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Wetter im Winter 2022/2023

Viel Niederschlag möglich

Der Sommer 2022 war ein extrem trockener und sehr warmer Sommer und der schlimmste Sommer seit langer Zeit, was die Gletscher betrifft. Die haben gewaltig an Masse verloren. Die Schneedecke vom Sonnblick war etwa schon im Juli aufgebraucht - das hat man nicht einmal 2003 geschafft.

Aber im September kam eine Kaltfront und sorgte für untypisch kalte Tage in ganz Österreich und sobald es kühler wird, stellt sich die Frage, wie er denn wird - der nächste Winter? Noch dazu, wo die Energiekrise viele Sorgenfalten beschafft.

Interessante Rahmenbedingungen

Bevor man sich um die Vorausberechnung der Wetterinstitute wie dem amerikanischen NOAA kümmert, muss man ein paar Zusammenhänge verstehen.

Ein Beispiel für diesen Mix erlebte Kroatien sowie Italien durch unglaubliche Regenmengen und in Italien alleine gab es 11 Tote. Es schüttete 400 Liter auf den Quadratmeter innerhalb weniger Stunden - das ist nicht einmal bei einem großen Hurrikan leicht zu schaffen und zeigt diese Kombination.

Warum ist das wichtig? weil die Langfristprognosen mehrfach ein Italientief errechnet haben und das würde bedeuten, dass kalte Luft und warmes Wasser für sehr viel Schneefall sorgen würden. Das betrifft den Norden Italiens, den Süden Österreichs und vielleicht auch ein Stück weit die Schweiz.

Der Bruch bei den Temperaturen kann auch bedeuten, dass die Modelle völlig falsch liegen und damit eine längere Wetterphase eingeleitet wird, bei der es eher kühl zur Sache geht. Ein kalter Winter wie früher einmal wird nicht stattfinden, weil es viele Westwetterlagen gibt und die bringen warme Luft - aber es kann ein viel feuchterer Winter werden als der letzte war. Dort gab es oftmals eine Leermeldung bei Schnee auf den Bergen, in Städten wie Wien und Eisenstadt ohnehin.

Nachstehend ist die Langfristprognose zusammengefasst. Daten vom September, berechnet für Dezember bis Februar.

Langfristprognose für den Winter 2022/2023

Die Langfristprognose für den Winter 2022/2023 sieht vor, dass es in Mitteleuropa weniger Abweichung geben sollte als in den letzten Wintern, aber es kann um ein Grad zu warm sein. Mehr tut sich bei den Niederschlägen.

Temperatur vom Dezember 2022 bis Februar 2023

Niederschlag vom Dezember 2022 bis Februar 2023

Diese Werte wurden in der 2. Hälfte des September 2022 durch Langfristmodelle errechnet. Es gibt erhebliche Unsicherheiten aufgrund der langen Vorlaufzeit - das ist klar - aber auch aufgrund dessen, dass sehr unterschiedliche Möglichkeiten bestehen. Wenn die Italientiefs wirklich entstehen, dann gibt es etwa in Kärnten, Osttirol, teilweise Tirol und Steiermark sowie dem Süden Salzburgs intensive Schneefälle.

Kommt es zu einer Ostlage, dann kommt die kalte Luft von Russland - das ist aber unwahrscheinlicher. Die milden Winter entstehen, weil die warme Luft vom Atlantik von Westen her immer prägender geworden sind. Es hängt also von der Wetterküche ab - warme Adria plus Italientief liefert viel Schnee auf den Bergen und bis in mittlere Lagen, in Kärnten vielleicht sogar bis ins Tal - kalte Luft von Nord bis Nordost würde auch den Winter ins Waldviertel und nach Wien oder ins Burgenland bringen. Wahrscheinlicher gibt es aber wohl wieder kaum Schnee im Osten und milde Temperaturen.

Was heißt das Ganze nun für Österreich?

Nachstehend sind die Temperaturen für die österreichischen Landeshauptstädte und die Monate Dezember, Jänner und Februar eingetragen. Es sind dies die durchschnittlichen Werte jedes Monats, also keine Aussage darüber, ob es auch einmal 15 Grad plus oder minus geben kann. Wenn es nun um ein Grad kälter ist, bedeutet es zum Beispiel für Wien, dass statt 1,1 Grad im Schnitt im Dezember 0,1 Grad haben könnte - und dann ist Schneefall schon wahrscheinlicher. Gibt es aber um zwei Grad mehr als in den Daten abzulesen, dann ist der Schnee im Flachland zumindest Mangelware.

Die langfristigen Werte wurden für den Zeitraum 1981 bis 2010 ermittelt und sehen in den Landeshauptstädten Österreichs so aus:

Wien 1,1 / 0,3 / 1,5 Grad (Dezember / Jänner / Februar)
St. Pölten 0,1 / -0,8 / 0,5
Linz 0,7 / -0,4 / 0,9
Salzburg 0,0 / -1,1 / 0,3
Innsbruck -0,1 / -1,0 / 0,8
Bregenz 1,6 / 0,4 / 1,1
Klagenfurt -1,4 / -2,8 / -1,4
Graz 0,0 / -1,0 / 1,0
Eisenstadt 0,8 / -0,1 / 1,3

Datenquelle: https://www.zamg.ac.at

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Das Wetter beschäftigt die Menschen seit jeher und nicht nur wegen der Wahl der Kleidung. Es gibt sehr viele Begriffe rund um das Wetter, die im Wetterlexikon beschrieben sind. Das aktuelle Wetter ist ein Fall für das Satellitenbild und spannend ist die Vorschau auf den nächsten Sommer oder Winter.

Über das tägliche Wetter hinaus sind auch die Folgen von Wetter relevant. Hochwasser ist ein Thema bei zu viel Niederschlag, häufiger tritt aber zuletzt der Waldbrand auf, weil es durch den Klimawandel stets zu trocken ist. Gibt es im Winter viel Niederschlag auf den Bergen, ist auch die Lawinengefahr wichtig.

Die Natur selbst ist auch stets in Bewegung. Das betrifft die Erdbeben und/oder Vulkanausbrüche, wobei Vulkane oft sich als Erdbeben ankündigen - aber nicht immer. Beides ist auch ein Thema in der Astronomie und der beobachteten Oberfläche von Himmelskörpern, aber natürlich geht es auch um unsere Herkunft, das Sonnensystem und das Universum als Ganzes.

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Wetter im Winter 2020/2021Artikel-Thema: Wetter im Winter 2022/2023

Beschreibung: Der ❄ Winter 2022/2023 wird laut ✅ Langfristprognose normal bis warm und wohl deutlich feuchter als im langjährigen Mittel.

letzte Bearbeitung war am: 20. 09. 2022

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