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Globale Erwärmung

Globale Erwärmung: Anstieg der Temperaturen

Die globale Erwärmung ist ein Begriff, der durch die Klimadiskussionen der letzten Jahrzehnte stark mit einem weiteren Begriff, nämlich dem Klimawandel, in Verbindung gebracht wird. Damit wird zum Ausdruck gebracht, dass sich die klimatischen Bedingungen auf der Erde sehr stark verändert haben und weiterhin verändern.

Natürlicher Klimawandel

Planeten, wie die Erde einer ist, würden sich auch in ihren klimatischen Gegebenheiten verändern, wenn es keine Menschen und Tiere gäbe, aber die Statistik der letzten 2.000 Jahre zeigt dramatische Veränderungen, die wesentlich schneller vonstatten gehen, als dies von Natur aus geschehen würde.

Wie eingangs geschrieben, ändern sich die Bedingungen der Planeten von selbst durch natürliche Zyklen, doch diese Veränderungen erfolgen sehr langsam. Innerhalb einiger tausend Jahre kann man einen Temperaturanstieg oder Temperaturrückfall feststellen, der aber innerhalb eines Menschenlebens kaum wahrzunehmen ist.

Globale Erwärmung der letzten Jahrzehnte

Ganz anders sieht die Geschichte im 20. Jahrhundert aus, denn durch den Einfluss der Menschen - und dieser Faktor ist längst wissenschaftlich bestätigt - hat sich die Temperatur binnen eines Jahrhunderts um fast 0,75 Grad Celsius erhöht. Für die Geschichte eines Planeten ist das extrem schnell und viele Grafiken und Statistiken zeigen, wie stark die Temperatur angestiegen ist und auch, wie schnell die Quantität an Treibhausgasen angestiegen war. Diese ist ein Hauptfaktor bei der globalen Erwärmung, weshalb auf politischer Ebene versucht wird, global die Treibhausgase zu reduzieren.

Aber gerade auf dieser politischen Ebene haben die Menschen bisher ziemlich versagt. Während die privaten Haushalte durchaus bereit sind, mitzuhelfen, können sich die Nationalstaaten oftmals nicht durchringen zusammenzuarbeiten, um Lösungen zu schaffen. Auswirkungen der globalen Erwärmung sind bereits jetzt spürbar. Das Wetter in den 1990er-Jahren war das wärmste dieses Jahrhunderts und viel wärmer als das Wetter in den 1980er-Jahren. Das Wetter in den Jahren 1990 bis 2000 war noch wärmer geworden und diese Entwicklung setzt sich stetig fort.

Auswirkungen der globalen Erwärmung

Wenn im Jänner in Australien die Australian Open, ein großes Tennisturnier, gespielt werden, klagen die Tennisprofis jedes Jahr mehr, dass es fast nicht mehr auszuhalten ist, weil die Hitze stetig zunimmt. Die Spielerinnen und Spieler ziehen sich in den Schatten zurück, brauchen längere Pausen und noch dramatischer sind die Waldbrände, die in Australien von Jahr zu Jahr schlimmer werden und ganze Landstriche vernichten.

Auf den Bergen lässt sich die globale Erwärmung durch den Rückgang der Gletscher feststellen. In Rekordzeit sind manche Gletscher in den Alpen verschwunden und andere haben ihre Dimension halbiert. Man versucht dies einzudämmen, indem mit Spezialfolien Gletscherflächen "eingepackt" werden, doch diese Maßnahmen sind sehr teuer und bringen nur bedingt etwas. Leute, die in den 1980er-Jahren ihre Jugend verbracht haben, können sich erinnern, dass es etwas Besonderes war, wenn es einmal 30 Grad Celisus im Schatten hatte. In den letzten Sommern ist es eher schon etwas Besonderes, wenn es weniger als 30 Grad hat.

Berechnungen haben ergeben, dass die globale Erwärmung, die meist als Klimawandel bezeichnet wird, bis zum Jahr 2100 je nach Verhalten der Menschen und Quantität der Treibhausgase die Temperaturen durchschnittlich um 1,1 bis 6,5 Grad Celsius ansteigen werden, wobei die 1,1 Grad nicht mehr zu verhindern sind.

Bereits der untere Wert bedeutet, dass die Gletscher weiter schmelzen werden, dass der Meeresspiegel ansteigt und das ewige Eis an den Polen stark zurückgeht. Besonders der Anstieg des Meeresspiegels hat dramatische Folgen für Inseln und damit für sehr viele Menschen auf dem Planeten Erde.

Wetter und globale Erwärmung

Auswirkungen des längst eingesetzten Klimawandels kann man in Mitteleuropa schon seit längerem feststellen. Es scheint, als hätten sich die Jahreszeiten bereits verschoben und das Frühjahr beginnt viel früher als gewohnt. Diese Entwicklungen werden sich weiter verstärken, die Natur reagiert darauf und Tiere, die man in Österreich oder Deutschland bisher nicht gekannt hatte, werden hier heimisch. Pflanzen können den als hart bekannten Winter im Alpenraum überleben, was vor 50 Jahren undenkbar war. Und das hat auch Folgen für die bisher bekannte Natur, denn Spinnenarten aus dem Süden verdrängen Spinnenarten, die hier heimisch waren und auch bei den Pflanzen ist diese Veränderung erkennbar. Mittelfristig können sich die Charaktere der Wälder durchaus auch sichtbar ändern.

Dabei stehen die Veränderungen erst am Beginn ihrer Entwicklung. Mit jedem Jahr verändert sich das Klima weiter und die globale Erwärmung setzt diesen Prozess weiter fort. Hitzetote im Alpenraum sind keine Seltenheit mehr, sondern ein jährlich festzustellendes dramatisches Phänomen.



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