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Komet im Weltall

Himmelskörper mit Schweif

Die meisten Himmelskörper, ob Asteroiden oder Planeten, haben ihre Regelmäßigkeit in ihrer Erscheinung. Sie bewegen sich im Normalfall in ihren Umlaufbahnen und zeigen sich daher als sehr beständige Objekte am Nachthimmel. Ganz anders sieht dies mit den Kometen aus, die mal auftauchen und dann wieder lange verschwinden.

Komet im Weltall

Diese Eigenschaft hat den Kometen einen negativen Ruf eingebracht, weil sie von den Menschen als Unglücksboten empfunden wurden. Die Willkürlichkeit, mit der sich Kometen am Nachthimmel zeigen, war dabei der Auslöser für dieses Empfinden und es dauerte auch lange, bis man mehr über die Kometen auf wissenschaftlicher Basis herausfinden konnte.

Heute weiß man, dass der Kern eines Kometen aus Steinen, gefrorenen Gasen und Wassereis besteht. Diese Zusammensetzung ist auch der Grund dafür, warum man Kometen gerne mit Schneebällen vergleicht, wobei gewisse Ähnlichkeiten auch tatsächlich erkennbar sind. Um diesen Kern herum gibt es die Koma, eine zusätzliche Schicht, die sich aus Gasen und Staub zusammensetzt. Der Komet kann 100 Meter groß sein, er kann aber auch 100 Kilometer groß sein, wodurch er eine unterschiedliche Gefahr für Planeten darstellen kann, wenn er deren Umlaufbahn kreuzt.

Man weiß von unterschiedlich langen Umlaufbahnen, die sehr elliptisch sind. Sie reichen im Hinblick auf den Abstand zur Sonne von 1.000 Astronomischen Einheiten bis zu 50.000 AE. Eine Astronomische Einheit entspricht ungefähr 150 Millionen Kilometer - also wäre die Distanz von 50.000 AE eine gigantische Strecke bis zur Sonne, die zurückzulegen ist.

Der Komet und sein Schweif

Wenn nun ein solcher Komet in die Nähe der Sonne kommt, beginnt ein Teil des Kernmaterials zu verdampfen. Diese verdampfte Materie wird durch die Sonnenwinde mitgerissen und dieser Effekt hat zur Konsequenz, dass der Komet seinen typischen Schweif zeigt. Genau genommen sind es aber zwei verschiedene Arten von Schweife. Der eine ist ein Staubschweif, der aus der Materie des Kerns besteht, die verdampft, während der Ionenschweif aus den Gasteilchen entsteht. Die vom Kometen entweichenden Gasteilchen reagieren auf die Sonnenstrahlen und es kommt zu Ionen, die durch die Sonnenwinde zu einem Schweif gebündelt werden.

Beim Kometen kann man den Ionenschweif daran erkennen, dass er noch länger ist als der Staubschweif und eine bläuliche Farbe annimmt.

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Abseits von Sterne und Planeten gibt es noch sehr viele andere Himmelskörper. Dazu gehören die Kometen mit ihrem bekannten Schweif ebenso wie die Meteoriten, bekannt auch durch die Medienberichte über Meteoritenschauer und die gefährlichsten Kleinkörper mit den Asteroiden. Ein Asteroid reicht aus, um alles Leben auf der Erde auszulöschen, während die Gefahr bei den anderen kleinen Himmelskörpern geringer ist. Man spricht auch vom Erdbahnkreuzer, wenn ein solcher Himmelskörper die Bahn der Erde kreuzt.

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    Komet im WeltallArtikel-Thema: Komet im Weltall

    Beschreibung: Astronomie und Himmelskörper: der Komet ist ein kleiner Himmelskörper im Sonnensystem sowie im Weltall generell und bekannt für seinen Schweif.

    letzte Bearbeitung war am: 15. 10. 2020