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Selbstbehalt bei Versicherungen

Anteilige Eigenkosten

Abhängig vom Versicherungsvertrag und von der Art der Versicherung kann im Vertrag ein Selbstbehalt vereinbart oder vorgesehen sein. Dabei handelt es sich um eine in Prozent angegebene Höhe des Schadensbetrages, bis zu der der Versicherte die Kosten des Schadens selbst übernehmen muss. Alternativ kann auch ein Fixbetrag als Selbstbehalt vereinbart werden.

Selbstbehalt und Versicherungen

Die Formen des Selbstbehaltes sind unterschiedlicher Natur. Es gibt Selbstbehalte, die dann zum Tragen kommen, wenn der Schadensfall eine bestimmte Mindestgrenze unterschreitet, es gibt Versicherungsangebote, bei denen der Selbstbehalt im automatisch vorgesehen ist, weshalb die Versicherung günstiger ist als alternative Angebote, die keinen Selbstbehalt beinhalten. Bei Autoversicherungen wird häufig ein Selbstbehalt vereinbart. Sowohl in der Teilkaskoversicherung als auch in der Vollkaskoversicherung  ist der Selbstbehalt mit einer fixen Höhe vorgesehen.

Beim Selbstbehalt ist zu beachten, dass das Versicherungsunternehmen erst dann den über den Selbstbehalt offenen Betrag des Schadens bezahlt, wenn der Schaden insgesamt mehr als der vertraglich festgelegte Schadenfalls beträgt.

Ist ein Selbstbehalt von EUR 150,-- vorgesehen und der Schaden beträgt EUR 110,--, dann trägt der Versicherungsnehmer den vollen Schaden. Beträgt der Schaden hingegen EUR 1.000,--, dann zahlt die Versicherung nach Prüfung der Sachlage die Differenz zwischen dem Schadensfall und dem vereinbarten Selbstbehalt, in dem Fall also EUR 850,--.

Der Selbstbehalt ist eine häufige Einrichtung bei Versicherungsverträgen und reduziert ein wenig das Risiko der Versicherungsunternehmen beim Ausgleich des Schadens, reduziert umgekehrt aber damit auch die Prämie ergo die Kosten für die Versicherung. Das Verfahren des Selbstbehaltes ist ein bekanntes und übliches, vor allem bei den Fahrzeugversicherungen ist die Vereinbarung des Selbstbehalts sehr häufig anzutreffen.

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