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Bergwandern und Höhenwandern

Schönes aber gefährliches Wandern

Im Bereich des Wanderns gibt es viele Begriffe, die aber nicht klar abgegrenzt sind. So wird zwischen dem Wandern und Bergwandern unterschieden, wobei das Bergwandern vom Namen her schon verrät, dass man sich in den Bergen oder Hügeln aufhält. Aber andere nennen ihre Fortbewegung Wandern und marschieren auch in die Berge - von daher ist eine Trennung nur teilweise möglich.

Definition Bergwandern

Der Begriff des Bergwanderns ist wohl als Abgrenzung entstanden, weil es Wanderungen gibt, die große Höhenunterschiede als Basis haben, während man sich bei normalen Wanderungen eher im flachen Gelände bewegt. Zusätzlich wurde der Begriff des Höhenwanderns eingeführt.

Als Höhenwanderung ist jene zu verstehen, bei der in großer Höhe über lange Zeit gegangen wird. Beispielsweise auf einem Hochplateau oder auf einem Bergkamm. Man steigt also nicht ins Tal herab, um auf den nächsten Berg aufzusteigen, sondern bewegt sich ständig in großer Höhe. Solche Wanderung erfordern meist Trittfestigkeit, gute Ausrüstung und Kondition und meistens auch Schwindelfreiheit.

Doch auch die Bergwanderungen können sehr anspruchsvoll sein und sehr hoch hinaufführen. Es gibt für viele Menschen nichts schöneres, als einen Berg hinaufzuwandern und dann oben die Aussicht zu geniesen oder in eine Hütte einzukehren, um die Natur einwirken zu lassen.

Gefahr durch Bergwandern

All diese Wanderformen haben aber eine große Schattenseite: jährlich sterben über 300, manchmal auch 400 Menschen in den Bergen. Der erste Gedanke ist natürlich der Bergunfall beim Klettern, aber ein großer Teil der Todesopfer ist beim Bergwandern zu beklagen. Denn viele Leute flüchten aus dem Alltagsstress und haben kaum Kondition.

Als Folge überfordern sie ihren Körper, wenn sie auf einen 2.000 m hohen Berg hinaufwandern wollen. Den Ehrgeiz aus dem Büro haben sie mitgenommen und übertragen ihn auf die Freizeitbeschäftigung Wandern. Das Ergebnis endet oft tragisch, weil das Herz nicht mitspielt und es zum Herzversagen kommt.

Ein Viertel der Todesopfer in den österreichischen Bergen war bergwandern, also nicht klettern. Die Begründung dürfte wohl auch darin liegen, dass man die Wanderung unterschätzt. Wenn man zu schnell von 500 m Seehöhe auf einen hohen Berg geht, kann das schlimm enden. Dazu kommt der Leichtsinn bei schlechtem Wetter. Wanderungen auf den Bergen können bei einfallendem Nebel sehr gefährlich werden und man verirrt sich. Auch ein scheinbar harmloser Berg mit gerade einmal 800 bis 1.000 Meter Seehöhe kann zu einem Absturz führen, doch diese Gefahr erahnen viele nicht oder nehmen sie nicht zur Kenntnis.

Aus diesen Gründen sollte man sich vor der Wanderung genau bei den Einheimischen und bei den Wanderverbänden über die geplante Tour informieren und die Ratschläge auch ernst nehmen. Wenn man die Tipps beherzigt, steht dem Wandervergnügen nichts mehr im Wege.

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