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Ferien oder Schulferien

Keine Schule! Keine Aufgaben!

Ferien sind eine bejubelte Seite im Schulwesen, denn das bedeutet, dass die Kinder nicht in die Schule gehen müssen. Sie können lang schlafen und sich erholen. Und das beste an der Sache ist, dass es die Ferien gleich mehrfach innerhalb eines Schuljahres gibt. Auf dieser Seite gibt es einen Überblick über die Ferien und die schulfreien Tage im Rahmen eines Jahres.

Schulferien und schulfreie Tage: Inhalt

Ferien oder Schulferien und ihre Funktion

SchulferienFerien oder Schulferien bezeichnen einen längeren Zeitraum von schulfreien Tagen, wobei die Hauptferien im Sommer stattfinden. Innerhalb des deutschsprachigen Raumes gibt es aber verschiedene Regelungen der Ferien. In Österreich gibt es die Sommerferien für zwei Monate von Anfang Juli bis Anfang September, in Deutschland haben einige Bundesländer erst später und kürzer Ferien, dafür gibt es im Frühjahr längere Ferien.

Die Ferien haben in ihrer Hauptfunktion die Aufgabe, für Erholung und Entspannung zu sorgen. Man muss die ganze Zeit lernen, hat Prüfungen vor sich und mit den Ferien fällt dieser Stress weg und man kann sich ganz der Erholung und Unterhaltung widmen, um mit aufgetankten Batterien nach einer Ferienwoche (Weihnachten, Ostern) die Schule wieder zu besuchen oder nach den langen Sommerferien ein neues Jahr zu beginnen.

Außerdem haben die Ferien noch andere Funktionen. Da man fix mit sehr vielen Familien rechnen kann, ist der Tourismus in der Hauptsaison gefördert, weil die Familien natürlich nur dann für mehrere Wochen verreisen können, wenn die Schule geschlossen ist. Und man darf bei den Ferien nicht nur an die Schülerinnen und Schüler denken, sondern muss auch an die Lehrerinnen und Lehrer denken, die auch freie Zeit brauchen, um die Batterien aufzufüllen. Zudem bieten speziell die Hauptferien die Möglichkeit, sich mit Fortbildungen am Laufenden zu halten und Neuigkeiten im Schulsystem, die es immer wieder gibt, aufzuarbeiten.

Ferien und Wirtschaft / Straßenverkehr

Die Ferien betreffen nicht nur die Schule und die Schülerinnen und Schüler selbst, sondern sie haben darüber hinaus große Bedeutung. Wenn in Deutschland einige Bundesländer Sommerferien haben und gleichzeitig in Österreich und vielleicht auch anderen europäischen Ländern Ferien beginnen, dann bedeutet das Riesenstaus auf der Nord-Süd-Verbindung durch Europa, weil sich viele aus Deutschland und anderen Ländern wie Tschechien, Polen oder den Beneluxländern nach Südeuropa begeben, um dort den Urlaub oder auch die Ferien genießen zu können.

Deshalb werden die Ferien auch gestaffelt, damit nicht alle Bundesländer gleichzeitig in den Urlaub starten. Trotzdem kommt es immer öfter zu riesigen Verzögerungen im Straßenverkehr. In Österreich ist die Aufteilung so geregelt, dass die ostösterreichischen Bundesländer eine Woche früher die Ferien beginnen als die west- und südösterreichischen. Diese Regelungen gibt es auch in anderen Ländern, damit sich nicht viele Millionen Familien gleichzeitig auf die Reise machen und die Belastung nicht zu groß wird. Denn bei 30 oder mehr Grad im Schatten ist die Reise schon für die Erwachsenen ein Problem, für die Kinder aber erst recht, zumal es zu Nadelöhre kommt, wie etwa Tunnelpassagen. Die Tunnel werden immer mehr ausgebaut und verdoppelt, aber die große Zahl an Fahrzeuge bringt trotzdem häufig eine Blockabfertigung und lange Staus mich sich.

Die Masse an Urlaubern ist wirtschaftlich natürlich auch sehr wichtig. Die Ferienzeit von der Schule her ist die Urlaubszeit der Familien und durch die Schulpflicht gibt es keine Möglichkeit, früher oder später den Urlaub durchzuführen. Für die Tourismusbranche ist der Haupturlaub in den Sommermonaten daher auch die wichtigste Zeit mit den meisten Urlaubsgästen.

Hauptferien oder Sommerferien

Die wesentliche Ferienzeit im Schulkalender ist die schon mehrfach angesprochene Zeit von Juli bis September, wenn acht oder neun Wochen keine Schule geöffnet hat. In Österreich wird gestaffelt der Ferienbeginn und das Ferienende durchgeführt, sodass die Kinder und Jugendlichen in Ostösterreich eine Woche früher Ferien haben und entsprechend auch eine Woche früher wieder das neue Schuljahr beginnen, die anderen Bundesländer sind dann eine Woche später dran, beginnen aber eben auch eine Woche später das neue Schuljahr.

Durch die Staffelung soll vermieden werden, dass zu viele Fahrzeuge auf einmal sich auf die Urlaubsreise machen. Die Hauptferien haben aber an Charakter einige Veränderungen erlebt. Früher waren zum Beispiel bei großen Fabriken genau in der Sommerzeit die Tore geschlossen und es gab drei oder vier Wochen keinen Betrieb. Damit löste man eine Blechlawine aus, denn natürlich mussten die Familien dann auch die Urlaubsreise antreten, da davor und danach wieder die Arbeit ruft. Dass die Kinder noch länger frei haben ist ein Faktum, hilft aber nicht, wenn man den Arbeitsplatz und die damit verbundenen Aufgaben erfüllen muss.

Heute gibt es diese langen Schließungen nicht mehr, kein Unternehmen kann sich das im globalen Wettstreit leisten. Die Urlaube sind daher kürzer geworden, dafür reist man gerne zu den anderen Terminen wie Semesterferien oder Osterferien für eine Woche fort und ist kürzer im Hochsommer unterwegs. Diese Veränderungen haben sich in der Tourismusbranche schon bald ablesen lassen. Es wird also mehr Urlaub angestrebt, aber auch mehr aufgeteilt als früher. Daher sind Sommeraktivitäten vor Ort wichtig, wie auch Programme der Städte und Gemeinden zur Unterhaltung der Kinder. Auch Bildungsangebote entsprechend dem Interesse wie Sommerakademien wurden zum Thema.

Weihnachtsferien

Nach den Hauptferien sind die zweitlängsten Ferien die Weihnachtsferien, die mit dem Heiligen Abend am 24. Dezember beginnen und bis zu den Heiligen Drei Königen am 6. Jänner des Folgejahres reichen. Somit stehen zwei Wochen zur Verfügung, die viele auch für einen Skiurlaub nutzen. Eine Aufteilung der Ferienzeit wie bei den Sommerferien oder den Semsterferien gibt es hier nicht, denn der Weihnachtstermin gilt für alle und alle feiern in Österreich gleichzeitig das Weihnachtsfest.

Aus Sicht der Schülerinnen und Schüler sind die Weihnachtsferien sehr wichtig, weil gerade der Herbst fast in einer Tour Unterricht bringt. Im Frühjahr gibt es mit den Donnerstag-Feiertagen immer wieder Unterbrechungen, das ist im Herbst kaum der Fall, weshalb es auch die Idee von Herbstferien bereits gegeben hat. Die zwei Wochen von Weihnachten bis zu den Heiligen Drei Könige sind also wichtig, um sich erholen zu können, Zeit für Spiel und Spaß zu haben und natürlich ist der Wintersport auch eine Option.

Und so ist auch der Wintertourismus sehr an dieser Ferienzeit interessiert, was auch für ausländische Gäste gilt, die Österreich aufsuchen wollen, um mit Ski und Board oder auch auf andere Weise den Schnee und die Winterkulisse genießen wollen. Ein Problem kann dabei der Verkehr werden, weil es eben einen fixen Termin gibt und große Menschenmengen in Form von Blechlawinen zu den verschiedenen Wintersportzentren strömen, weshalb die Straßen gerne überlastet sind.

Semesterferien

Ein wichtiges Thema sind auch die Semesterferien, bei denen es eine noch größere Aufteilung in Österreich gibt. Auf drei Wochen dehnen sich diese Ferien aus, die eine Woche umfassen, aber je nach Bundesland ist man früher oder später an der Reihe. Die Semesterferien sind ein zeitliches Symbol für den Abschluss des ersten Halbjahres und den Beginn des zweiten und es gibt entsprechende Informationen über den bisherigen Schulerfolg.

Wichtig sind die Semesterferien für den Tourismus im Speziellen im Alpenbereich, weil diese Ferien Anfang Februar stattfinden und dann gibt es in Österreich üblicherweise viel Schnee auf den Bergen. Ergo steht der Begriff Semesterferien auch oft für Skiurlaub und das ist für das Tourismusland Österreich auch über die Grenzen hinaus wichtig, da auch viele Gäste der Nachbarländer Skitouren, Abfahrten mit Ski und Board oder andere Wintersportaktivitäten in den Bergen erleben wollen.

Osterferien

Anders als bei den Semesterferien sind die Osterferien nicht gestaffelt, sondern es gibt den fixen Termin des Osterwochenendes als wichtiges Fest der katholischen Kirche, wobei die Woche davor als Karwoche schulfrei ist. Damit sind die Osterferien definiert und alle Schülerinnen und Schüler haben zum gleichen Zeitpunkt frei. Außerdem verlängert sich die Ferienwoche noch durch den Ostermontag als Feiertag und den Dienstag, sodass man von eineinhalb Wochen sprechen kann.

Allerdings ist das mit dem fixen Termin so eine Sache, weil Ostern gehört zu den beweglichen christlichen Festen und das heißt, dass es manchmal Ostern zu eine frühen Märztermin geben kann, es kann aber auch ein später Apriltermin möglich sein. Die Folge ist, dass der Charakter der Osterferien aus Sicht des Tourismus sich völlig verschieden darstellen kann. Denn im April wird es mit dem Schnee schon eng, wenn es sehr mildes Wetter gibt und vor allem durch die Klimaveränderungen ist der April in den letzten Jahren häufig schon fast so warm wie der Frühsommer in früheren Jahrzehnten. Nur auf den Gletschern wird man dann noch die idealen Pisten vorfinden können.

Anders sieht es aus, wenn das Osterfest bereits im März stattfindet, weil dann kann es noch kalt sein und so mancher Märztag hat auch noch Neuschnee auf den Bergen gebracht und das freut den Wintertourismus natürlich sehr, weil es zu den Semesterferien zusätzliche Einnahmemöglichkeiten und weitere Wintersportgäste gibt. Im Falle eines späteren Termins gibt es aber auch viele Ausflugsgäste, die sich über die warmen Temperaturen freuen und wandern oder andere Außenaktivitäten wählen.

Schulautonome Tage

Im Laufe eines Schuljahres gibt es eine Reihe von Feiertagen, die schulfrei sind und es folgen dann je nach Termin und Kalenderjahr auch sogenannte Fenstertage an, die manchmal auch als Zwickeltage bezeichnet werden. Im Frühjahr gibt es sie fix bei den Donnerstag-Feiertagen, weil diese immer am Donnerstag stattfinden wie etwa Frohnleichnam, sodass zwischen dem Feiertag und dem Wochenende nur der Freitag als einmaliger Schultag steht. Gäbe es diesen nicht, könnte eine Familie von Mittwoch bis Sonntag einen Kurzurlaub einschieben.

Früher hat man sein Kind aus diesem Grund schriftlich vom Unterricht entschuldigen lassen und das wurde meist auch so akzeptiert, heute gibt es die Lösung der schulautonomen Tage. Neben den erwähnten Donnerstag-Feiertagen gibt es noch weitere Möglichkeiten, wenn der 1. Mai oder im Herbst der 26. Oktober und der 1. November günstig fallen. Diese Tage ändern sich von Jahr zu Jahr gemäß dem Kalender und können auch an einem Dienstag (dann ist Montag der Fenstertag) oder Donnerstag fallen.

Ursprünglich wurde als Konsequenz jeder Schule auferlegt, selbst zu entscheiden, ob man offiziell schließt und somit keine Entschuldigung notwendig ist oder ob man den Schulbetrieb aufrecht erhält. Das hat aber zu Probleme geführt, wenn eine Schule offen hält, eine andere nicht und man zwei Kinder hat - das eine hat frei, das andere nicht. Daher wurde eine Regelung eingeführt, dass ein paar Tage fix pro Bundesland festgelegt werden, zwei Tage pro Jahr kann man selbst als Schule wählen.

Siehe auch

Hitzeferien
Schule und Hochsommer: die Hitzeferien in den Schulen und ihre Entwicklung sowie Hintergründe und Möglichkeiten.

Osterferien
Schule und Ferien: die Osterferien, die mit der Karwoche und den Osterfeiertagen über eine Woche Schulpause ermöglichen.

Schulautonome Tage
Schule und freie Tage: die schulautonomen Tag sind solche, über die die Schulleitungen selbst bestimmen können.

Hauptferien
Schule und Ferien: die Hauptferien sind die längsten Ferien innerhalb eines Schuljahres in den Sommermonaten und auch für den Tourismus wichtig.

Semesterferien
Schule und Ferien: die Semesterferien in Österreich, die durch drei Termine aufgeteilt sind und eine Pause zum Halbjahr darstellen.

Weihnachtsferien
Die Weihnachtsferien sind wichtige Schulferien nach einem langen Herbst und haben auch eine große Bedeutung für den Wintersporttourismus in Österreich und dem Alpenraum.

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