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Berufsschule oder Berufsbildende Pflichtschule

Berufsbegleitende Ausbildung

Die Berufsbildende Pflichtschule ist unter dem Namen Berufsschule besser bekannt und unterscheidet sich von allen anderen Schultypen deutlich. Während man in einem Gymnasium, in einer Handelsakademie, HTL oder anderen Schulen stets die Schule besucht, um die Inhalte zu lernen, ist die Berufsschule eine zweite Säule zur Ausbildung in Ergänzung zur praktischen Ausbildung.

Berufsbildende Schule / Berufsschule und die Aufgabe

Die Berufsschule ist Teil der Dualen Ausbildung, was bedeutet, dass es neben dem Schulbesuch auch die Ausbildung am Arbeitsplatz gibt, sei es im Büro, in der Werkstatt oder in der Backstube. Die Kernaufgabe der Berufsschule besteht darin, dass es einen berufsbegleitenden und fachlich einschlägigen Unterricht basierend auf der gewählten Berufssparte gibt. Es werden die notwendigen theoretischen Kenntnisse vermittelt und die betriebliche und/oder berufspraktische Ausbildung gefördert. Außerdem soll die Allgemeinbildung erweitert werden.

Rahmenbedingungen der Berufsschule

Diese Form der Schule ist keine Option, jeder Lehrling muss die Schule besuchen, es gibt also die Berufsschulpflicht. Sobald man einen Lehrvertrag unterschrieben hat, ist man auch zum Besuch der Schule verpflichtet. Die Berufsschule selbst gestaltet sich aber ganz anders als alle anderen Schultypen, weil es deutlich weniger Unterricht gibt, der in verschiedenen Formen angeboten werden kann. Das hängt von den Möglichkeiten, dem Ausbildungsort, dem Beruf und möglichen saisonalen Überlegungen ab. Optionen sind:

  • ganzjährige Ausbildung mit einem Tag pro Woche oder zwei Halbtagen pro Woche
  • lehrgangsmäßige Ausbildung mit acht Wochen am Stück
  • saisonmäßige Ausbildung als Block

Wenn man in der Schule sitzt, fehlt man am Arbeitsplatz, daher ist die Kommunikation zwischen Lehrbetrieb und Schulorganisation wichtig. Wenn zum Beispiel eine lehrgangsmäßige Ausbildung üblich ist, dann hat man das ganze Schuljahr in acht Wochen absolviert, ist dafür auch diese acht Wochen nicht am Arbeitsplatz zu finden. Der Lehrplan und die Einteilung der Schülerinnen und Schüler muss daher frühzeitig erstellt werden, damit die Lehrbetriebe wissen, wann sie wie viele Lehrlinge zur Verfügung haben oder auch, welche Lehrlinge wann nicht vorhanden sein werden.

Abschluss und weitere Optionen

Hat man die letzte Klasse der Berufsschule erfolgreich absolviert, gibt es eine Lehrabschlussprüfung basierend auf der praktischen Arbeit im gewählten Berufsfeld. Theoretische Prüfungen finden dann also nicht mehr statt. Mit der Prüfung ist die Berufsschule damit auch abgeschlossen.

In den letzten Jahren wurden aber weitere Möglichkeiten erarbeitet und angeboten. Eine besteht in der Initiative "Berufsmatura: Lehre mit Reifeprüfung", wobei man schon während der Berufsschulzeit drei der vier notwendigen Teilprüfungen für die Berufsreifeprüfung (Deutsch, Mathematik, eine lebende Fremdsprache und ein Fachbereich) absolvieren kann. Die vierte Teilprüfung erfolgt nach Vollendung des 19. Lebensjahres. Auch abseits dieser Möglichkeit kann man nach der Lehrzeit die Berufsreifeprüfung absolvieren, um ein Studium anzustreben.

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      Infos zum Artikel

      Berufsschule für LehrausbildungArtikel-Thema: Berufsschule oder Berufsbildende Pflichtschule

      Beschreibung: Die Berufsschule - eigentlich Berufsbildende Pflichtschule - ist die begleitende Schulausbildung zu einem Lehrberuf in Kombination mit der praktischen Ausbildung am Arbeitsplatz.

      letzte Bearbeitung war am: 24. 06. 2020

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