Sie sind hier: Startseite -> Wirtschaft -> Handels-ABC -> Verkäufermarkt

Verkäufermarkt im Handel

Gute Position für Verkäufer

Die Marktsituation wird durch Angebot und Nachfrage gesteuert. Das Angebot sind Dienstleistungen und Produkte, die die Unternehmen ihren Kunden anbieten wollen und können, die Nachfrage besteht im Interesse der Kundinnen und Kunden, diese Dienstleistungen in Anspruch zu nehmen bzw. die Produkte zu kaufen.

Es ist fast ausgeschlossen, dass Angebot und Nachfrage mit gleicher Quantität stattfinden, weshalb man von einem Käufermarkt oder einem Verkäufermarkt spricht. Beim Käufermarkt gibt es mehr Angebot als Nachfrage, was im Sinne des Konsumenten ist.

Definition Verkäufermarkt

Der Verkäufermarkt ist das Gegenteil und in Wirklichkeit eine perfekte Situation für die Unternehmen. Dabei ist die Nachfrage höher als das Angebot. Das bedeutet, dass man weniger Werbung braucht, um auf seine Produkte aufmerksam zu machen und das Interesse bzw. der Bedarf der Menschen ist sehr hoch, weshalb die Kaufentscheidung schneller erfolgt. Ein solcher Markt ist dann gegeben, wenn es wenige Anbieter gibt, aber viel Nachfrage besteht. Das hat auch den Vorteil, dass man beim Preis zulegen kann, ohne dass der Absatz in sich zusammenfällt. Aber man darf es nicht übertreiben, weil man sonst ein Problem bekommen kann.

Das Angenehme für die Unternehmen besteht darin, dass bei Vorliegen eines Verkäufermarktes in ihrem Geschäftsfeld und bei ihren Produkten, das Risiko eines Verlustes reduziert wird, weil man fix mit einem Absatz rechnen kann. Natürlich ist das kein dauerhafter Zustand, aber bei Vorliegen eines Verkäufermarktes hält der Trend für einige Zeit an, der Markt muss aber trotzdem genau beobachtet werden. Eine solche Marktsituation kann im Einzelfall auch länger bestehen, wenn es wenige Anbieter gibt, aber im normalen Handel ist sie eher ein Wunschdenken.

Verkäufermarkt und Beispiele

Im regulären Handel wie beim Lebensmittelhandel gibt es den Verkäufermarkt so gut wie nie, weil der Markt sehr umkämpft ist. Zwar gibt es viele Leute, die täglich einkaufen, aber auch viele Filialketten, die einen Preiskampf austragen. Ganz anders sieht es zum Beispiel bei den Tankstellen aus. Viele Leute brauchen Diesel oder Benzin, aber nur wenige Handelsketten bieten mit ihren Tankstellennetzen diese Produkte an, weshalb sie in einer sehr starken Position sind.

Auch ein anderes Energiebeispiel funktioniert. Denn beim Stromanbieter liegt eine ähnliche Situation vor. Ein weiteres Beispiel für einen Verkäufermarkt sind die Anbieter der Mobiltelefone, denn auch hier gibt es wenige Anbieter, aber sehr viele Leute, die die Mobiltelefone unbedingt haben wollen.

Ebenfalls interessant:

Großhandelspreis

Der Großhandelspreis ist ein günstiger Einkaufspreis für den Großhandel als Gegenleistung für die Abnahme einer hohen Stückzahl.

Fachgeschäft

Das Fachgeschäft ist ein Handelsbetrieb, in dem für ein bestimmtes Produktsortiment Fachberatung und Expertise angeboten wird.

Direktverkauf

Der Direktverkauf ist eine Möglichkeit des Vertriebs, bei dem man die eigenen Produkte im eigenen Namen selbst verkauft.

Marken im Handel

Marken im Handel und welche Bedeutung die verschiedenen Marken und ihre Formen (Eigenmarken, Herstellermarken) für den Handelserfolg haben.

Absatz

Der Absatz ist die Summe der verkauften Einheiten und besonders im Handel eine wichtige Wirtschaftsgröße in der Analyse.

Ladenhüter

Der Ausdruck Ladenhüter umschreibt kaum oder nur schwer verkaufbare Produkte - auch im Sinne der Lagerverwaltung.

Straßengeschäft

Als Straßengeschäft wird ein normales Verkaufslokal wie eine Filiale oder ein Einzelhandelsunternehmen bezeichnet - als Unterscheidung zum Internetverkauf.

[aktuelle Seite]

Verkäufermarkt

Der Verkäufermarkt ist eine Marktsituation, bei der der Verkäufer eine gute Position vorfindet, weil die Konkurrenz gering ist.

Soziale Medien

Wir freuen uns, wenn dieser Artikel geteilt wird:

Zurück zum Hauptthema

Übersicht Handels-ABC

Startseite Wirtschaft