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Marianne Mendt Wie a Glockn

Wie a Glockn: der Anfang des Austropop?

"Wie a Glock"n" gilt nach wie vor als jenes Lied, das den Austropop eingeläutet haben soll. Zum Teil mag das auch so stimmen, aber es hat schon davor Lieder ähnlicher Machart aus Österreich gegeben. Medial war die Glockn aber wohl wirklich eine Initialzündung für österreichische Musik im Dialekt, die schon bald von Ambros & Co. auch kommerziell erfolgreich fortgeführt haben.

Österreichischer Dialekt statt deutsche Schlager

Das Lied "Wie a Glock"n wurde 1970 von Gerhard Bronner geschrieben und von Marianne Mendt gesungen. Das Besondere an dem Lied war die Tatsache, dass im Wiener Dialekt gesungen wurde und das Lied war auch ein sehr schnelles und rythmisches Lied, sodass der Charakter des österreichischen Dialekts mit der Popmusik zusammengeführt wurden.

 

Zu jener Zeit waren auch in Österreich im Fernsehen und noch stärker im Radio vor allem deutsche Schlagerstars zu sehen und hören. Mit "Wie a Glock"n" wurde insofern eine Initialzündung erreicht, als viele in Österreich ein Aha-Erlebnis hatten, dass es in Österreich auch mit dem natürlichen Dialekt Erfolg geben könnte. Das Musikpublikum hatte das Aha-Erlebnis, dass es solche Leute auch gibt und die Künstler hatten das Aha-Erlebnis, dass sie eine Chance haben. Der ORF sprang auf den Zug auf und entwickelte Fernsehformate, um jungen Künstlern eine Chance zu geben und dort traten dann Leute auf, die später eine große Karriere gemacht haben wie Wilfried oder Peter Cornelius.

Der Beweis kann nicht erbracht werden, aber möglicherweise steckt ein Teil von der Glock´n von Marianne Mendt in den Anfangserfolgen von Wolfgang Ambros, der mit seinen Dialektliedern von Hit zu Hit stürmte. Die Dialektlieder blieben nicht auf Wien und die 1970er-Jahre beschränkt. STS punktete mit ihren steirischen Dialektliedern ebenso beeindruckend.

Um einen Begriff zu finden, der die österreichische Musikszene zusammenfasst, wurde der Austropop gefunden. Damit sind viele nicht glücklich, aber jeder weiß sofort, dass es sich um Musik handeln muss, die aus Österreich kommt. So war der Charakter des Austropop ursprünglich, dass im Dialekt gesungen wurde, aber heute singen viele englisch und zahlreiche Hörerinnen und Hörer wissen gar nicht, dass das Gehörte aus Österreich stammt. Dennoch wird es dem Austropop zugeordnet - zur Abgrenzung der internationalen Künstler.

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Informationen

Titel: Wia a Glock´n die vierundzwanzig Stunden läut
Interpret: Marianne Mendt
Album: Wia a Glock´n
Erscheinungsjahr: 1970
Text: Gerhard Bronner
Musik: Hans Salomon

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Im Rahmen der österreichischen Musik gab und gibt es Bands und Einzelinterpreten mit vielen Erfolgen in Hitparade oder auf der Konzertbühne, aber auch viele Interpreten, die nur wirklich einmal richtig Erfolg hatten. Dazu gehören aber auch Lieder von besonderen Zusammenstellungen.

Auch in Österreich gibt es solche Einzelhits im Zusammenhang mit dem Hochsommer, den sogenannten Sommerhits, von schrägen Liedern wie der Grille auf der Brille bis zum Hochsaison im Eissalon - einer schon alten Nummer, die aber jedes Jahr aktuell wird, wenn es warm wird und die Massen in die Eissalons strömen.

Dann gibts die Evergreens, Lieder, die auch für den Anfang des Austropop stehen. Wia a Glock´n zählt dazu wie auch "Ich bin a Weh".

Und es gibt auch erfolgreiche Lieder, die im Zusammenhang mit Aktionen, stehen wie etwa der Birthday Song für den Geburtstag von Ö3 oder Sonntag als Vertreterlied Österreichs beim Songcontest. Warum? war der österreichische Beitrag zur Spendenaktion gegen die Hungersnot in Afrika.

Es gab noch viele weitere Einzelhits, die zum Teil sogar international erfolgreich waren. Manche Lieder wie der klana Indiana waren Scherzlieder mit großem Erfolg, auch Kottans Kapelle mit "Lonely" zählt dazu.

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    Infos zum Artikel

    Marianne Mendt Wia a Glockn die 24 Stunden läutArtikel-Thema: Marianne Mendt Wie a Glockn

    Beschreibung: Das Lied "Wie a Glockn" von Marianne Mendt aus dem Jahr 1970 war einer der ersten Ausläufer des Austropop im Sinne von Dialektliedern.

    letzte Bearbeitung war am: 02. 12. 2020