurstelprater umfasst nur 6 Quadratkilometer an Fläche und damit einen sehr kleinen Teil des gesamten Gebietes, das der Wiener Prater einnimmt, aber er ist ein Publikumsmagnet. Für die Kinder und Jugendlichen sowieso, denn hier ist der Spaßfaktor im Vordergrund. Der Wurstelprater setzt sich aus verschiedenen gastronomischen Betrieben zusammen, die teilweise Kultstatus genießen wie beispielsweise das Schweizerhaus und natürlich aus verschiedenen Attraktionen, wie die Geisterbahn, diverse Ringelspiele, Reiten mit Pferden, Autodrom und vielen weiteren Möglichkeiten.

Die Cartbahn gehört ebenso dazu wie auch Hochschaubahnen oder ähnliche moderne Möglichkeiten, um seinen Kreislauf einer Herausforderung zu unterziehen. Daneben hat der Wurstelprater eigene Kinoanlagen und es gibt regelmäßig Veranstaltungen, die das Gelände als Basis nützen.

Wiener Prater Wurstelprater

Der Wurstelprater befindet sich am westlichen Ende des Wiener Praters und ist durch Straßenbahn und U-Bahn öffentlich auch leicht zu erreichen. Das wurde sogar noch vereinfacht, weil durch die EURO 2008, die Fußball-Europameisterschaft, wurde die U-Bahn-Linie U2 in den Prater verlängert. So konnten die vielen Fans der jeweiligen Nationalmannschaften leichter zum Stadion gelangen und viele zogen nach dem Spiel weiter in den Wurstelprater.

Eine Spezialität gibt es auch im Wurstelprater: den Praterzug, mit dem man sich durch das Gelände fahren lassen kann. Wer einmal genug von der Action hat, kann auch einen Spaziergang zur Hauptallee anstreben und sich dort im Grünen erholen, um später weiter Spaß im Wurstelprater zu haben.

Wiener Prater: weitere Infos

Fakten über den Prater mit dem Lageplan finden Sie unter der nachstehenden Internetseite der Gemeinde Wien.

https://www.wien.gv.at/umwelt/parks/anlagen/prater.html

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Der 2. Wiener Gemeindebezirk hat nicht so viele Grünflächen wie andere Bezirke von Wien, aber dafür sehr bekannte und auch große. Der Augarten ist eine solche Grünanlage, die oft und gerne besucht wird ebenso wie die Venediger Au sowie natürlich der Wiener Prater mit vielen Optionen von Freizeitsport bis Vergnügen samt Verbindung zur Donauinsel.

Abseits der großen Grünflächen gibt es auch einige kleinere Parks zur Erholung wie den Max-Winter-Park und den Wolfgang-Kössner-Park. Erholung findet man auch im Odeonpark und Wettsteinpark sowie im Rudolf-Bednar-Park.

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      Wiener PraterArtikel-Thema: Wiener Prater im 2. Bezirk

      Beschreibung: Der Wiener Prater ist eine große Grünanlage mitten in der Stadt Wien mit zahlreichen Möglichkeiten von Fahrgeschäfte bis zum Spazieren, Wandern und Laufen.

      letzte Bearbeitung war am: 07. 09. 2020