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Affiliate-Marketing: Was steckt dahinter?

Welche Spielregeln zu beachten sind

Wer heutzutage online unterwegs ist, findet häufig *-Sternchen in Blog-Beiträgen oder Social-Media-Posts, die auf das Affiliate-Marketing verweisen. Was genau es damit auf sich hat, wird dort selten erklärt.

Hier erfahren Sie wichtige Informationen zu dieser Art des Online-Marketings, ob die dahinter stehenden Angebote seriös sind und wie mehrere Beteiligte von diesen Werbedeals profitieren können.

Was ist Affiliate-Marketing?

Affiliate-Marketing ist ein leistungsfähiges Geschäftsmodell, bei dem mehrere Beteiligte und ihre Unternehmen zusammenarbeiten, um einander zu mehr Erfolg zu verhelfen. Auf Deutsch kann man diese Form des Marketings als Partner- oder Empfehlungs-Marketing bezeichnen.

Vorteile vom Affiliate-MarketingBildquelle: Unsplash.com / Melanie Deziel

Im Wesentlichen handelt es sich um Empfehlungen, für die die Vermittler eine Provision erhalten.

Wie funktioniert Affiliate-Marketing?

Es gibt verschiedene Strategien des Affiliate-Marketings. Das Basis-Konzept lässt sich gut anhand von Gutscheinwebseiten erklären:

  • Gutscheinwebseiten durchsuchen das Internet nach Gutscheincodes für diverse Marken. Häufig arbeiten sie dabei mit den Unternehmen zusammen, um ihre aktuellen Bonusaktionen zu bewerben.
  • Kunden, die zum Beispiel bei dem Großhändler Universal einkaufen möchten, können eine dieser Seiten nutzen. Dort geben sie den Namen des Händlers ein und erhalten eine Auflistung der aktuell gültigen Gutscheincodes. So kann man unter anderem Universal Gutscheine hier finden.
  • Nutzen die Kunden bei ihrem Einkauf bei Universal einen Gutschein, der auf der Gutscheinwebseite gefunden wurde, wird das bei dem Händler vermerkt. Aufgrund des Affiliate-Programms erhält der Vermittler – die Gutscheinwebseite – eine Provision. Sie belohnt die Webseite dafür, dass sie dem Partner zu einem Verkauf verholfen hat.

Die Vorteile des Affiliate-Marketings

Der größte Vorteil des Affiliate-Marketings besteht darin, dass alle Beteiligten von der Zusammenarbeit profitieren. Bei dem Exempel der Gutscheinwebseiten sind das die Händler, deren Gutscheine geteilt werden, die Webseite, die die Gutscheine vermittelt, und die Kunden, die den Gutschein nutzen.

  • Händler: Durch die Gutscheinwebseite werden die aktuellen Bonusaktionen der Händler breiter gestreut und mehr Kunden werden dazu verlockt, bei dem Unternehmen einzukaufen.
  • Vermittler: Die Gutscheinwebseite wird dafür bezahlt, die Codes und Links zu dem Händler zu vermitteln.
  • Kunden: Die Kunden erhalten Vergünstigungen, die sie bei einem Einkauf nutzen können.

Für das Unternehmen und den Vermittler können noch weitere Vorteile entstehen. Diese lassen sich gut an dem Affiliate-Marketing zwischen einem Händler und einem Social-Media-Influencer beschreiben:

  • Teilt ein Influencer Partnerschaften und Vergünstigungen für eine bestimmte Marke mit hohem Prestige, steigert das auch dessen Marktwert. Die gezielte Zusammenarbeit einer beliebten Marke mit dieser Person zeigt an, dass sie sich gerne mit diesem in Verbindung bringen lässt. Der Influencer muss also einen hohen Marktwert, Seriosität und Einfluss besitzen. Dieser gute Ruf kann zu weiteren, wirtschaftlichen Vorteilen führen.
  • Andersherum profitieren die Unternehmen von der großen Anzahl und der Beziehung von Followern und den Influencern. Auf einer parasozialen Ebene entsteht zwischen Fans und Social-Media-Persönlichkeiten ein hohes Vertrauen. Empfiehlt der Influencer ein Unternehmen, sind die Follower eher dazu geneigt, ihre Dienstleistung als gutes Produkt wahrzunehmen.

Die verschiedenen Arten von Affiliate-Marketing-Modellen

Das Affiliate-Marketing ist eine beliebte Marketing-Strategie, die sich in noch weitere Spezialisierungen unterteilen kann. Sie unterscheiden sich etwa darin, wofür genau ein Vermittler eine Provision erhält. Mögliche Affiliate-Marketing-Programme sind unter anderem:

  • Cost-per-Click – Bei CPC-Programmen erhält der Vermittler für jeden Klick auf den Affiliate-Link eine Provision.
  • Cost-per-Sale – Bei CPS-Programmen wird nur dann gezahlt, wenn auch ein Einkauf stattgefunden hat.
  • Cost-per-Action – Bei CPA-Programmen muss es nicht zu einem Einkauf kommen. Die Kunden müssen aber irgendeine Form von Interaktion mit dem Unternehmen eingegangen sein. Dazu gehören Handlungen wie das Ausfüllen einer Umfrage oder das Eintragen in eine E-Mail-Liste.

CPC-Programme sind für Vermittler sehr attraktiv, da sie bereits eine Bezahlung erhalten, wenn ein Kunde neugierig geworden ist und sich die Seite des Unternehmens anschaut, aber nicht dort einkauft. Dafür sind die Provisionen bei Programmen wie diesen meist niedriger.

Ist Affiliate-Marketing seriös?

Affiliate-Marketing ist dann seriös, wenn es als solches markiert ist.

  • Wenn ein Influencer für das Teilen eines Links bezahlt wird, muss dieser das entsprechend als Marketing markieren. So sollen Kunden davor geschützt werden, dass ihr Vertrauen durch versteckte Werbung ausgenutzt wird.

Kunden, die mit Affiliate-Links interagieren, sollten sich immer der dahinterstehenden Marketing-Beziehung bewusst sein.

  • Da der Vermittler davon profitiert, den Link zu teilen, bedeutet das nicht immer, dass die Empfehlung wirklich seine Meinung zu der Qualität des Produkts ausdrückt.

Da Vermittler aber einen schlechten Ruf erhalten können, wenn das Produkt, das sie teilen, eine schlechte Qualität hat, regulieren sich diese Probleme häufig von selbst.

  • Influencer achten in diesem Rahmen beispielsweise darauf, dass sie nur Marketing-Deals annehmen, die sie mit gutem Gewissen weitertragen können, um negative Fanreaktionen zu vermeiden.

Fazit

Affiliate-Marketing ist eine großartige Möglichkeit, eine Win-win-Situation für alle Beteiligten zu schaffen. Durch Affiliate-Marketing können sowohl der Vermittler als auch der Händler von gesteigerten Umsätzen, Bekanntheit oder beidem profitieren. Die Kunden erhalten im Gegenzug gute Angebote.

Damit Affiliate-Marketing erfolgreich ist, ist es wichtig, dass alle Links eindeutig als Affiliate-Links gekennzeichnet sind. Das schafft Transparenz für den Verbraucher, damit er versteht, was hinter der Empfehlung steckt, und ihr nicht blind vertraut.

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