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Wetter im Winter 2026/2027

Zu warm und zu feucht?

Der Sommer 2026 war der nächste heiße Sommer in Europa, aber er war noch viel mehr. In Ländern wie Österreich wurde sogar der Jahrhundertsommer 2003 locker übertroffen, es gab mehrfach 40 Grad im Schatten oder mehr. Quer durch Österreich gab es neue Temperaturrekorde, es gab neue Rekorde an Tiefstwerten in der Nacht und vieles mehr. Auch europaweit war die Hitzeglocke von Spanien bis London, von London bis Athen extrem.

Natürlich ist nach so einer extremen Hitze mit enormer Dürre wegen des fehlenden Niederschlags das Interesse besonders groß, ob denn nun der kommende Winter auch so ungewöhnlich ist oder ob es vielleicht das Gegenteil gibt, nämlich einen sehr kalten und schneereichen Winter?

Langfristprognose für den Winter 2026/2027

Die Langfristprognose für den Winter 2026/2027, basierend auf den Berechnungen Ende September 2026, berechnet folgende Abweichungen, bezogen auf das Klimamittel 1991 bis 2020 (also mit den schon warmen Wintern der letzten Zeit) und berechnet vom NOAA-Modell:

  • Dezember 2026: viel zu warm (2,0 Grad), normaler Niederschlag
  • Jänner 2027: zu mild (1,0 Grad), überdurchschnittlicher Niederschlag
  • Februar 2027: viel zu warm (2,0 Grad), zu nass

1. Hinweis: Beim Niederschlag gilt zu beachten, dass vor allem von Vorarlberg bis Oberösterreich mehr Regen und Schnee berechnet wird, während die Osthälfte einen normalen Niederschlag abbekommen sollte. Das wäre schon ein Fortschritt, weil der letzte Winter war zu trocken und diese Trockenheit zog sich die bisherigen neun Monate 2026 weiter durch.

2. Hinweis: NOAA berechnet sehr gerne zu hohe Temperaturen für die Wintermonate und lag oft komplett daneben. Dass es im Dezember um gleich zwei Grad wärmer sein sollte als üblich, ist unwahrscheinlich. Zu warm ja, aber nicht so extrem. Auch der Februar kann durchaus völlig anders verlaufen.

Realistische Einschätzung

Gerne wird ein Vergleich herangezogen, wie der Winter nach einem heißen Sommer verlaufen ist und dabei gibt es kein fixes Muster. Heißer Sommer bringt kalten Winter funktioniert nicht und die Hitzeglocke 2026 gibt es sogar noch jetzt, Ende September. In Spanien hatte man dieser Tage noch immer 35 Grad im Schatten, in Frankreich 30 und auch in Westösterreich 25 Grad oder mehr. Das ist viel zu warm für Ende September. Früher hatte man um diese Zeit auch in Wien schon daran gedacht, die Heizung einzuschalten, das zeigt die großen Veränderungen.

Die Rahmenbedingungen lassen einen sehr kalten Winter nicht zu, aber die Einzelläufe zeigen auch, dass ein extrem warmer Winter unwahrscheinlich ist. Realistisch dürfte es einen sehr wechselhaften Winter mit mehr Niederschlag geben, der auch Schnee bis unter 1.000 Meter Seehöhe bringen wird, aber auch viel Regen. Beides wäre gut für das Grundwasser und natürlich für jene, die Lust auf Wintersport haben.

Wird es einen sehr kalten Winter geben?
Nein, weil die Rahmenbedingungen dafür nicht gegeben sind. Zwar kann es auch einen schneereichen, kalten Dezember geben, aber die Wahrscheinlichkeit eines milden Dezember mit mehr Regen in den Niederrungen ist viel höher.

Kommt jetzt auch ein Rekordwinter?
Auch danach sieht es nicht aus, weil die Nordlagen dominieren müssten oder es kommt ein Kontinentalhoch von Russland nach Mitteleuropa und sorgt für eiskalte Nächte und dauerhafter Schneeauflage, die davor entstanden war.

Welches Szenario ist am Wahrscheinlichsten?
Der Rekordsommer 2026 brachte sehr viele Südlagen oder Hochdruckgebiete aus Südwest, also von Spanien kommend. Der Winter 2026/2027 wird nach Stand der Dinge viele Westlagen und Nordlagen bieten, die sich abwechseln. Bei Nordlagen gibt es sehr tiefe Temperaturen und viel Wind, bei Westlagen mehr Niederschlag, aber höhere Temperaturen. Ein unbeständiges Wetter mit einer kälteren Phase und einmal etwas milderer Phase scheint realistisch, aber es zeigt sich auch die große Unsicherheit bei der Prognose.

Spielt El Niño eine Rolle?
Das Klimaphänomen El Niño war 2026 besonders ausgeprägt und hat großen Einfluss auf die Länder am Pazifik. Ob dadurch auch der Winter in Europa beeinflusst werden kann, ist umstritten. Wesentlicher scheint, ob im Oktober und November mehr Niederschlag fällt und die warme Strömung aus Südwest bis Süd zum Erliegen kommt oder ob die warme Wetterphase noch länger anhält.

Was heißt das Ganze für Österreich?

Nachstehend sind die Temperaturen für die österreichischen Landeshauptstädte und die Monate Dezember, Jänner und Februar eingetragen. Es sind dies die durchschnittlichen Werte jedes Monats, also keine Aussage darüber, ob es auch einmal 15 Grad plus oder minus geben kann. Wenn es jetzt um ein Grad kälter ist, bedeutet es zum Beispiel für Wien, dass statt 1,1 Grad im Schnitt im Dezember 0,1 Grad haben könnte - und dann ist Schneefall schon wahrscheinlicher. Gibt es aber, um zwei Grad mehr als in den Daten abzulesen, dann ist der Schnee im Flachland zumindest Mangelware.

Die langfristigen Werte wurden für den Zeitraum 1981 bis 2010 ermittelt und sehen in den Landeshauptstädten Österreichs so aus:

Wien 1,1 / 0,3 / 1,5 Grad (Dezember / Jänner / Februar)
St. Pölten 0,1 / -0,8 / 0,5
Linz 0,7 / -0,4 / 0,9
Salzburg 0,0 / -1,1 / 0,3
Innsbruck -0,1 / -1,0 / 0,8
Bregenz 1,6 / 0,4 / 1,1
Klagenfurt -1,4 / -2,8 / -1,4
Graz 0,0 / -1,0 / 1,0
Eisenstadt 0,8 / -0,1 / 1,3

Datenquelle: https://www.geosphere.at/de

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Wetter im Winter 2026/2027Artikel-Thema:
Wetter im Winter 2026/2027
Beschreibung: Der ❄ Winter 2026/2027 wird als zu warm berechnet, wobei der laut der Langfristprognose ab Jänner 2027 auch mit ✅ mehr Niederschlag zu rechnen ist.