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Planetarischer Nebel

Letzte Materie eines sterbenden Sterns

Der Prozess eines sterbenden Sterns ist einer, der Milliarden Jahre braucht. Alleine als Weißer Zwerg sind die Sterne, obwohl längst nicht mehr existent, geschätzte 15 Milliarden Jahre lang zu sehen, sodass selbst die ältesten dieser Erscheinungen heute noch wahrnehmbar sind.

Planetarischer Nebel: Reste des Sterns

Der Tod eines Sterns beginnt damit, dass kein Wasserstoff mehr vorhanden ist, der per Fusion in Helium umgewandelt werden kann. In der nächsten Phase wird das vorhandene Helium in einer Fusion verarbeitet, doch die Kerntemperatur erreicht nicht ein solches Limit, dass es zu einer Fusion zwischen dem vorhandenen Kohlenstoff und Sauerstoff kommen kann. Daher erzeugen die Sterne in dieser Phase keine Energie mehr.

Als Folge wird die verbliebene Materie und Strahlung in das Universum abgegeben und das passiert im gesamten elektromagnetischen Spektrum. Das heißt, dass sowohl Gammastrahlung, Röntgenstrahlung, Ultraviolettstrahlung sowie Infrarotstrahlung an den Weltraum abgegeben wird und dieser Vorgang lässt sich auch von der Erde aus beobachten.

Von der Erde aus sieht die Erscheinung wie ein Nebel aus, was zum Begriff des planetarischen Nebels führte. Nach bisherigen Erkenntnissen ist der Helixnebel, auch NGC 7293 bezeichnet, von der Erde aus am nächsten und befindet sich ungefähr 450 Lichtjahre von unserem Heimatplaneten entfernt im Sternbild Wassermann.

Der Nebel entsteht, weil das Gas von der Oberfläche des sterbenden Sterns an das Weltall abgegeben wird. Durch die Strahlung des Sterns wird das Gas ionisiert und beginnt zu leuchten. Dieses Farbenspiel ermöglicht die Sicht auf diesen Prozess erst richtig und bietet sich als Grundlage für die weitere Forschung über den Lebenszyklus eines Sterns an.

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