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Variable Kosten bei der Kostenermittlung

Veränderte Kosten

Der Begriff variable Kosten wartet mit zwei Definitionen auf. Die erste Definition bezieht sich auf den Privathaushalt, die zweite auf das Unternehmen, obwohl beide für die Unternehmen relevant sind.

Variable Kosten und Privathaushalt

Für den Privathaushalt bedeuten variable Kosten laufende Kosten, die praktisch täglich entstehen, die sich aber geringfügig in ihrer Höhe ändern können. Dazu zählt zum Beispiel der tägliche Einkauf von Lebensmittel. Da man aber nicht immer die gleichen Lebensmittel kauft und da diese unterschiedlich günstig oder teuer sind, ändert sich auch dieser Kostenfaktor. Zusätzlich braucht man Verbrauchsmaterial wie Küchenrolle, Putzmittel oder ähnliches und das muss auch nicht täglich eingekauft werden.

Die variablen Kosten sind daher aus Sicht eines Privathaushaltes Kosten die anfallen, die aber unterschiedlich hoch ausfallen können. In einer Woche braucht man kaum neue Produkte, in der nächsten viele, weil die bisherigen Produkte sich dem Ende neigen.

Variable Kosten und Unternehmen

Für die Unternehmen bedeuten variable Kosten, dass abhängig vom Produkt, Geschäftsfeld sowie der Handlung die Kosten unterschiedlich hoch sein können und das unterscheidet die variablen Kosten von den Fixkosten, die, wie der Name schon verrät, immer gleich sind. Die Fixkosten steigen, wenn man mehr Personal aufnimmt, aber sie bleiben im Verhältnis trotzdem gleich hoch.

Im Gegensatz dazu sind die variablen Kosten abhängig von veränderten Einkaufspreisen, Marktsituationen und Beschäftigungsstrategien abhängig. Ein gutes Beispiel für variable Kosten sind Rohstoffpreise, die sich rasch ändern können. Damit verändern sie aber auch die Kalkulation und somit den Endpreis, vermutlich auch das Käuferverhalten und den Umsatz.

Variable Kosten und Kostenrechnung

Die variablen Kosten können in der Kostenrechnung direkt auf das einzelne produzierte Stück angerechnet werden, weshalb eine genauere Kalkulation des Stückpreises möglich wird. Sie sind unterschiedlich hoch, daher varibel, aber man weiß, wie viel Rohstoff man braucht, um Produkt XY herstellen zu können und somit sind sie ein direkter Kostenfaktor bei der Herstellung und einfach zuzuordnen, wenn man die Kostenrechnung durchführt.

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