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Allgemein bildende höhere Schule (AHS)

Acht Jahre Ausbildung mit Matura als Abschluss

Die allgemein bildende höhere Schule oder einfacher AHS wird auch gerne als Gymnasium bezeichnet, vor allem im Volksmund. Es handelt sich um eine Schulform, die acht Jahre andauert und aus der Unterstufe und Oberstufe besteht und als Abschluss die Matura vorsieht, wenn man die gesamte Zeit in Anspruch nimmt. Sie folgt der Volksschule, kann aber auch von den Jugendlichen mit 14 als Wechsel nach der Neuen Mittelschule für die Oberstufe gewählt werden.

Aufgabe und Struktur der AHS

Die AHs ist eine achtjährige Schule, deren Ziel es ist, umfassende und vertiefte Allgemeinbildung zu vermitteln und damit die Grundlage für ein späteres Universitätsstudium zu schaffen. Die AHS wird üblicherweise mit 10 Jahren nach der Volksschule besucht und gliedert sich in die Unterstufe und Oberstufe, wobei die Unterstufe die ersten 4 Schulstufen und damit die Kinder von 10 bis 14 Jahren umfasst, die Oberstufe sind die weiteren vier Schulstufen für die Jugendlichen von 14 bis 18 Jahre. Man spricht auch von der Sekundarstufe I (Unterstufe) und Sekundarstufe II (Oberstufe).

Wer nach der Volksschule in die AHS kommt und die gesamte Schule durchläuft, wird acht Jahre ausgebildet und schließt die Schule mit der Matura ab. Damit hat man auch die Berechtigung erworben, ein Studium zu beginnen - muss aber nicht studieren. Durchaus viele wechseln dann in die Wirtschaft und streben einen Beruf an.

Besucht man nicht die AHS, sondern wechselt von der Volksschule zur Neuen Mittelschule (ehemalige Hauptschule), dann gibt es bei gutem Schulerfolg sehr wohl auch die Möglichkeit im Alter von 14 Jahren zur Oberstufe der AHS zu wechseln und die Matura anzustreben. Auch nach Absolvierung der Polytechnischen Schule und damit der neunten Schulstufe ist ein Wechsel möglich.

Bei der AHS gibt es viele Angebote mit der kompletten achtjährigen Ausbildung, es gibt aber auch Oberstufenformen ohne Unterstufe. Diese Schulen nennt man dann Oberstufenrealgymnasium.

AHS und Schulerfolg

Lange Jahre war die Frage nach der Volksschule die, ob das Kind in die Hauptschule kommen soll oder in eine AHS. Das Kriterium war und ist weiterhin der Schulerfolg, denn in der AHS werden höhere Maßstäbe angesetzt. Wenn ein Kind die Volksschule mit Erfolg abgeschlossen hat, ist der Wechsel in die AHS möglich, wenn es in den Fächern Deutsch, Lesen, Schreiben und Mathematik gute oder sehr gute Leistungen gab. Wenn ein Befriedigend vorliegt, kann die Schulkonferenz der Volksschule eine Empfehlung abgeben, dass der Besuch der AHS Sinn macht. Alternativ ist es auch möglich, eine Aufnahmeprüfung bei der AHS abzulegen.

Bei gutem Schulerfolg kann man auch aus der Neuen Mittelschule für die nächste Schulstufe in die AHS wechseln, wobei die ersten beiden Jahre (5. und 6. Schulstufe) vom Lerninhalt her sehr ähnlich gestaltet sind. Schwerpunkte in individuellerer Form erfolgen erst in den Folgejahren, wobei durch neue Konzepte wie Schulautonomie leichte Anpassungen des Stoffs durch jede AHS erfolgen kann und darf.

Der Abschluss erfolgt durch die Matura, die mit der Form der Zentralmatura eine neue Gestaltung erfahren hat. Hat man die Matura mit Erfolg ablegen können, gibt es viele Möglichkeiten vom Studium bis zum Einstieg in die Berufswelt. Schon davor hat man mit 14 Jahren nach Absolvierung der Unterstufe die Option, einen Wechsel vorzunehmen, zum Beispiel für eine Wirtschaftsschule wie Handelsschule oder Handelsakademie, auch die HTL für technische Berufe ist denkbar und nicht wenige überlegen sich nach der Unterstufe eine Lehre, um in die Berufswelt einzusteigen.

Siehe auch
Schulformen in Österreich

Soziale Medien

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