SportWirtschaftComputer / InternetWetter / KlimaHobbysTierweltFreizeit / EventsUrlaubPolitikBildungGeografieGesundheitFilm / TVMusikAuto / VerkehrLifestyleInterner Bereich
Sie sind hier: Startseite -> Wetter / Klima -> Wetterberichte Österreich -> Wetterberichte 2018 -> Wetter im Winter 2017/18

Wetter im Winter 2017/18

Langfristige Prognose für die Monate Dezember bis Februar

Die langfristigen Wettermodelle werden mit immer präziseren Daten gefüttert und so soll es genauer möglich sein, auch längere Wetterprognosen abzugeben. Aber die Praxis zeigt, dass das nicht so einfach ist. Diese Erkenntnis wurde auch im Winter 2017/18 gewonnen. Mitte September haben wir die Langfristprognose für den Winter zusammengefasst und nachstehend ist die ehemalige Prognose auch zum Nachlesen im Original geblieben. Tatsächlich hat sich einiges ganz anders abgespielt, als angekündigt.

Wie war der Winter 2017/18 wirklich?

Im nächsten Textabschnitt finden Sie die originale Prognose, die davon ausging, dass es in Wien kaum Schnee geben wird und dass vor allem die Monate Jänner und Februar 2018 deutlich wärmer sein werden als normal. In Wirklichkeit war der Dezember 2017 im Flachland ein wenig zu mild, auf den Bergen war es aber kälter als üblich und es gab dort auch jede Menge Schnee - in manchen Regionen wie im Bregenzer Wald war gar mehr Schnee gemessen worden als im Durchschnitt der letzten 30 Jahre.

Der Jänner 2018 war einer der wärmsten in der über 250-jährigen Messgeschichte und das passte sehr gut zur Langfristprognose. Dafür war die Ansicht, dass die kontinentale und damit kalte Luft nicht nach Mitteleuropa kommt, grundfalsch, was den Februar betraf. Der Februar 2018 war nämlich kalt und gegen Ende des Monats eisig kalt mit Werten selbst in Wien von minus fünf bis zehn Grad als Tageshöchstwert (!).

Doch durch den sehr warmen Jänner ergab sich dennoch eine durchschnittliche Temperatur von 0,8 Grad Celsius über dem Durchschnitt, also wieder einen etwas zu milden Winter - der zudem um 15 % weniger Sonnenstunden hatte und um die 25 % mehr Niederschlag brachte als üblich. Das heißt, dass im Gegensatz zu den Jahren davor Schnee keineswegs Mangelware war. Es war einer der niederschlagsreichsten Winter der letzten drei Jahrzehnte.

Fazit im Vergleich zwischen der Langfristprognose und dem echten Wetter: Im Dezember lag man ganz gut dabei, der warme Jänner wurde richtig angekündigt, aber im Februar lag man voll daneben. Bei einer Wetterprognose für gleich drei Monate und das drei Monate vor Beginn der Wetterphase ist das Ergebnis gar nicht so übel.

Langfristprognose für den Winter 2017/18

Winterwetter in ÖsterreichTrotzdem ist das Interesse an der Langfristprognose sehr groß und das ist für ein Wintersportland wie Österreich auch nachvollziehbar. Gibt es weiße Weihnachten? Wird es Schnee in Ostösterreich geben? Oder bleibt es bei den viel zu warmen Winter, wie man sie schon seit einiger Zeit beobachtet?

Angekündigt ist der nächste milde Winter und Schneefreunde werden in Wien wohl ihre Probleme bekommen. Der Dezember 2017 ist nach bisherigen Erkenntnisstand ein noch relativ normaler Monat, aber im Jänner und im Februar 2018 sollte eine Westströmung milde Luft bis nach Russland transportieren und Russland ist bekannt als Tiefkühlschrank Europas. Von dort kommt die kalte kontinentale Luft nach Mitteleuropa und sorgt für Werte unter dem Gefrierpunkt. Genau diese Strömung soll aber ausbleiben, ergo rechnet man beim Durchschnitt von einem um ein Grad oder vielleicht sogar zwei Grad zu milden Winter.

Das wäre auch durchaus im Sinne der Entwicklung, wonach die Sommer immer heißer und auch die Winter immer wärmer werden. Zu beachten ist, dass es sich um eine Prognose über drei Monate handelt, die Monate im voraus berechnet wurde. Das heißt, es kann trotzdem eiskalte Wochen geben, aber der Trend ist in Richtung wärmerer Winter zu sehen und die Temperaturabweichung geht von den Durchschnittstemperaturen aus.

Was heißt das Ganze nun für Österreich?

Nachstehend sind die Temperaturen für die österreichischen Landeshauptstädte und die Monate Dezember, Jänner und Februar eingetragen. Es sind dies die durchschnittlichen Werte jedes Monats, also keine Aussage darüber, ob es auch einmal 15 Grad plus oder minus geben kann. Wenn es nun um ein Grad kälter ist, bedeutet es zum Beispiel für Wien, dass statt 2,4 Grad im Schnitt im Dezember 1,4 Grad haben könnte - und dann ist Schneefall schon wahrscheinlicher. Gibt es aber um zwei Grad mehr als in den Daten abzulesen, dann ist der Schnee im Flachland zumindest Mangelware.

Die langfristigen Werte wurden für den Zeitraum 1971 bis 2000 ermittelt und sehen in den Landeshauptstädten Österreichs so aus:

Wien 2,4 / 1,2 / 2,9 Grad (Dezember / Jänner / Februar)
St. Pölten 0,4 / -1,0 / 0,4
Linz 0,6 / -0,7 / 0,7
Salzburg 0,4 / -0,8 / 0,7
Innsbruck -0,3 / -0,9 / 0,9
Bregenz 1,8 / 0,6 / 1,5
Klagenfurt -2,7 / -4,0 / -1,4
Graz 0,0 / -0,9 / 0,9
Eisenstadt 1,1 / -0,4 / 1,3

 

[Infoplattform Wissenswertes / 28. Februar 2018]

Wollen Sie den Artikel auf Twitter oder Facebook teilen?
Oder einem Freund mailen?
bei Twitter teilen bei Facebook teilen Artikel per E-Mail empfehlen